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	<title>Migranten - Der Medienberater</title>
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		<title>CDU-Stammtisch Schorndorf: „Weniger Förderung und mehr Verlässlichkeit“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Aug 2025 16:13:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Spannende und informative 1,5 Stunden im Schorndorfer Stadtbiergarten beim CDU-Stadtverband haben am Mittwochabend 40 Zuhörer hautnah erlebt: Zu Gast waren die Waiblinger Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Generalsekretärin ihrer Bundespartei, Christine Stumpp, sowie der Landtagsabgeordnete und Staatssekretär Christian Gehring. Neben deren Ausführungen zur aktuellen Regierungslage in Bund und Land gab vor allem die Fragerunde nach 45 Minuten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7751" aria-describedby="caption-attachment-7751" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" data-attachment-id="7751" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/08/29/cdu-stammtisch-schorndorf-weniger-foerderung-und-mehr-verlaesslichkeit/028-cdu-stammtisch-quer1/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/08/028-CDU-Stammtisch-quer1.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="028 CDU-Stammtisch (quer1)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/08/028-CDU-Stammtisch-quer1.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/08/028-CDU-Stammtisch-quer1.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7751 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/08/028-CDU-Stammtisch-quer1.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/08/028-CDU-Stammtisch-quer1.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/08/028-CDU-Stammtisch-quer1.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7751" class="wp-caption-text">Christian Gehring (r.) und Christina Stumpp (am Tisch vorne) referieren, was in Stuttgart und Berlin in Landes- und Bundesregierung läuft.</figcaption></figure>
<p>Spannende und informative 1,5 Stunden im Schorndorfer Stadtbiergarten beim CDU-Stadtverband haben am Mittwochabend 40 Zuhörer hautnah erlebt: Zu Gast waren die Waiblinger Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Generalsekretärin ihrer Bundespartei, Christine Stumpp, sowie der Landtagsabgeordnete und Staatssekretär Christian Gehring.</p>
<p>Neben deren Ausführungen zur aktuellen Regierungslage in Bund und Land gab vor allem die Fragerunde nach 45 Minuten tiefe Einblicke in die Seelenlage der Parteimitglieder und Bürger. Ein Wahlkämpfer aus dem jüngsten CDU-Wahlkampf kommentierte Stumpps Ausführungen so: „Den Berliner Mist musst Du uns jetzt positiv verkaufen!“ Es sei ein Fehler gewesen, sich von der SPD mit deren 16 Prozent den Koalitionsvertrag diktieren zu lassen und man müsse mit der AfD reden, „die Bürger wollen das.“</p>
<p>Ein anderer monierte die morbide Infrastruktur und forderte sofort eine Vignette für deutsche Autobahnen „von 60 bis 80 Euro im Jahr.“ Die Bürger würden das akzeptieren, Transitreisende würden Beiträge leisten und zur Sanierung sei sofort Geld da, das im Drei-Schicht-Betrieb auf den Baustellen sofort investiert werden könne. Einer meinte unter Applaus, CDU-Fraktionsvorsitzender Jens Spahn „muss sofort weg, weil er nach der Maskenaffäre ohnehin verbrannt ist.“ Ein anderer sah, „in allen Bahnfahrern potentielle AfD-Wähler, weil die CDU zu dem Chaos schweigt.“</p>
<p>Dem Nächsten fehlte der Sparwille der schwarz-roten Regierung und er schlug konkret vor, Staatssekretäre einzusparen. Ein Metzgermeister beanstandete, die CDU vernachlässige das Handwerk und bediene nur die Interessen der Industrie. Sein Vorschlag: Nachtzuschläge geringer besteuern oder ganz abschaffen. Mehrere Fragesteller forderten angesichts leerer Kassen mehr Wahrhaftigkeit von der Politik statt alle Probleme auf folgende Generationen zu verlagern, wobei ein 62-Jähriger konkret wurde: „Warum befristen wir Sozialhilfe je Bürger nicht auf zehn Jahre, die Rente auf 20 Jahre und Knie- und Hüft-OPs zahlen die Kassen nur bis zum 75. Lebensjahr – dann hätte jeder Bürger Planungssicherheit?“</p>
<p>Stumpp zeigte sich in der emotionalen Fragerunde schlagfertig: Die CDU bereits nach 100 Tagen zu verurteilen, sei angesichts der komplexen Themen unfair. Gerne stelle sie sich solcher Kritik in zwei bis vier Jahren. Auch müsse man sehen, dass CDU/CSU nur 28 Prozent hatten „und einen schwierigen Koalitionspartner haben.“ Zudem habe ihre Partei in sechs von 15 angekündigten Sofortmaßnahmen bereits geliefert und nun folge „ein Herbst der Reformen.“ Ein Beispiel von Erfolg seien die Grenzkontrollen, „denn innere Sicherheit ist unser Markenkern.“</p>
<p>Auch habe die Regierung den Familiennachzug ausgesetzt, was 1000 Zuzüge weniger pro Monat bedeute, und eine sechsstellige Zahl von Flüchtlingen, vor allem Syrer und Afghanen, stünden unmittelbar vor der Rückführung. Und: Die Regierung wolle die Ukrainer aus dem Bürgergeld nehmen und in die Asylbewerberleistungen herunterstufen. Stumpp: „Innenminister Alexander Dobrindt macht einen guten Job und die SPD kommt uns dabei erfreulicherweise entgegen.“ In der Wirtschaft sei der 30-prozentige Investitionsbooster an Zuschüssen für Maschinen realisiert, allerdings fehlten aktuell vielen Firmen die Aufträge, für die sie neue Maschinen bräuchten. Wichtiger sei den Betrieben ohnehin weniger Regulatorik.</p>
<p>Aktuell seien alle Ressorts daran, bis Herbst Vorschläge für Deregulierung zu liefern. Die MdB räumte ein, dass das aktuelle Bild nicht positiv sei. Das sei aber teils der eigenen Kommunikation geschuldet; teils den eigenen Abgeordneten, die nun mit eigenen Vorschlägen an die Öffentlichkeit gingen, um sich zu profilieren; vor allem aber auch der Medien. Stumpp: „Ist doch klar und richtig, dass wir angesichts der komplexen Lage kontrovers diskutieren. Aber die Presse titelt dann gleich eine Krise daraus.“ Sie wünsche sich von den Presseleuten mehr Sachlichkeit und Hintergründe. Auch Bundeskanzler Friedrich März, den sie nur „den Chef“ nennt, und ihr sei klar, dass es Unmut erzeuge, wenn deutsche Rentner ihr Haus verkaufen müssen, um sich Opas Pflege im Heim leisten zu können, und „Menschen, die keinen Euro in unsere Sozialversicherungssysteme eingezahlt haben, bekommen alles gratis.“</p>
<p>Zum Streit um die Besetzung des Bundesverfassungsgerichts merkt die Landwirtstochter an: „Die Stimmung in der Gesellschaft ist Mitte-Rechts, dann passt das nicht, wenn das höchste Gericht auf Dauer Mitte-Links besetzt ist.“ Öffentlich entstehe der Eindruck, dass „die CDU nicht liefert und die AfD profitiert davon.“ Für Merz und sie sei aber klar, dass es keinerlei Berührung mit der rechtsradikalen AfD gebe, das sei der Tod der CDU. Von der SPD lasse man sich aber auch nicht verbiegen.</p>
<p>MdL Christian Gehring, der noch am Abend weiter musste zu einem Termin in Karlsruhe, skizzierte in sieben Minuten die Handschrift der CDU in der grün-schwarzen Landesregierung. So brauche die Polizei dringend eine Auswertesoftware, um die Daten verschiedenster Töpfe zusammenzuführen. Etwa Handynummern, die aus Fahrerfluchten vorliegen, mit Handynummern aus Entführungen abgleichen zu können. Der gelernte Polizist: „Das machen bisher unsere Beamten von Hand, bei der Software ist das ein Klick.“ Die Linke empöre sich, dass die Lösung von Palantir dem US-Milliardär Peter Thiel gehört. Dieser halte aber auch zehn Prozent der Meta-Aktien und habe Paypal begründet, die beide Millionen Bürger nutzen.</p>
<p>Fast alle Terrorwarnungen für Deutschland, etwa ein geplanter Anschlag 2024 auf den Weihnachtsmarkt in Karlsruhe, kämen bisher aus den USA. Und ein Gefährder binde bei der Polizei 100 Einsatzkräfte. Die CDU habe auch auf die Gymnasialempfehlung für Kinder gedrängt, um sie vor Überforderung und dem falschen Ehrgeiz ihrer Eltern zu schützen. Eine zweigliedrige Realschule ersetze künftig die Hauptschule, die „verbrannt“ sei. Was aber die Rückkehr zu G9 zusätzlich koste, fehle für die frühkindliche (Sprach-)Förderung. Er begrüße Überlegungen, Kinder ein Jahr früher aus den Familien zu nehmen in den Kindergarten, „damit alle dieselben Chancen haben auf den Spracherwerb.“</p>
<p>Das koste zwar auch sehr viel Geld, aber im Gegenzug könne man bspw. die steuerlich finanzierten „kommunalen Fahrradmanager“ abschaffen wie „überhaupt die ineffiziente Förderpolitik eingestellt werden“ könne. Stumpp brachte es auf den Punkt: „Wir brauchen weniger Förderung und mehr Verlässlichkeit.“ Schließlich sprach CDU-Stadtverbandsvorsitzender Steffen Krötz noch die kommunalen Finanzen an, zumal das Regierungspräsidium den maroden Doppelhaushalt der Stadt Schorndorf nicht gebilligt hatte.</p>
<p>Hierfür kündigte Stumpp Abstriche bei den Sozialstandards an, die die Kommunen leisten müssen, und nannte als Beispiel, dass das behinderte Kind von Millionären nicht mehr staatlich gefördert werde oder man Kommunen „mal für ein Jahr 100 Prozent der Gewerbesteuer belässt.“ Der Gesundheitsfonds, in den der Bund nun jährlich 3,75 Milliarden einzahle, bezuschusse die kommunalen Kliniken, so dass diese nicht nur über steigende Umlagen der Gemeinden an die jeweiligen Kreise finanziert werden müssten.</p>
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		<title>Neujahrsempfang der Ahmadiyya-Gemeinde in Waiblinger Moschee</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2025 14:05:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Waiblinger Ahmadiyya-Gemeinde zählt aktuell rund 400 Mitglieder im Rems-Murr-Kreis und ist vor allem vor allem für ihre Putzaktionen an Neujahr in Waiblingen, Backnang, Schorndorf und Winnenden bekannt. Seaad Gessler (Foto), Vize-Bundesvorsitzender aus Frankfurt, der aus Fellbach stammt, 1993 der Glaubensgemeinschaft beigetreten war und die Moschee in Waiblingen damals direkt am Bahnhof neben Parkhaus und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7683" aria-describedby="caption-attachment-7683" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" data-attachment-id="7683" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/01/22/neujahrsempfang-der-ahmadiyya-gemeinde-in-waiblinger-moschee/012-ahmadiyya-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/01/012-Ahmadiyya-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="012 Ahmadiyya (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/01/012-Ahmadiyya-quer.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/01/012-Ahmadiyya-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7683 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/01/012-Ahmadiyya-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/01/012-Ahmadiyya-quer.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/01/012-Ahmadiyya-quer.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7683" class="wp-caption-text">Herzlich und informativ: Der Empfang der Waiblinger Ahmadiyya-Gemeinde. FOTOS: FROMM</figcaption></figure>
<p>Die <a href="https://ahmadiyya.de/">Waiblinger Ahmadiyya-Gemeinde</a> zählt aktuell rund 400 Mitglieder im Rems-Murr-Kreis und ist vor allem vor allem für ihre Putzaktionen an Neujahr in Waiblingen, Backnang, Schorndorf und Winnenden bekannt. Seaad Gessler (Foto), Vize-Bundesvorsitzender aus Frankfurt, der aus Fellbach stammt, 1993 der Glaubensgemeinschaft beigetreten war und die Moschee in Waiblingen damals direkt am Bahnhof neben Parkhaus und Stihl-Werk geplant hat, wohnte dem Empfang am Dienstag um 18 Uhr bei.</p>
<p>Demnach hat Ahmadiyya in Deutschland aktuell 80 Moscheen, 250 Gemeinden und 60.000 Gläubige. Die Wurzeln der muslimischen Glaubensgemeinschaft liegen in den 1880er-Jahren in Indien und sie gilt als sehr liberal. 1924 gründete die Gemeinschaft ihre erste Moschee in Deutschland in Berlin. Wie in Waiblingen organisieren die Mitglieder den interreligiösen Dialog, besuchen die Synagoge in Stuttgart, organisieren jährlich eine DRK-Blutspendeaktion in der Moschee und besuchen mit ihren Kindern Seniorenheime.</p>
<p>Ahmadiyya hat <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mirza_Ghulam_Ahmad">Mirza Ghulam Ahmad</a> in den 1880er Jahren in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Britisch-Indien">Britisch-Indien</a> gegründet. Ab 1889 leisteten ihm Anhänger den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bai%CA%BFa">Treueid</a> und ließen sich 1901 unter dem Namen <em>Ahmadiyya Musalmans</em> in die offiziellen Zensuslisten der britisch-indischen Verwaltung eintragen. Die sich als Reformbewegung des Islams verstehende Religionsgemeinschaft hält an den islamischen Rechtsquellen – <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Koran">Koran</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sunna">Sunna</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hadith">Hadith</a> – fest, wobei zusätzlich die Schriften und Offenbarungen von Mirza Ghulam Ahmad eine erhebliche Bedeutung haben.</p>
<p>Die Gemeinde sieht sich dem Islam zugehörig. Vonseiten der meisten anderen Muslime wird die Ahmadiyya-Lehre dagegen laut Wikipedia als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4resie">Häresie</a> betrachtet und abgelehnt. In islamischen Ländern werden die religiösen Gemeinden und deren Aktivitäten entsprechend bekämpft, was zu Beschränkungen und Verfolgung in diesen Ländern führte, vor allem in Pakistan. Entsprechend viele Waiblinger Mitglieder haben ethnische Wurzeln in diesen Ländern.</p>
<p>Die Bundestagskandidaten von CDU, SPD, FDP und Grünen sowie Bürgermeister einiger Kreisgemeinden waren Ehrengäste beim Empfang und würdigten in ihren Grußworten den Integrations- und Dialogwillen der Ahmadiyya-Gläubigen. Auf ein gemeinsames Beten in Stille folgte ein gemeinsames Abendessen mit vielen Gesprächen. Ich nahm teil, um die muslimischen Männer <a href="http://www.der-lebensberater.net">für meine Stuhlkreise zu interessieren</a>, die ich für Männer und gemischte Gruppen in Schorndorf anbiete, und um als praktizierender Katholik und Diplom-Theologe den interreligiösen Dialog zu finden.</p>
<p>Beeindruckt war ich von der Herzlichkeit und Freundlichkeit unserer Gastgeber, die uns auch noch durch eine Ausstellung im Gebäude führten, in der die Geschichte des Islam und ihrer Glaubensgemeinschaft auf Schautafeln dokumentiert ist. Dabei vielen mir die vielen Parallelitäten zum christlichen Glaubensleben auf, etwa die Selbsterforschung, das Fasten oder die fünf täglichen Gebetszeiten, die auch Benediktiner und andere kontemplative Ordensgemeinschaften im Katholizismus praktizieren.</p>
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		<title>Palm-Stiftung ehrt mutige Journalistinnen aus Belarus und Afghanistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2024 10:11:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Hochfest von Demokratie und Pressefreiheit war die 12. Verleihung des Johann-Philipp-Palm-Preises gestern, Sonntag, in der Schorndorfer Barbara-Künkelin-Halle im Beisein von gut 300 lokalen Repräsentanten aus Politik, Verwaltung, Kirche und Gesellschaft. Mit Standing Ovations wurden die Journalistinnen Maryna Zolatava, die seit vier Jahren in Weißrussland inhaftiert ist, und die Afghanin Zahra Nader, die im kanadischen [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2024/12/02/palm-stiftung-ehrt-mutige-journalistinnen-aus-belarus-und-afghanistan/">Palm-Stiftung ehrt mutige Journalistinnen aus Belarus und Afghanistan</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7665" aria-describedby="caption-attachment-7665" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" data-attachment-id="7665" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/12/02/palm-stiftung-ehrt-mutige-journalistinnen-aus-belarus-und-afghanistan/019-palm-preis-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/12/019-palm-Preis-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="019 palm-Preis (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/12/019-palm-Preis-quer.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/12/019-palm-Preis-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7665 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/12/019-palm-Preis-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/12/019-palm-Preis-quer.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/12/019-palm-Preis-quer.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7665" class="wp-caption-text">Ezé rockt den Saal. Hinter ihm (v.l.) Rashid, Ananka, Nader, eine Dolmetscherin und Kishkourna.</figcaption></figure>
<p>Ein Hochfest von Demokratie und Pressefreiheit war die 12. Verleihung des Johann-Philipp-Palm-Preises gestern, Sonntag, in der Schorndorfer Barbara-Künkelin-Halle im Beisein von gut 300 lokalen Repräsentanten aus Politik, Verwaltung, Kirche und Gesellschaft. Mit Standing Ovations wurden die Journalistinnen Maryna Zolatava, die seit vier Jahren in Weißrussland inhaftiert ist, und die Afghanin Zahra Nader, die im kanadischen Exil ihrer Arbeit nachgeht und am 1. Advent anwesend war, minutenlang für ihren Mut gewürdigt.</p>
<p>Alle zwei Jahre vergibt die Palm-Stiftung den mit 20.000 Euro dotierten Journalisten-Preis. Namensgeber ist der 1766 in Schorndorf geborene Buchhändler Johann Philipp Palm, den Napoleon 1806 erschießen ließ, weil er nicht die Namen der Autoren verriet, deren Pamphlet sich gegen die französischen Besatzer richtete, das er vertrieb. Heute verdient die Familie Palm ihr Geld im Immobiliensektor als Vermieter meist denkmalgeschützter Objekte und als Bauträger mit Sitz in Schorndorf.</p>
<p>Zolatava hatte in Belarus das Online-Nachrichten-Portal tut.by gegründet, über das sich in der Spitze ein Drittel aller Weißrussen täglich informierten. Laut Reporter ohne Grenzen, rangiert das von Diktator Alexander Lukaschenko regierte Land auf Platz 167 von 180, was die Presseunfreiheit betrifft. Als 2020 die Proteste im Land zunahmen, so die Slawistin Dr. Yaroslava Ananka, die die Laudatio hielt, hätten die Geehrte und ihr Team bis zu ihrer Verhaftung mutig darüber berichtet.</p>
<p>Zolatavas Ehemann Wasil Kishkourna, der mit den beiden Kindern seither in Polen im Asyl lebt und gestern anwesend war, berichtete, dass seine Frau die Ehrung nur erahnen könne. Denn in dem kurzen, monatlichen Telefonat mit ihr und dem Brief, den er ihr monatlich schreiben dürfe, müsse er wegen Zensur und Strafe vorsichtig sein. Er sei privilegiert, denn von vielen Gefangenen wisse man teils seit zwei Jahren nichts.</p>
<p>„Jeder Tag in Haft ist dort Folter,“ sagte Kishkourna auf Deutsch und mahnte einen härteren Kurs des Westens gegen Diktatoren an: „Die heutigen westlichen Politiker, die keinen Krieg erlebt haben, verhandeln lieber 1000 Stunden als eine Minute zu schießen.“ Ananka hatte zuvor betont, nachdem die Diktatur sie totschweige: „Maryna ist furchtlos und dieser Preis geht ins kollektive Gedächtnis über, das keine Diktatur löschen kann.“</p>
<p>Dass das Auditorium und die Medien, die über die Preisverleihung berichten, wichtige Mutmacher für die unterdrückte Pressefreiheit sind, betonte auch Abdul-Ahmed Rashid. Der ZDF-Redakteur und Islamexperte mit afghanischen Wurzeln würdigte Zahra Nader, die das Online-Nachrichtenmagazin Zan Times leitet. Zan ist persisch und heißt Frau, weil das Portal den Frauen in Afghanistan eine Stimme gibt, die die Taliban unsichtbar machen wollen.</p>
<p>„Die Taliban sind eine religiöse Sekte, die mit ihren archaischen Vorstellungen das Land ruinieren,“ so Rashid. Nader, deren Portal auf Englisch und Persisch erscheint, koordiniere heute von Kanada aus ihre Mitarbeiterinnen, die unter Decknamen und ohne voneinander zu wissen, über die Missstände unter Lebensgefahr berichten. Mit den Vorsichtsmaßnahmen schützten sich die Frauen untereinander, auch unter Folter keine Namen nennen und Strukturen offenlegen zu können.</p>
<p>Im Rahmen des schweren Programms heiterte Ezékiel Wendtoin aus Burkina Faso, ein kosmopolitischer Sänger, der in Dresden lebt, das Publikum mit seinen Rhythmen und Gesängen auf, darunter der Titel „Sage Nein“ gegen Faschismus von Konstantin Wecker, mit dem er bereits auf der Bühne stand. Dass Ministerpräsident Winfried Kretschmann Schirmherr des Preises ist, unterstreicht dessen Bedeutung für Meinungs- und Pressefreiheit. In seiner Vertretung sprach Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (beide Grüne), die selbst früher Redakteurin der „Stuttgarter Zeitung“ war.</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2024/12/02/palm-stiftung-ehrt-mutige-journalistinnen-aus-belarus-und-afghanistan/">Palm-Stiftung ehrt mutige Journalistinnen aus Belarus und Afghanistan</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Arbeiterpriester Knapp referiert: Irakische Christen brauchen unsere Solidarität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Oct 2024 14:30:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Enthüllungsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Interessante Köpfe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die „vergessenen Christen im Irak“ sind Andreas Knapps Herzensthema: In der Kirchengemeinde Heilig Geist hat der badische Priester, der seit 2005 in einem Plattenbau in Leipzig lebt, 50 Zuhörern tiefe Einblicke in die Kirchengeschichte und das aktuelle Vertreibungsdrama der aramäischen Christen gewährt. Der promovierte Theologe der sich 2000 der Armutsbewegung des französischen Arbeiterpriesters Charles de [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7652" aria-describedby="caption-attachment-7652" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7652" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/10/22/arbeiterpriester-knapp-referiert-irakische-christen-brauchen-unsere-solidaritaet/017-andreas-knapp-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/017-Andreas-Knapp-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="017 Andreas Knapp (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/017-Andreas-Knapp-quer.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/017-Andreas-Knapp-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7652 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/017-Andreas-Knapp-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/017-Andreas-Knapp-quer.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/017-Andreas-Knapp-quer.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7652" class="wp-caption-text">Der Leipziger Arbeiterpriester Andreas Knapp appelliert in Schorndorf an die Solidarität europäischer Christen mit den verfolgten Syrisch-Orthodoxen.</figcaption></figure>
<p>Die „vergessenen Christen im Irak“ sind Andreas Knapps Herzensthema: In der Kirchengemeinde Heilig Geist hat der badische Priester, der seit 2005 in einem Plattenbau in Leipzig lebt, 50 Zuhörern tiefe Einblicke in die Kirchengeschichte und das aktuelle Vertreibungsdrama der aramäischen Christen gewährt. Der promovierte Theologe der sich 2000 der Armutsbewegung des französischen Arbeiterpriesters Charles de Foucauld anschloss, zehn Jahre am Fließband arbeitete und heute Gefängnisseelsorger ist, <a href="_wp_link_placeholder" data-wplink-edit="true">lernte irakische Migranten als seine Nachbarn kennen und interessierte sich für sie.</a></p>
<p>So erfuhr der heute 66-Jährige, dass noch vor 30 Jahren 1,4 Millionen Christen im Irak lebten, die in verschiedenen Konfessionen in 500 Kirchen beteten. Mit dem Angriff der USA und Englands 2003 auf den Irak, um Diktator Saddam Hussein zu stürzen, begann deren Verfolgung. Denn muslimische Fundamentalisten deuteten den Angriff dieser christlichen Nationen als Schlag gegen den Islam. Unter diesem Vorwand schikanierten sie die Syrisch-Orthodoxen, die hier seit 2000 Jahren leben, im eigenen Land. „Sie forderten Schutzgeld, zerstörten Kirchen, vergewaltigten Christinnen und töteten Christen,“ so Knapp, zumal diese meist akademisch gebildet oder vermögende Handwerker sind.</p>
<p>Als die „Gotteskrieger“ des IS die Christen aufforderte, zum Islam zu konvertieren oder das Land zu verlassen, zogen 120.000 Christen zu Fuß 25 Kilometer durch die Wüste auf kurdisches Gebiet. „Auch ihre Autos mussten die Menschen auf Drängen der Kurden zurücklassen, weil die Peschmerga Sprengstoffattentate von Dschihadisten befürchteten,“ erläuterte der Referent in seinem mit Fotos untermauerten Vortrag.</p>
<p>Diese bedrückenden Aufnahmen zeigten vor allem zerstörte Kirchen, Zelte in Flüchtlingscamps, erschöpfte Flüchtlinge und Kinder an Zäunen. 2015 kamen allein 10.000 Flüchtende nach Leipzig, zumal die Stadt einen hohen Leerstand in den Plattenbauten hatte. Eindrücklich schilderte Knapp, wie etwa Yusuf für 17.000 US-Dollar die viertägige Flucht in einem manipulierten Container gelang, in dem er 96 Stunden auf dem Landweg über mehrere Grenzen ohne Kontrolle und Orientierung war, eingepfercht im Dunkeln bei Wasser und Keksen bis er in Chemnitz ankam. Hier stellte er sich der Polizei und verbrachte ein Jahr in einer Asylunterkunft bis er anerkannt war und seine Familie legal nachholen konnte, die mittlerweile nach Ankara in der Türkei geflohen war.</p>
<p>Im November 2015 reiste Knapp erstmals in das nordirakische Kurdengebiet, um Yusufs Angehörige zu besuchen. Seither leistet er gleichermaßen dort wie in Leipzig seinen Mitchristen Hilfe so gut er kann. Auch hat er sich mit deren Geschichte befasst. Demnach haben drei Apostel das Christentum entlang der damaligen Handelsstraßen in die Welt getragen: Paulus in den griechisch-römischen Westen, Markus nach Nordafrika (zu den Kopten) und Thomas in den Osten bis nach Indien.</p>
<p>Missioniert hätten sie übrigens nie mit Gewalt, sondern stets durch Dialog und Bildung bei hoher Wertschätzung für die jeweilige Kultur. Dabei hätten sie stets bei den Juden angesetzt, von denen viele zum Christentum konvertiert hätten. Syrer, die griechisch konnten, bildeten die Bildungselite, die wissenschaftliche Schriften in das Arabische und Aramäische übersetzte. In der arabischen Hochkultur lebten Juden, Christen und Muslime in friedlicher Koexistenz, so Knapp. Nur hätten die Christen Steuern zahlen müssen. Verarmten sie, traten sie zum Islam über, um sich diese Abgabe zu sparen. Noch im 19. Jahrhundert seien in der arabischen Welt ein Drittel Christen gewesen. Erst um 1880 hätten sich militante Übergriffe machtgieriger Sultane gehäuft, die 1915 in einem Genozid gipfelten.</p>
<p>1948 seien mit der Gründung des Staates Israel auch 700.000 Juden aus arabischen Ländern vertrieben wurden und die religiösen Unterschiede hätten sich verhärtet. Heute lebten noch zwei Prozent Christen verschiedener Konfessionen – Katholiken, Protestaten, Orthodoxe, Kopten, Aramäer etc. – in dieser Region. In Aleppo etwa würden zu Ostern noch heute alle dieser Kirchen gemeinsam besucht, um die Verbundenheit untereinander auszudrücken. Knapp: „Ökumene ist dort ein Fremdwort, weil die Christen nie – im Gegensatz zu Deutschland oder Irland – gegeneinander gekämpft haben.“</p>
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		<title>CO2-Emmissionen durch Krieg und Zerstörung steigen drastisch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Jun 2024 08:58:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>
		<category><![CDATA[Migranten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Überfall der Ukraine durch russische Truppen Ende Februar 2022 war ein weiterer Beleg dafür, weshalb ich für die Gattung Mensch auf diesem Planeten keine Hoffnung mehr habe. Denn statt global die Transformation der fossilen in eine regenerative Industriegesellschaft voranzutreiben, was ohnehin Billionen US-Dollar kostet, liegt der Primat seither wieder darauf, die Rüstungsausgaben deutlich zu [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7606" aria-describedby="caption-attachment-7606" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7606" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/06/11/co2-emmissionen-durch-krieg-und-zerstoerung-steigen-drastisch/010-charkiw-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/010-Charkiw-quer-rotated-e1718096217698.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="010 Charkiw (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/010-Charkiw-quer-rotated-e1718096217698.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/010-Charkiw-quer-rotated-e1718096217698.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7606 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/010-Charkiw-quer-rotated-e1718096217698-300x225.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/010-Charkiw-quer-rotated-e1718096217698.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/010-Charkiw-quer-rotated-e1718096217698.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7606" class="wp-caption-text">Krieg und Zerstörung &#8211; nicht nur in der Ukraine &#8211; setzen Millionen Tonnen CO2 frei.</figcaption></figure>
<p>Der Überfall der Ukraine durch russische Truppen Ende Februar 2022 war ein weiterer Beleg dafür, weshalb ich für die Gattung Mensch auf diesem Planeten keine Hoffnung mehr habe. Denn statt global die Transformation der fossilen in eine regenerative Industriegesellschaft voranzutreiben, was ohnehin Billionen US-Dollar kostet, liegt der Primat seither wieder darauf, die Rüstungsausgaben deutlich zu erhöhen und die produzierten Waffen und die Munition sofort zu benutzen.</p>
<p>Der niederländische Klimaforscher Lennard de Klerk hat nun untersucht, welche CO2-Emmissionen das auslöst, und in der Süddeutschen vom Freitag habe ich darüber gelesen.  Parallel dokumentiert die Ukraine die Umweltschäden durch russische Angriffe, etwa verseuchtes Wasser, vergiftete Böden, verbrannte Wälder und verminte Felder, um nach dem Krieg Reparationsforderungen stellen zu können.</p>
<p>Bis November 2023 seien so bereits 60 Milliarden Dollar Umweltschäden aufgelaufen. Parallel hatte de Klerk mit Kollegen der Universität Kiew eine Kohlenstoffbilanz für die ersten 18 Kriegsmonate erstellt. Sie kamen auf ein Äquivalent von 150 Millionen Tonnen CO2, was mehr ist als die komplette belgische Volkswirtschaft pro Jahr verursacht. Zum Vergleich: Jeder Bundesbürger emittiert aktuell elf Tonnen CO2 pro Jahr.</p>
<p>37 Millionen Tonnen CO2 entfielen demnach auf den Sprit, den Panzer und Lkw verfahren; Produktion und Gebrauch von Waffen und Munition sowie den Bedarf an Stahl und Beton, um die kilometerlangen Befestigungsanlagen an der Front zu errichten. 22 Millionen Tonnen Emissionen lösten die 130.000 Brände aus, die durch Beschuss ausgelöst wurden. Das entspricht mehr als dem gesamten Jahresausstoß Litauens.</p>
<p>18 Millionen Tonnen CO2 entfallen auf den zivilen Flugverkehr, der weite Umwege nehmen muss, um den Luftraum über dem Kriegsgebiet zu meiden. Weitere 55 Millionen Tonnen Treibhausgas werden demnach emittiert, wenn die Kriegsschäden beseitigt und das Land neu aufgebaut wird. Das entspricht den aktuellen Emissionen der deutschen Stahlproduktion pro Jahr. De Klerk verweist darauf, dass dies Schätzungen seien, zumal die Militärs wenig auskunftsfreudig sind.</p>
<p>So könne man auch hinzurechnen, welche Emissionen die hunderttausendfachen Fluchtbewegungen auslösen, die Versorgung der Flüchtlingscamps mit Lebensmitteln, Zelten, Decken etc. oder die internationale Pendeldiplomatie, weil Politiker Flugzeuge besteigen und Treffen arrangieren. Noch gebe es für diese Art der Klimaberechnung noch keine Standards, aber die Ukraine war und ist die Premiere für eine solche Bewertung.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund hat auch Benjamin Neimark, Klimageograf an der Queen Mary Universität in London Daten aus den ersten beiden Monaten des Gaza-Konflikts ausgewertet. Hier werde allein der Aufbau von 100.000 zerstörten Gebäuden 30 Millionen Tonnen CO2 emittieren. Da entspricht dem Jahresverbrauch der Volkswirtschaft von Neuseeland. Für 2022 hatten Konfliktforscher errechnet, dass auf das Militär global bereits in Friedenszeiten 5,5 % aller CO2-Emmissionen entfallen: Dazu zählen Aufklärungs- und Übungsflüge, Logistik und Manöver, der Betrieb von Kasernen u.v.m.</p>
<p>Schon diese Emissionen benenne nahezu keine Nation in ihrer Gesamtklimabilanz. Und wenn nun weltweit die Rüstungsausgaben erhöht werden, werde sich dieser Anteil eher erhöhen, denn senken, mahnen die Forscher dieser Studien und Erhebungen.</p>
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		<title>Vortrag zum Aufstieg der AfD: Nährboden der Rechten hat viele Wurzeln</title>
		<link>https://der-medienberater.de/2024/06/05/vortrag-zum-aufstieg-der-afd-naehrboden-der-rechten-hat-viele-wurzeln/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jun 2024 13:53:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Enthüllungsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Männerarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Analytisch präzise und unaufgeregt hat der Hamburger Sozialwissenschaftler und Publizist Sebastian Friedrich am Dienstag in der Schorndorfer Manufaktur über den Aufstieg der Rechten referiert. In seinem 85-minütigen Vortrag sezierte der freie Mitarbeiter der ARD-Panorama-Redaktion vor allem die Geschichte der AfD und deren Strömungen. Seit 2008 beobachtet der 49-Jährige, der in Halle/Saale geboren ist und mehrere [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2024/06/05/vortrag-zum-aufstieg-der-afd-naehrboden-der-rechten-hat-viele-wurzeln/">Vortrag zum Aufstieg der AfD: Nährboden der Rechten hat viele Wurzeln</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7601" aria-describedby="caption-attachment-7601" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7601" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/06/05/vortrag-zum-aufstieg-der-afd-naehrboden-der-rechten-hat-viele-wurzeln/009-sebastian-friedrich-mit-chart/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Chart.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="009 Sebastian Friedrich mit Chart" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Chart.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Chart.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7601 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Chart.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Chart.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Chart.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7601" class="wp-caption-text">Kompetent und sachlich deckt Sebastian Friedrich (r.) die Sachverhalte auf.</figcaption></figure>
<p>Analytisch präzise und unaufgeregt hat <a href="http://www.sebastian-friedrich.net">der Hamburger Sozialwissenschaftler und Publizist Sebastian Friedrich</a> am Dienstag in der Schorndorfer Manufaktur über den Aufstieg der Rechten referiert. In seinem 85-minütigen Vortrag sezierte der freie Mitarbeiter der ARD-Panorama-Redaktion vor allem die Geschichte der AfD und deren Strömungen. Seit 2008 beobachtet der 49-Jährige, der in Halle/Saale geboren ist und mehrere Medienpreise erhalten hat, die rechte Szene.</p>
<figure id="attachment_7602" aria-describedby="caption-attachment-7602" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7602" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/06/05/vortrag-zum-aufstieg-der-afd-naehrboden-der-rechten-hat-viele-wurzeln/009-sebastian-friedrich-mit-lena/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Lena.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="009 Sebastian Friedrich mit Lena" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Lena.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Lena.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7602 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Lena.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Lena.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Lena.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7602" class="wp-caption-text">Friedrich mit Moderatorin Lena, die am Ende noch Fragen zulässt. FOTOS: FROMM</figcaption></figure>
<p>Ursachen für den Aufstieg der Rechten sieht Friedrich in sechs Gründen: Um die Jahrtausendwende hätten sich die Konservativen in Modern-Urbane und in National-Ländliche aufgespalten. Diese Entwicklung ging mit einer wachsenden Demokratieverdrossenheit einher, die sich in sinkenden Wahlbeteiligungen und zunehmendem Populismus manifestierte. Der Referent: „Wir da unten und die da oben, war so ein Grundgefühl, das etwa die FPÖ in Österreich trefflich bediente.“</p>
<p>Drittens kam die „Krise des Kapitals“ hinzu, wonach etliche Volkswirte wie etwa die AfD-Gründer Hans Olaf Henkel oder Bernd Lucke Vorgaben der EU zur Wirtschafts- und Währungspolitik kritisch sahen und als Bedrohung des nicht Export-orientierten Mittelstands. Als weitere Punkte führt Friedrich die soziale Ungleichheit an, die seither wuchs, und die Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt, die mit der Globalisierung einhergingen. „Statt des Fahrstuhls nach oben für alle gewann die Rolltreppe nach unten an Bedeutung,“ so der Journalist, der als Stichworte Leiharbeit, Outsourcing und Standortverlagerung nennt.</p>
<p>Schließlich, Friedrichs sechster Punkt, kommt die „Krise der Linken“ hinzu, die keine gemeinsamen Antworten mehr hat. Signifikant stehe dafür die rot-grüne Bundesregierung zum Millennium unter Kanzler Gerhard Schröder (SPD), die einerseits Migranten die Einbürgerung erleichterte, aber andererseits Industrien privatisierte und als Grundsicherung Hartz IV einführte. Der Referent: „Die Linke steckt seither in einer Hegemonie-Krise, weil das Alte stirbt und das Neue noch nicht greift.“ Hinzu komme der geopolitische Kampf der Systeme zwischen westlicher Demokratie unter Führung der USA und östlicher Diktatur unter Führung Chinas.</p>
<p>Innenpolitisch speist sich die AfD aus drei Strömungen, so der Sozialforscher: Die ordoliberalen Ökonomen, zu denen er Alice Weidel zählt; die Rechtskonservativen, zu denen ehemalige CDU-Mitglieder wie Alexander Gauland gehören; und die völkischen Nationalisten um Björn Höcke. Letztere verbinde eine ethnisch-kulturelle Identität, die sich 2015 in der Gründung des „Flügels“ manifestiert habe. Bis 2022 sei diese Strömung so angewachsen, dass gegen sie seither in der AfD keine Positionen mehr durchgesetzt werden könnten.</p>
<p>Um ihre Macht auszubauen, beharke die AfD vier Felder. Das sind die Parlamente mit der AfD als Partei. Daneben gehe es um die Köpfe bzw. das Denken, wofür die Rechte digitale und gedruckte Medien nutze, um die Grenzen des Denk-, Sag- und Machbaren auszuweiten. Wichtig in diesem intellektuellen Bereich seien der Verleger Götz Kubitschek und das Institut für Staatspolitik (IfS), das mit seiner Auflösung einem etwaigen Verbot zuvorkam. Dort werde das Bild vom „geistigen Bürgerkrieg“ genährt, der „den gesellschaftlichen Konsens stören“ und über „neue Staatsformen nachdenken“ wolle.</p>
<p>Drittes Feld ist gleichsam die Straße, auf der Bewegungen wie Pegida, die Identitären oder Burschenschaften Präsenz zeigen und teils politisch Andersdenkende oder anders Aussehende einschüchtern, bedrohen und attackieren. Viertes Handlungsfeld sind die Betriebe, so Friedrich. Seien es Verlage oder Tagungshäuser, die Rechte betreiben; seien es rechte Unternehmer, die pro forma Agitatoren bei sich beschäftigen oder die Gewerkschaft „Zentrum“, die als Gegenpol zum DGB oder der IGM deutsche Arbeiter für sich gewinnen möchte.</p>
<p>Als vierten Punkt, in den der Referent seine Analyse gliederte, nennt er die soziale Frage. 2016 sei die AfD unter Arbeitern und Arbeitslosen erstmals stärkste Kraft gewesen mit 30 Prozent. Im selben Jahr hätten die Engländer den Brexit gewählt und die US-Amerikaner Donald Trump. Vor allem die wenigen SPD-Politiker, die zur AfD wechselten, nutze die Partei als Indiz, dass längst sie die Interessen des „kleinen Mannes“ vertrete.</p>
<p>Im Kern verfolgt das Parteiprogramm zu Wirtschafts- und Steuerpolitik aber Positionen, die denen von Union oder FDP ähneln, nur noch viel radikaler sind. Was die Rechten dem „kleinen Mann“ zu bieten haben, formuliert Friedrich so: „Den Armen geht es unter einer AfD-geführten Regierung nicht besser, aber sie dürfen Teil des deutschen Volkes sein.“ Ihr Lohn sei die Zugehörigkeit, was er auch mit Studien von DGB und der Otto-Brunner-Stiftung belegt.</p>
<p>Friedrichs Blick in die Zukunft: Die AfD-Realos wollen mit Union und FDP koalieren, während die Fundis die CDU „zerstören und beerben“ möchten. In Frankreich, Österreich oder Italien, wo die Rechten schon etablierter sind, beobachtet der Referent aber eine Mäßigung in außenpolitischen Fragen und ein geostrategisches Bekenntnis zum Westen und der Demokratie. Seine Begründung: „Die Rechten brauchen die Akzeptanz des Establishments.“ Dies sei zuletzt der Grund für den Dissens der französischen Rechten mit der AfD gewesen.</p>
<p>Kurzfristig könne der Zuspruch für die AfD dadurch gestoppt werden, dass man apolitische Mitbürger mobilisiert, weil alle Umfragen ergäben, dass das Gros der Gesellschaft keine Radikalen wünsche. Mittelfristig müsse man den Rechten ihre Sympathisanten durch Dialog abwerben. Und langfristig solle die Gemeinschaft so gestaltet werden, dass sie keinen übersieht. Friedrich: „Es geht um Teilhabe, Selbstwirksamkeit und Solidarität.“</p>
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		<title>Stadtkirche Schorndorf stellt aus: Ikonen auf Munitionskisten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Mar 2024 16:28:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gestalt-Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Interessante Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Migranten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach Stationen in New York, Amsterdam, Brüssel oder dem Vatikan gastiert die Ikonen-Ausstellung der ukrainischen Künstler Sonja Atlantova (42) und Oleksandr Klymenko (47) bis Ostermontag in der Schorndorfer Stadtkirche. Heute, 3. März, fand die Vernissage der 20 Exponate im Beisein der Künstler, die einst in Kiew Kunst und Architektur studiert hatten, im Anschluss an den [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7574" aria-describedby="caption-attachment-7574" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7574" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/03/03/stadtkirche-schorndorf-stellt-aus-ikonen-auf-munitionskisten/005-ausstellung-interview/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/03/005-Ausstellung-Interview.jpg?fit=320%2C240&amp;ssl=1" data-orig-size="320,240" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="005 Ausstellung Interview" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/03/005-Ausstellung-Interview.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/03/005-Ausstellung-Interview.jpg?fit=320%2C240&amp;ssl=1" class="wp-image-7574 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/03/005-Ausstellung-Interview.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/03/005-Ausstellung-Interview.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/03/005-Ausstellung-Interview.jpg?w=320&amp;ssl=1 320w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7574" class="wp-caption-text">Vernissage in der Stadtkirche: Die Künstler Sonja Atlantova (v.l.) und Oleksandr Klymenko beantworten Fragen von Pfarrerin Dorothee Eisrich. FOTO: FROMM</figcaption></figure>
<p>Nach Stationen in New York, Amsterdam, Brüssel oder dem Vatikan gastiert die Ikonen-Ausstellung der ukrainischen Künstler Sonja Atlantova (42) und Oleksandr Klymenko (47) bis Ostermontag in der <a href="http://www.stadtkirche-schorndorf.de">Schorndorfer Stadtkirche</a>. Heute, 3. März, fand die Vernissage der 20 Exponate im Beisein der Künstler, die einst in Kiew Kunst und Architektur studiert hatten, im Anschluss an den Gottesdienst statt.</p>
<p>Demnach hatten verwundete Soldaten von der Krim schon 2014 die Künstler gebeten, Ikonen zu schreiben. Bald hatte Klymenko die Idee, diese auf Munitionskisten zu malen, die er an der Front fand und die ihm zunehmend Soldaten auch brachten. Die Kisten stehen für das Leid, das die Sprengsätze bringen, und die Ikonen für die Hoffnung. Via Smartphones ist der Krieg auch in Schorndorf für die Künstler gegenwärtig, wenn ihnen Angehörige und Freunde Videos und Bilder von Angriffen und Zerstörung zuspielen oder sie die Nachrichten über Tote und Verletzte empfangen.</p>
<p>„Man hat immer Schmerzen, wie chronisch Kranke,“ schilderte Atlantova im Gottesdienst ihre Gefühle. Und Klymenko ergänzt: „Wenn ich die Mutter Gottes mit Kind male, denke ich an die vielen Ukrainerinnen, die ihre Kinder nicht mehr beschützen können.“ Doch er wisse, auf die Kreuzigung folge die Auferstehung und das mache ihm Hoffnung. Als Pfarrerin Dorothee Eisrich fragt, welche Botschaft sie uns dalassen wollten, kommt die Antwort spontan und unerwartet: „Schickt uns weiter Abwehrraketen, damit wir uns verteidigen können.“ Die Ikonen werden zugunsten von Kriegsversehrten über das Pfarrbüro verkauft. Bislang wurde die Ausstellung mehr als 100 Mal in 15 Ländern in Europa, Kanada und den USA gezeigt.</p>
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		<title>Jährlicher Baumschnitt: Entbürokratisierung und steigende Staatsverschuldung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Feb 2024 19:14:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Enthüllungsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Migranten]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alle Jahre wieder werden bei uns in der Straße im Februar die rund zehn Pappeln geschnitten. Das ist für mich immer das Signal: Der Frühling kommt. Und anschließend sieht es sehr geordnet aus und die von ihren Ruten befreiten Äste wirken auf mich, als ob sich geballte Fäuste zum Himmel streckten. Sehr ästhetisch und aufgeräumt, [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2024/02/22/jaehrlicher-baumschnitt-entbuerokratisierung-und-steigende-staatsverschuldung/">Jährlicher Baumschnitt: Entbürokratisierung und steigende Staatsverschuldung</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7568" aria-describedby="caption-attachment-7568" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7568" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/02/22/jaehrlicher-baumschnitt-entbuerokratisierung-und-steigende-staatsverschuldung/004-baumschnitt-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/02/004-Baumschnitt-quer-rotated.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="004 Baumschnitt (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/02/004-Baumschnitt-quer-rotated.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/02/004-Baumschnitt-quer-rotated.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7568 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/02/004-Baumschnitt-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/02/004-Baumschnitt-quer-rotated.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/02/004-Baumschnitt-quer-rotated.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7568" class="wp-caption-text">Sehr aufwändig: Fünf Bauhofmitarbeiter und drei Fahrzeuge für vier Tage, um acht Pappeln zu schneiden. FOTOS: FROMM</figcaption></figure>
<p>Alle Jahre wieder werden bei uns in der Straße im Februar die rund zehn Pappeln geschnitten. Das ist für mich immer das Signal: Der Frühling kommt. Und anschließend sieht es sehr geordnet aus und die von ihren Ruten befreiten Äste wirken auf mich, als ob sich geballte Fäuste zum Himmel streckten. Sehr ästhetisch und aufgeräumt, dieser Anblick. Danke an das städtische Bauhof-Team, das uns Anwohnern jährlich diesen Dienst erweist.</p>
<p>So viel zum Lobaspekt. Weil wir aber ständig über Bürokratieabbau und Schuldenbremse reden – im Kontext lahmender Wirtschaft und überschuldeter öffentlicher Haushalte – möchte ich an diesem Beispiel ein paar Reformvorschläge machen. Jährlich ist ein fünfköpfiges Team mit zwei kommunalen Pritschenfahrzeugen und einem gemieteten Hubsteiger vier Tage vor Ort, um diese Leistung zu erbringen. Dabei sägt im Hubsteiger nur einer, was die vier anderen machen, erschließt sich mir selbst beim Zuschauen nicht.</p>
<p>Vermutlich sind dabei Vorschriften der Arbeitssicherung und der Berufsgenossenschaft (Bürokratie!) zu befolgen, wonach ein Einzelner nicht im Hubsteiger sein oder maximal nur eine Stunde sägen darf. Vermutlich sichern andere am Boden den Straßenverkehr und die Fußgänger. Dazu möchte ich erwähnen, dass im Vorfeld über die gesamte Länge der Pappelallee eine Sperrung über die gesamte Fahrspur ausgeschildert und beschrankt wird, die bei gesundem Menschenverstand für eine kleine Großbaustelle reichen würde.</p>
<p>Aber mit Sicherheit wird auch hierbei nur dem Gesetz (Bürokratie, Sorgfaltspflicht, Haftungsrecht) genüge getan. Denn genügend Anwälte, die das Gemeinwohl einen Kehricht schert und sich ziemlich clever vorkommen, haben sich seit Jahrzehnten darauf spezialisiert, Rechtslücken und Verfahrensfehler zu identifizieren, aus denen sie dann Klagen und Schadensersatzforderungen ableiten, denen im Rechtsstaat selbstverständlich gefolgt wird – spätestens in dritter Instanz.</p>
<p>Daraufhin ergeht ein Erlass an alle Behörden, künftig entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Dieser Rechtsstaat überlastet unsere Justiz, blockiert unser staatliches Handeln und mästet in jüngster Zeit die AfD, die sich beliebig Facetten vermeintlicher demokratischer Unfähigkeit oder Bestechlichkeit herauspickt oder irgendeinen Zusammenhang zu Migranten herstellt, die „Schuld“ seien. Ein Letztes: Als ich fast zehn Jahre Allein-Selbständiger war, durfte ich Tag und Nacht arbeiten.</p>
<p>Kaum hatte ich ein Büro angemietet und Leute eingestellt, kamen Brandschutz, Kammern, Berufsverbände und alle möglichen Auflagen bis hin zum Arbeitsrecht, das verhinderte, einen völlig inkompetenten Volontär, der mich zudem noch betrog, fristlos rauszuschmeißen. Stimmt nicht. Rauswerfen durfte ich ihn, aber ich musste ihm noch monatelang sein Gehalt (damals gut 2000 Euro brutto/Monat) zahlen, weil er in Ausbildung einem besonderen Kündigungsschutz unterliegt. Und: Am Ende erpresste er noch ein Topp-Zeugnis, weshalb mich derlei Testate seither nicht mehr interessieren.</p>
<p>Zurück zum Pappeln-Schneiden: Ich gönne diesen fünf Menschen ihren Job, frage mich aber, ob bei einem Quintett nicht auch Einsparpotential vorhanden ist, zumal die Arbeiter in Orange relativ oft in ihren Fahrzeugen saßen (mit denen sie noch den Fußweg durch den Alten Friedhof blockierten) oder rauchend an der Straße standen. Wir haben uns da früher noch besser „als fleißig getarnt“ bei unseren Studentenjobs in Fabriken.</p>
<p>Um es kurz zu machen: Ich würde den Absperraufwand um 75% reduzieren und wem ein Ast auf den Kopf oder das Auto fällt, der wäre selbst schuld, weil er die Markierungen mißachtet hat. Das wäre ein mündiger Staat, der seine Bürger für erwachsen nimmt. Und den Betriebshof würde ich personell über Fluktuation abschmelzen und solche saisonalen Arbeiten an Gartenbauer vergeben. Beim bundesweiten Fachkräftemangel würden diese Arbeitskräfte dringend anderenorts gebraucht.</p>
<p>Und bei externen Dienstleistern hätte vermutlich ein Duo in zwei Tagen den Auftrag erledigt. Diese Subunternehmer könnten wiederum Flüchtlinge beschäftigen, die jung, kräftig und gewandt sind und hier gerne Geld verdienen würden, das sie nach Hause schicken können. Für den Job braucht es zudem keine Sprachkenntnis. Die AfD wäre vermutlich binnen zwölf Monaten auf heutigem FDP-Niveau und die bundesdeutsche Verwaltung zunehmend wieder leistungsfähig, weil sie das Geld bspw. in ihre Digitalisierung investieren könnte – oder unsere Schulden mindern.</p>
<p>Ein Letztes: Ich möchte jeden meiner Leser bitten, jetzt noch eine Schweigeminute für Alexej Nawalny anzuhängen oder ein Vater-unser für ihn und das russische Volk zu beten. Er ist ein Vorbild und mir Verpflichtung zu Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit – bis in den Tod. Denn sterben werden wir ohnehin. Aber bitte mit Haltung!</p>
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		<title>Eigeninitiative in Kenia: „Frauen stärker für Veränderungen offen“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2023 17:14:23 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Fortschritte im Lebensmittelanbau sind in der Region Turkana im Nordwesten des (sub-)tropischen Kenias messbar. Die Region, in der laut Wikipedia rund 340.000 Turkana leben, die Nilotisch sprechen, verdankt ihren Namen einem sehr großen See. Wegen einer Trockenheit seit 2020 ist dessen Volumen aber mächtig gesunken und sämtliche Flüsse nahezu versandet. Diesen Dienstag, am 60. [&#8230;]</p>
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<figure id="attachment_7540" aria-describedby="caption-attachment-7540" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7540" data-permalink="https://der-medienberater.de/2023/12/14/eigeninitiative-in-kenia-frauen-staerker-fuer-veraenderungen-offen/018-trockenheit-in-kitale/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/12/018-Trockenheit-in-Kitale-scaled.jpg?fit=2560%2C1703&amp;ssl=1" data-orig-size="2560,1703" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1665301409&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="018 Trockenheit in Kitale" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/12/018-Trockenheit-in-Kitale-scaled.jpg?fit=300%2C200&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/12/018-Trockenheit-in-Kitale-scaled.jpg?fit=750%2C499&amp;ssl=1" class="wp-image-7540 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/12/018-Trockenheit-in-Kitale.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="200" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/12/018-Trockenheit-in-Kitale-scaled.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/12/018-Trockenheit-in-Kitale-scaled.jpg?resize=1024%2C681&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/12/018-Trockenheit-in-Kitale-scaled.jpg?resize=768%2C511&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/12/018-Trockenheit-in-Kitale-scaled.jpg?resize=1536%2C1022&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/12/018-Trockenheit-in-Kitale-scaled.jpg?resize=2048%2C1363&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/12/018-Trockenheit-in-Kitale-scaled.jpg?resize=272%2C182&amp;ssl=1 272w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/12/018-Trockenheit-in-Kitale-scaled.jpg?w=2250&amp;ssl=1 2250w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7540" class="wp-caption-text">Die Dürre seit 2020 hat die Menschen in Turkana um ihre Tiere und Ernten gebracht.</figcaption></figure>
<p>Die Fortschritte im Lebensmittelanbau sind <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kenia">in der Region Turkana im Nordwesten des (sub-)tropischen Kenias</a> messbar. Die Region, in der laut Wikipedia rund 340.000 Turkana leben, die Nilotisch sprechen, verdankt ihren Namen einem sehr großen See. Wegen einer Trockenheit seit 2020 ist dessen Volumen aber mächtig gesunken und sämtliche Flüsse nahezu versandet. Diesen Dienstag, am 60. Jahrestag der Unabhängigkeit Kenias von Großbritannien, stellte Helmut Hess im Martin-Luther-Haus in Schorndorf Interessierten diese Region und deren Eigeninitiative vor.</p>
<p>Der 81-Jährige ist <a href="https://www.stadtkirche-schorndorf.de/">Mitglied der evangelischen Kirchengemeinde</a>, die seit Jahren eine Partnerschaft mit einer anglikanischen Kirchengemeinde in Kitale, das in der Region Turkana liegt, pflegt. Bis zu seinem Ruhestand war der Referent Projektleiter bei <a href="https://www.brot-fuer-die-welt.de/spenden/allgemein/?pi=BWOYYSE-02.02&amp;p=F-BW0023&amp;s=90&amp;utm_campaign=bfdw-cash%20%7C%20search%20%7C%20brand%20%7C%20spenden%20%7C%202023&amp;utm_medium=cpc&amp;utm_source=google&amp;gad_source=1&amp;gclid=EAIaIQobChMIqND9krWPgwMVZkNBAh3wQAfuEAAYASAAEgJOUvD_BwE">„Brot für die Welt“</a>, dem Entwicklungswerk der Evangelischen Kirchen Deutschlands, das 2022 mit 320 Mio. Euro 1800 Projekte in 80 Ländern finanzierte. Davon stammten 65 Mio. Euro aus Spenden und Kollekten, zu denen die Berliner Organisation traditionell im Advent aufruft.</p>
<p>Kenia umfasst 1,6 Mal die Größe Deutschlands. Dort leben 50 Millionen Menschen, die 40 verschiedenen Volksgruppen mit je eigenen Dialekten angehören. Die Turkana gehören mit 2,6 Prozent Bevölkerungsanteil zu den kleineren Gruppen. 86 Prozent der Bevölkerung sind Christen, vor allem Anglikaner (16 Mio.) und Katholiken (10 Mio.). Während nur ein Fünftel der Flächen landwirtschaftlich nutzbar sind, arbeitet mehr als die Hälfte der Menschen im Agrarbereich. Laut Wikipedia beträgt die Arbeitslosigkeit aktuell zehn Prozent, die Inflation rund 25 Prozent.</p>
<p>Da Hess, Stadtpfarrerin Dorothee Eisrich und andere bereits dreimal in Kitale zu Gast waren, sahen sie in den vergangenen Jahren die verheerenden Auswirkungen von Dürre und Heuschreckenplagen. Der Referent: „Teils verfeindete Gruppen müssen sich nun an den wenigen Wasserstellen mit Trinkwasser bevorraten und ihre übriggebliebenen Ziegen und Kamele dort tränken.“ Kühe, Esel und andere Nutztiere seien längst verendet, weil nicht mehr genug Pflanzen wachsen. Die Menschen würden von „Brot für die Welt“ mit Nahrungshilfen versorgt, damit sie nicht in die Slums im Süden Kenias abwanderten.</p>
<p>Das fruchtbare Land im Süden Turkanas, in den Nandi Hills, besäßen weitgehend Plantagenbesitzer, die dort Tee und Kaffee für den Export anbauen. Den Einheimischen blieben nur Tagelöhnerjobs für 1,50 bis drei Euro am Tag, was zu wenig sei für ein auskömmliches Leben. „Brot für die Welt“ habe für bislang 400.000 Euro ein Projekt gefördert, mit dem die Anwohner nun die erodierten Hänge der Berge terrassieren, um hier auf mehreren Etagen Bäume zu pflanzen, Gemüse und Getreide anzubauen.</p>
<p>Hess: „Diese Arbeit ist sehr anstrengend, aber diese Anbauflächen macht den Dorfbewohnern niemand streitig.“ Rund 80.000 Menschen seien in das Projekt involviert, von dem man hofft, dass sich dessen Vorbildcharakter weitererzählt und in Nachbar-Distrikten kopiert wird. 200.000 Setzlinge für Bäume seien in den vergangenen drei Jahren gezogen und gepflanzt worden. Diese Arbeit sei langwierig, aber vor allem die Frauen zögen gut mit, um die Lebensgrundlagen für sich und ihre Kinder zu verbessern.</p>
<p>So sind diese Bäume – wie die Terrassen &#8211; wichtig, um das Regenwasser zu halten, das aktuell endlich wieder niedergehe. Deren Laub bilde später wichtigen Humus für die Böden und deren Früchte können verzehrt und gehandelt werden. Der Referent: „Erste Familien besitzen auch wieder eine Kuh, die Kälber bekommt und Milch gibt.“ Wo die Familien mitzögen, seien die Tische wieder reicher gedeckt, die Armut schwinde und die Erfolge würden gefeiert.</p>
<figure id="attachment_7541" aria-describedby="caption-attachment-7541" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7541" data-permalink="https://der-medienberater.de/2023/12/14/eigeninitiative-in-kenia-frauen-staerker-fuer-veraenderungen-offen/ernaehrungssicherung/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/12/018-Frauen-ziehen-mit-in-Kitale.jpg?fit=500%2C332&amp;ssl=1" data-orig-size="500,332" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;9&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;J\u00f6rg B\u00f6thling/Brot f\u00fcr die We&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;NIKON Z 6_2&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Projekt F\u00f6rderung von Kleinbauern bei Diversifizierung und Verbesserung im Anbau f\u00fcr mehr Nahrungssicherheit, Dorf Chepsangor, Mary Lagat und Salina Korir bei Maisernte.\rProjektpartner:  ADS-NR- Anglican Devel-\ropment Services - North Rift&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1665139899&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;J\u00f6rg B\u00f6thling/Brot f\u00fcr die Welt&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;47&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;800&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.002&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Ern\u00e4hrungssicherung&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="Ernährungssicherung" data-image-description="" data-image-caption="&lt;p&gt;Projekt Förderung von Kleinbauern bei Diversifizierung und Verbesserung im Anbau für mehr Nahrungssicherheit, Dorf Chepsangor, Mary Lagat und Salina Korir bei Maisernte.&lt;br /&gt;
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<p>Die Spendengelder flossen in erster Linie in die Bezahlung einheimischer Experten und deren Mobilität, die die Dorfgemeinschaften fachlich beraten und sozial und kommunikativ stärken. Hess gibt ein Beispiel: „Traditionell haben die Männer das Sagen, aber die Frauen sind viel stärker für Veränderungen offen.“ So verschöben sich die patriarchalischen Strukturen hin zu partnerschaftlichen, wo Männer und Frauen kooperieren. Der Referent: „Statt sich als Tagelöhner zu verdingen, arbeiten immer mehr Männer in den terrassierten Ackerflächen und beim Bäume pflanzen mit, weil das ertragreicher für sie ist.“</p>
<p>Auch gebe es „table banking“, bei dem Frauen umgerechnet ein bis maximal sechs Euro auf den Tisch legen. Dann werde besprochen, welche Frau oder welche Familie den zinslosen Kredit bekomme, um eine Zisterne zu bauen oder eine Kuh zu kaufen. So profitieren mittelfristig alle vom Fortschritt, weil auch Handel und Dienstleistungen wieder in Gang kommen. Ein großes Problem im Land sei die Korruption, die durch das solidarische Wirtschaften aber keinen Nährboden mehr finde. Kritisch ist auch das Engagement Chinas, das massiv in die Infrastruktur des Landes investiert, dafür aber hohe Abgaben verlangt und die Republik in seine Abhängigkeit zwängt.</p>
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		<title>Männervesper Weiler: Gratis-Soziologieunterricht in Globalisierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Apr 2023 06:09:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>
		<category><![CDATA[Gestalt-Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Männerarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als 60 Männer wollten diesen Freitag Christian Siegele im evangelischen Gemeindehaus von Weiler hören. Der gelernte Gärtner und studierte Sozialarbeiter, der Englisch, Arabisch und Suaheli spricht, hat bis 2013 sieben Jahre mit seiner Familie im Sudan gelebt. Der Vater dreier Töchter ist bei der christlich-freikirchlichen Organisation Coworkers beschäftigt, die Fachkräfte in Länder wie Syrien, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7460" aria-describedby="caption-attachment-7460" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7460" data-permalink="https://der-medienberater.de/2023/04/29/maennervesper-weiler-gratis-soziologieunterricht-in-globalisierung/009-siegele-und-burr-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/04/009-Siegele-und-Burr-quer-rotated-e1682748344491.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone SE (2nd generation)&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1682716087&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;3.99&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;80&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.02&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="009 Siegele und Burr (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/04/009-Siegele-und-Burr-quer-rotated-e1682748344491.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/04/009-Siegele-und-Burr-quer-rotated-e1682748344491.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7460 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/04/009-Siegele-und-Burr-quer-rotated-e1682748344491-300x225.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/04/009-Siegele-und-Burr-quer-rotated-e1682748344491.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/04/009-Siegele-und-Burr-quer-rotated-e1682748344491.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7460" class="wp-caption-text">Referent Christian Siegele (l.) erreicht die Herzen seiner Zuhörer. Harald Burr (r.) moderiert den Männerabend. FOTOS: FROMM</figcaption></figure>
<p><a href="http://www.weilermer-maennervesper.de">Mehr als 60 Männer wollten diesen Freitag Christian Siegele im evangelischen Gemeindehaus von Weiler hören.</a> Der gelernte Gärtner und studierte Sozialarbeiter, der Englisch, Arabisch und Suaheli spricht, hat bis 2013 sieben Jahre mit seiner Familie im Sudan gelebt. Der Vater dreier Töchter ist bei der christlich-freikirchlichen Organisation Coworkers beschäftigt, die Fachkräfte in Länder wie Syrien, Mosambik oder den Iran entsendet, die dort Projekt-bezogen drei bis sechs Jahre Einheimische zur Selbsthilfe befähigen.</p>
<p>Seit zehn Jahren lebt Siegele wieder in Weiler, bringt aber als Coach, Supervisor und Seelsorger der Hauptamtlichen in diesen Ländern rund die Hälfte des Jahres weiterhin dort vor Ort zu, um die Kollegen zu betreuen und zu unterstützen. Coworkers wird demnach staatlich gefördert und lebt stark von Spenden. Er selbst hatte seinerzeit als Sozialarbeiter zwei Straßenkinderheime im Sudan mit aufgebaut, also vor allem Erzieher befähigt, und nebenbei einheimische Grundschullehrer ausgebildet.</p>
<p>Zum Einstieg in seinen einstündigen Vortrag reflektierte der Referent den Begriff „Kultur“, der gleichsam die DNA sei, die man kennen und verstehen muss, will man in anderen Kulturen andocken. Das gelte gleichermaßen für Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, wie für Deutsche, die auf anderen Kontinenten arbeiten. So gebe es in jeder Kultur sichtbare Codes wie etwa Kleidung, Essen oder Rituale. Die machten aber nur gut zehn Prozent einer Kultur aus – der Rest liege darunter und müsse erlernt, erspürt und erfahren werden.</p>
<p>Dazu gehören demnach Religion, Erziehung, Kommunikation, Werte, Normen und Rollenbilder. Am Beispiel von Sprichwörtern aus vielen Kulturräumen machte Siegele diese Unterschiede hör- und spürbar. Grob gerastert gibt es demnach global zwei unterschiedliche Kulturräume: Die Schuld- und Sach-orientierte Welt, zu der Europa und Nordamerika gehören, und die Scham- und Beziehungs-orientierte Welt, zu der Asien und Afrika gehören.</p>
<figure id="attachment_7462" aria-describedby="caption-attachment-7462" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7462" data-permalink="https://der-medienberater.de/2023/04/29/maennervesper-weiler-gratis-soziologieunterricht-in-globalisierung/009-blick-in-den-saal/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/04/009-Blick-in-den-Saal-rotated-e1682748496552.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone SE (2nd generation)&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1682716107&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;3.99&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;250&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.02&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="009 Blick in den Saal" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/04/009-Blick-in-den-Saal-rotated-e1682748496552.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/04/009-Blick-in-den-Saal-rotated-e1682748496552.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7462 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/04/009-Blick-in-den-Saal-rotated-e1682748496552-300x225.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/04/009-Blick-in-den-Saal-rotated-e1682748496552.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2023/04/009-Blick-in-den-Saal-rotated-e1682748496552.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7462" class="wp-caption-text">Volles Haus im Gemeindehaus: Nach vier Jahren Pandemie gelingt in Weiler der Return.</figcaption></figure>
<p>Während also in unserem Kulturraum linear von Ziel und Ergebnis her gedacht wird, hat man anderenorts ein zirkulär-kollektivistisches Verständnis, das nicht den Einzelnen priorisiert, sondern die Gruppe. Das mache den Scham-orientierten Kulturraum so komplex und für rationale Gesellschaften schwer nachvollziehbar. Siegele: „Bei Scham geht es um die Ehre, bei Schuld nur um Rechtfertigung und Sühne.“ Deshalb sei in solchen Kulturräumen nicht entscheidend, ob jemand etwas getan hat (Fakten), sondern ob ihm das unterstellt wird (Ehre). Und mit der Entehrung kann er das Ansehen seiner ganzen Familie, Sippe oder des Dorfes beschädigen, weshalb er dann etwa die Gemeinschaft verlässt.</p>
<p>Im zweiten Teil ging der Referent auf konkrete Projekte ein. Weil bspw. die Chinesen in Mosambik die gesamten Regenwälder gerodet hätten, um das Teakholz zu exportieren, veröde das Land und auf den trockenen Böden gedeihe nichts. Deshalb ziehen die Menschen auf engsten Raum in Favelas in die Städte, wo sie noch schneller verelenden. Coworkers binde ganze Dorfgemeinschaften in seine Arbeit ein, um auch kulturell bedingt den Erfolg abzusichern. So starte man Modellprojekte stets parallel zum Bestehenden, z.B. neue Anbaumethoden. Dabei werde jedes Detail mit den Ältesten besprochen und in den Familien diskutiert, damit letztlich die Ehre aller gewahrt bleibt.</p>
<p>Siegele: „Die Parallelität braucht es, um teils jahrtausendealte Gewohnheiten sanft zu verändern.“ Seine Beispiele sind: Aussaat mit Planen abzudecken, um die Feuchte im Boden zu halten, weil „der nächste Regen, der jahrtausendelang kam“, eben nicht mehr kommt. Oder Überreste zu kompostieren statt zu verbrennen, um neue Nährstoffe für die Böden zu gewinnen, weil die üppige Vegetation von einst eben nicht mehr vorhanden ist. Anhand der guten Ernten und Erträge sähen dann die Einheimischen die Vorteile der Veränderung und übernähmen sie, ohne dass sie sich belehrt, bevormundet und übergangen fühlten.</p>
<p>Dasselbe gelte für Aufforstungsprojekte und Lagerhaltung. Dabei lernten die Einheimischen, „an übermorgen zu denken und Verantwortung für morgen zu übernehmen.“ Zugleich nähmen sie wahr, dass sie wirksam sind und etwas gestalten können. So hätten Menschen in abgelegenen Dörfern aus Materialien, die sie vor Ort haben, etwa Schulen gebaut, damit ihre Kinder etwas lernen und durch Bildung ihre Lebensgrundlagen verbessern.</p>
<p>An Beispielen aus Syrien oder dem Nordirak machte Siegele deutlich, warum so viele junge Männer die Flucht nach Europa antreten. Teils gehe der Militärdienst bis zu zehn Jahren und weil überall Krieg herrscht, sei dieser lebensgefährlich. Hinzu komme, dass die Regierungen Diktaturen und Unterdrückungssysteme sind, denen die Bürger nicht dienen wollen.</p>
<p>Angeleiteter Mannschaftssport sei in diesen Krisenländern deshalb so wichtig, um durch Gewalt traumatisierte Menschen wieder zu heilen. Denn im Krieg seien die Gegner Feinde, die man töten muss. Wer dies lange genug erlebt und verinnerlicht hat, sei auch in allen anderen Konflikten im Leben extrem aggressiv und zum Äußersten bereit. In Flüchtlingscamps im Nordirak etwa, wo Syrer, Afghanen, Jesiden, Kurden und Türken teils in Zeltstädten dicht gedrängt hausen, beschäftigt Coworkers seit vier Jahren einen Sportpädagogen.</p>
<p>Dessen Aufgabe: Seine Teilnehmer die Erfahrung machen lassen, dass das Team einen Gegner braucht, um spielen zu können. Dazu braucht es verbindliche Regeln für alle, Shake-hands, (Taktik-)Besprechungen und Feedback nach dem Spiel. Viele Fragen nach dem Vortrag belegten, dass der Referent die Herzen seiner Zuhörer erreicht hatte. Für mich kann ich sagen: Der Abend hat mir Hoffnung gemacht und neue Liebe für diese Welt geschenkt. <a href="http://www.weilermer-maennervesper.de">Danke, Christian. Danke, Veranstalter.</a></p>
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