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	<title>Männerarbeit - Der Medienberater</title>
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		<title>Pfarrer aus Dresden: Warum AfD im Osten so erfolgreich ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 08:55:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Erfahrung, dass die soziale Marktwirtschaft nicht jedem dieselben Startchancen ermöglicht, ist in den neuen Bundesländern eine von vielen Ursachen, dass sich dort die Bürger vermehrt der AfD zuwenden. Diese These vertritt Marcus Baumgärtner. Der evangelische Pfarrer von Winterbach, aufgewachsen in Dresden und studiert in Leipzig, sprach jüngst (05.02.) auf Einladung der Katholischen Erwachsenenbildung im [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7767" aria-describedby="caption-attachment-7767" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" data-attachment-id="7767" data-permalink="https://der-medienberater.de/2026/02/11/pfarrer-aus-dresden-warum-afd-im-osten-so-erfolgreich-ist/005-marcus-baumgaertner-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?fit=2560%2C1920&amp;ssl=1" data-orig-size="2560,1920" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="005 Marcus Baumgärtner (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?fit=750%2C563&amp;ssl=1" class="wp-image-7767 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?w=2250&amp;ssl=1 2250w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7767" class="wp-caption-text">Überwältigende Resonanz: Kein Platz blieb bei diesem differenzierten Vortrag frei. FOTO: FROMM</figcaption></figure>
<p>Die Erfahrung, dass die soziale Marktwirtschaft nicht jedem dieselben Startchancen ermöglicht, ist in den neuen Bundesländern eine von vielen Ursachen, dass sich dort die Bürger vermehrt der AfD zuwenden. Diese These vertritt Marcus Baumgärtner. Der evangelische Pfarrer von Winterbach, aufgewachsen in Dresden und studiert in Leipzig, sprach jüngst (05.02.) auf Einladung der Katholischen Erwachsenenbildung im katholischen Gemeindehaus in Weiler. Der Saal war bis auf den letzten Quadratmeter bestuhlt und doch standen an der Seite etliche der gut 90 Zuhörer.</p>
<p>Vor fünf Jahren wechselte der zweifache Vater aus Sachsen auf eine 50%-Stelle in Winterbach. Zuvor arbeitete er in einer „Brennpunktgemeinde“ in Bautzen. Seine These: Wo Menschen im Osten in ihrem christlichen Glauben verwurzelt sind, waren sie weder für den DDR-Sozialismus anfällig noch jetzt für die AfD-Positionen. Der Grund: Diese Menschen wissen, dass sie Gottes geliebte Kinder sind. Das wirkt wie ein Privileg und ankert die Menschen.</p>
<p>Dagegen hätten die SED-Parteikader ab deren erstem Lebensjahr die Menschen indoktriniert, dass die Partei wisse, was gut für sie ist und der Sozialismus sie in allen Lebenslagen beschützt. Nach der Wende hätten sich die Ostbürger bürgerlichen Parteien zugewandt, vor allem der CDU, weil sie das Versprechen geglaubt hätten, dass Leistung belohnt wird. Die Privatisierung der Wirtschaft und der globale Wettbewerb, so Baumgärtner, habe aber für viele Arbeitslosigkeit, Unsicherheit und sozialen Abstieg bedeutet.</p>
<p>Hinzu kam, dass Westdeutsche immer den Vorteil hatten, sich in der Marktwirtschaft bereits besser auszukennen, ihr Netzwerk und ihre Kontakte zu haben – und vor allem das Kapital oder zumindest die Kreditwürdigkeit, schneller, günstiger und überhaupt an Geld zu kommen. „In dieser Situation haben Demagogen wie Björn Höcke und andere den Leuten gesagt: Du musst gar nichts leisten. Allein durch Deine Zugehörigkeit zum deutschen Volk bist Du privilegiert,“ so der Referent. Das sei Balsam auf die Wunden des „gekränkten Stolzes“ gewesen, der schon zu DDR-Zeiten durch mangelnde Wettbewerbsfähigkeit lädiert gewesen sei.</p>
<p>Das Gefährliche und Perfide: Diese Linie, um Stimmen für die AfD zu gewinnen, wertet automatisch Nicht-Deutsche ab. Zwar hatte es in der DDR – abgesehen von Sowjetsoldaten &#8211; kaum 100.000 Menschen aus Vietnam, Mozambique, Kuba, Angola oder China gegeben, die zudem separiert gelebt hatten und nur zur Ausbildung im Land waren. Doch spätestens mit Öffnung der Grenzen 2015, um den Flüchtlingsstrom über den Balkan nach Deutschland zu lassen, hatte die AfD ihr Thema gefunden.</p>
<p>Insgesamt führte der Theologe zehn Punkte aus, die den Aufschwung der AfD in den neuen Bundesländern begünstigen. Besonders interessanterweise in Thüringen und Sachsen, wo der wirtschaftliche Aufschwung am ehesten angekommen ist. Baumgärtner gab aber zu bedenken, dass rechtsradikale und -extreme Parteien in Frankreich, Italien, den Niederlanden oder zuletzt in den USA schön länger reüssierten und Deutschland zeitverzögert folge. Und: Aktuell lege die AfD in den alten Bundesländern deutlicher zu als in den neuen. Er wertet dies als Indiz, dass deren Potential allmählich ausgeschöpft sei.</p>
<p>Immer wieder ließ der eloquente Referent in seinem gut einstündigen Vortrag Zwischenfragen und Statements zu. Diese belegten, wie sehr das Thema das überwiegend ältere Publikum bewegt. So stellen die Ostdeutschen zwar 19 Prozent der Bevölkerung, aber in Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft stellen sie in keinem Bereich mehr als zwei oder vier Prozent der Führungskräfte. Und bis zu 80 Prozent der Mieten in Dresden oder Halle werden in die alten Bundesländer überwiesen.</p>
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		<title>Seminar in Kloster Schöntal: Männlichkeit und Spiritualität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2026 08:16:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dem Erfolg der Premiere im Februar 2025, als mein Seminar &#8222;Gott suchen und finden&#8220; in Kloster Schöntal mit 15 Teilnehmern ausgebucht war, findet die Neuauflage vom 20. bis 22.02. in Kloster Schöntal statt. Wenige Plätze sind aktuell noch frei, was Lesern nun die Chance zur Teilnahme bietet. Tatsächlich geht es im Seminar um persönliche [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Erfolg der Premiere im Februar 2025, als mein Seminar &#8222;Gott suchen und finden&#8220; in Kloster Schöntal mit 15 Teilnehmern ausgebucht war, <a href="https://www.keb-hohenlohe.de/programm/kw/bereich/kursdetails/kurs/26-03-036/kursname/Maennerspiritualitaet-Gott%20finden/">findet die Neuauflage vom 20. bis 22.02. in Kloster Schöntal statt.</a> Wenige Plätze sind aktuell noch frei, was Lesern nun die Chance zur Teilnahme bietet. Tatsächlich geht es im Seminar um persönliche Erfahrungen mit Religion und etwaiger christlicher Erziehung und Prägung. Erfahrungsgemäß kommen aber auch viele theologische und spirituelle Fragen, z.B. zur Trinität (Vater, Sohn und hl. Geist in einer Person), zur Theodizee (wo war Gott in Auschwitz?), zur Entstehung der Bibel (die Bibel sollte man nicht wörtlich nehmen!), zur Auferstehung u.v.m.</p>
<p>Da ich selbst Diplom-Theologe und Gestalttherapeut bin, kann ich an der Schnittstelle von Seelsorge und Therapie wichtige Impulse geben und erfahrungsgemäß viele Mißverständnisse auflösen, z.B. über einen &#8222;strafenden Gott&#8220;, die &#8222;Kraft des Gebetes&#8220;, Wunderheilungen u.v.m. Dabei werde ich Verbindungen aufzeigen zu schamanischen Naturreligionen oder der griechischen Antike, die sich bereits mit den Tugenden befasst hat, die ein Mann (Frauen spielten damals noch eine untergeordnete Rolle) aufweisen muss, um sich der Demokratie (der Herrschaft des Volkes) würdig zu erweisen. Deshalb haben Theologie und Religion viel mit Philosophie zu tun, nämlich damit, die richtigen Fragen zu stellen, z.B. &#8222;wofür&#8220; statt &#8222;warum&#8220;.</p>
<p>In meinen Seminaren, <a href="https://erzabtei-beuron.de/veranstaltung/maennlichkeit-und-spiritualitaet/">ein zweites halte ich vom 20. bis 24. April in Kloster Beuron bei den Benediktinern</a>, geht es aber nicht nur um intellektuelles Verstehen (wollen), sondern auch um spirituelle Selbsterfahrung. Deshalb werden wir auch Schweigen im Stuhlkreis, meditative Taizé-Lieder singen (möglichst mehrstimmig) und den sakralen Raum der Barockkirchen erkunden, dessen Symbolik und Prunk sich modernen Menschen meist nicht mehr erschließt. So steht der Weihwasserkessel am Eingang jeder katholischen Kirche für das Reinigen der Juden in der Wüste von Staub und Sand, aber auch für das &#8222;Abwaschen unserer Sündhaftigkeit&#8220; bevor wir in einer (katholischen) Kirche vor Gott treten. Und warum Martin Luther, der Begründer des Protestantismus, all diese Rituale abgeschafft hat, beantworte ich bei Interesse gerne auch. Also: Herzliche Einladung.</p>
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		<title>Komplexität: Männerarbeit braucht Beharrlichkeit und viel Geduld</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jun 2025 13:20:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mittlerweile leite ich als Gestalttherapeut monatlich drei Männergruppen, zwei Vätergruppen und einen Stuhlkreis samstags, der gleichermaßen Männern und Frauen offensteht. Hinzu kommen jährlich sechs Wochenendseminare, die ich in Bildungshäusern gebe, sowie sieben teils mehrtägige Männerevents bundesweit pro Jahr, bei denen ich Workshops halte und für die ich Männer interessiere und rekrutiere. Die Folge: Ich bin [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7715" aria-describedby="caption-attachment-7715" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" data-attachment-id="7715" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/06/06/komplexitaet-maennerarbeit-braucht-beharrlichkeit-und-viel-geduld/024-maennergruppe/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/024-Maennergruppe.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="024 Männergruppe" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/024-Maennergruppe.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/024-Maennergruppe.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7715 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/024-Maennergruppe.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/024-Maennergruppe.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/024-Maennergruppe.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7715" class="wp-caption-text">Unsere Schorndorfer Männergruppe diesen Montag: Monatlich die Gemeinschaft erleben und an der eigenen Persönlichkeit feilen.</figcaption></figure>
<p>Mittlerweile <a href="http://www.der-lebensberater.net">leite ich als Gestalttherapeut monatlich</a> drei Männergruppen, zwei Vätergruppen und einen Stuhlkreis samstags, der gleichermaßen Männern und Frauen offensteht. Hinzu kommen jährlich sechs Wochenendseminare, die ich in Bildungshäusern gebe, sowie sieben teils mehrtägige Männerevents bundesweit pro Jahr, bei denen ich Workshops halte und für die ich Männer interessiere und rekrutiere.</p>
<p>Die Folge: Ich bin fast täglich am Einladen, Ausschreiben, Erklären, Überzeugen, Gewinnen, Vernetzen, Nachfassen und Fragen beantworten zu den Veranstaltungen – ehrenamtlich und während meiner täglichen bezahlten Arbeit als Journalist, PR-Berater, Teamentwickler und Therapeut, der im Einzel mit Klienten an deren Themen arbeitet. Daraus resultiert ganzjährig eine 60-Stunden-Woche mit extrem vielen Mails, Telefonaten und Zoom-Meetings.</p>
<p>Denn oft sind Männer unentschlossen, zögerlich, ängstlich und Scham-behaftet, was den Aufwand und die Einfühlsamkeit nochmals deutlich erhöht. Ein Beispiel: Für die Schorndorfer Männergruppe bekommen 150 Empfänger fünf Tage zuvor die Einladung per Mail, damit dann tatsächlich zehn oder elf im Stuhlkreis Platz nehmen. Das ist eine Quote unter zehn Prozent. Rechne ich die Männer dazu, die ich persönlich anspreche, die über Flyer, Homepages oder Pressemeldungen davon erfahren, liegt die Quote sogar weit unter einem Prozent.</p>
<p>Soviel Schweigen oder Desinteresse kosten mich emotional sehr viel Kraft. Noch zehrender sind diejenigen, die auch nicht kommen, das aber vermeintlich rechtfertigen mit Sätzen wie „ich habe es nicht geschafft“ oder „ich habe es vergessen.“ Das sagt viel mehr über deren Unvermögen, ihr eigenes Leben zu gestalten – und ihre Vermeidung. Denn ehrlicher (und wertschätzender!) wäre, zu sagen: „Weißt Du, mir fehlt der Mut, mich mit mir und meinen Ängsten und Unzulänglichkeiten auseinanderzusetzen!“</p>
<p>Denn Jammern ist viel einfacher und gesellschaftlich weiter verbreitet als zu handeln und zu verändern. Deshalb sind wir in meiner Wahrnehmung ein Volk erschöpfter Jammerlappen einerseits und militanter Anti-Demokraten andererseits geworden. Schön und vorbildlich ist beides nicht, weshalb mir heute schon bange ist um die nachfolgende Generation. Süchte, Ängste, psychische Erkrankungen und Rechtsradikalismus legen davon eindrucksvoll und erschreckend Zeugnis ab.</p>
<p>Mein Lichtblick sind die Menschen, die meinem Ruf folgen und in meinen Stuhlkreisen ihre Schatten anschauen: Ihre massiven Selbstzweifel; ihre fehlende Selbstliebe; ihren (Selbst-)Hass; ihre toxischen Beziehungen; ihre Süchte und Zwänge etc. Die sich hinterfragen lassen, dass hinter ihrer vermeintlichen Freundlichkeit in Wahrheit die Unfähigkeit zum Konflikt, also Feigheit, und ihre Harmoniesucht liegen, um nur mal zwei Beispiele zu nennen.</p>
<p>Umso schöner sind die Rückmeldungen von Menschen, die beginnen, sich zu verändern. Die bspw. in ihre Männlichkeit gehen, Verantwortung für ihr Handeln übernehmen – und die Konsequenzen tragen. Da sind Paare, die wieder miteinander in Beziehung kommen; Väter und Söhne, die sich endlich etwas zu sagen haben; Menschen, die ihre Gefallsucht beenden oder ihre Alkoholsucht u.v.m. So wird das Leben schöner und die Welt wieder zu einem liebenswerten Ort. Denn das wahre Abenteuer liegt nicht im Außen, sondern im Inneren. Als &#8222;Reiseweltmeister&#8220; sind wir Deutschen ständig auf der Flucht statt CO2-neutral und in geschützten Räumen nach innen zu schauen. Für all die Heilung, Verbundenheit und Gemeinschaft, <a href="http://www.der-lebensberater.net">die dort erlebbar ist, mache ich weiter</a> – beharrlich und geduldig. Kommst Du mit?</p>
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		<title>3. Chemnitzer Männerfestival:  „Mich zeigen, wie ich wirklich bin!“</title>
		<link>https://der-medienberater.de/2025/05/21/3-chemnitzer-maennerfestival-mich-zeigen-wie-ich-wirklich-bin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 May 2025 08:20:19 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Gestalt-Coaching]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rund 60 Männer bis aus Dresden und dem Vogtland, vereinzelt auch aus Flensburg, Göttingen oder Stuttgart, haben zwei Tage am 3. Chemnitzer Männerfestival teilgenommen, das auch künftig jährlich am Muttertags-Wochenende stattfindet. Veranstalter auf dem Gelände der Holzkirche in der Ahornstraße 47 ist der „Männerarbeit Chemnitz e.V.“ um dessen Gründer Thomas Mäder und Dirk Kreuzer, ein [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2025/05/21/3-chemnitzer-maennerfestival-mich-zeigen-wie-ich-wirklich-bin/">3. Chemnitzer Männerfestival:  „Mich zeigen, wie ich wirklich bin!“</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7706" aria-describedby="caption-attachment-7706" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" data-attachment-id="7706" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/05/21/3-chemnitzer-maennerfestival-mich-zeigen-wie-ich-wirklich-bin/002-kakao-zeremonie/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/002-Kakao-Zeremonie.jpg?fit=1280%2C960&amp;ssl=1" data-orig-size="1280,960" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="002 Kakao-Zeremonie" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/002-Kakao-Zeremonie.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/002-Kakao-Zeremonie.jpg?fit=750%2C563&amp;ssl=1" class="wp-image-7706 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/002-Kakao-Zeremonie.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/002-Kakao-Zeremonie.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/002-Kakao-Zeremonie.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/002-Kakao-Zeremonie.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/002-Kakao-Zeremonie.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7706" class="wp-caption-text">Beeindruckendes Ritual: Kakau-Zeremonie am Abend in der Holzkirche.</figcaption></figure>
<p>Rund 60 Männer bis aus Dresden und dem Vogtland, vereinzelt auch aus Flensburg, Göttingen oder Stuttgart, haben zwei Tage am <a href="https://maennerfestival.in-chemnitz.de/">3. Chemnitzer Männerfestival</a> teilgenommen, das auch künftig jährlich am Muttertags-Wochenende stattfindet. Veranstalter auf dem Gelände der Holzkirche in der Ahornstraße 47 ist der „Männerarbeit Chemnitz e.V.“ um dessen Gründer Thomas Mäder und Dirk Kreuzer, ein promovierter Ingenieur und ein Ex-Gastronom, der mittlerweile mit Coaching-Angeboten und Männer-Runden in der Stadt selbstständig ist.</p>
<p>Deren Teilnehmer bildeten auch am Wochenende die Basis für das Event, das am Freitag mit dem Konzert eines Liedermachers begann. Insgesamt fanden vom Haka-Tanz der Maori über Eisbaden, Bogenschießen, einen Kuschelkurs und Stuhlkreise zu persönlichen Themen insgesamt gut 20 Workshops statt, die teils parallel im Freien und in der Holzkirche liefen. Der Mix unterschiedlicher Akzente wie körperlicher Aktivität, Spiritualität oder Gestalttherapie bot jedem die Möglichkeit, die für ihn passenden Angebote wahrzunehmen und neue Erfahrungen zu machen bzw. Blockaden zu lösen und alte Verletzungen im Idealfall sogar zu heilen.</p>
<p>Wer in den Pausen über den Platz schlenderte, während der Mahlzeiten mit anderen ins Gespräch kam, am Plenum teilnahm oder Workshops besuchte, konnte die wertschätzende Atmosphäre, die Verbundenheit untereinander und das Gemeinschaftsgefühl wahrnehmen, das hier vom 20- bis zum 75-Jährigen jeden der Männer ergriff. Dabei passte der soziale Mix vom Azubi oder Studenten über den Facharbeiter, Selbstständigen oder Manager bis hin zum Arbeitslosen oder Rentner.</p>
<p>„Was uns verbindet, ist unsere gemeinsame Suche nach männlicher Identität,“ bringt es Kreuzer auf den Punkt. Entsprechend diente das Festival dazu, sich selbst und andere besser kennenzulernen, die eigene Persönlichkeit zu entwickeln und einen gesunden Zugang zu den eigenen Gefühlen zu bekommen. Das Ergebnis war spür-, hör- und sichtbar: Da wurde viel gelacht, getanzt, umarmt – und betrauert und geweint. Ein Teilnehmer: „Wo sonst im Alltag darfst Du Dich zeigen, wie Du wirklich bist? Und wen interessiert dort, wie es Dir wirklich geht?“<br />
<a href="https://maennerfestival.in-chemnitz.de/">2026 findet das Chemnitzer Männerfestival am 9./10. Mai statt.</a></p>
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		<title>Neujahrsempfang der Ahmadiyya-Gemeinde in Waiblinger Moschee</title>
		<link>https://der-medienberater.de/2025/01/22/neujahrsempfang-der-ahmadiyya-gemeinde-in-waiblinger-moschee/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2025 14:05:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Männerarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Migranten]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Waiblinger Ahmadiyya-Gemeinde zählt aktuell rund 400 Mitglieder im Rems-Murr-Kreis und ist vor allem vor allem für ihre Putzaktionen an Neujahr in Waiblingen, Backnang, Schorndorf und Winnenden bekannt. Seaad Gessler (Foto), Vize-Bundesvorsitzender aus Frankfurt, der aus Fellbach stammt, 1993 der Glaubensgemeinschaft beigetreten war und die Moschee in Waiblingen damals direkt am Bahnhof neben Parkhaus und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7683" aria-describedby="caption-attachment-7683" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7683" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/01/22/neujahrsempfang-der-ahmadiyya-gemeinde-in-waiblinger-moschee/012-ahmadiyya-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/01/012-Ahmadiyya-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="012 Ahmadiyya (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/01/012-Ahmadiyya-quer.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/01/012-Ahmadiyya-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7683 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/01/012-Ahmadiyya-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/01/012-Ahmadiyya-quer.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/01/012-Ahmadiyya-quer.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7683" class="wp-caption-text">Herzlich und informativ: Der Empfang der Waiblinger Ahmadiyya-Gemeinde. FOTOS: FROMM</figcaption></figure>
<p>Die <a href="https://ahmadiyya.de/">Waiblinger Ahmadiyya-Gemeinde</a> zählt aktuell rund 400 Mitglieder im Rems-Murr-Kreis und ist vor allem vor allem für ihre Putzaktionen an Neujahr in Waiblingen, Backnang, Schorndorf und Winnenden bekannt. Seaad Gessler (Foto), Vize-Bundesvorsitzender aus Frankfurt, der aus Fellbach stammt, 1993 der Glaubensgemeinschaft beigetreten war und die Moschee in Waiblingen damals direkt am Bahnhof neben Parkhaus und Stihl-Werk geplant hat, wohnte dem Empfang am Dienstag um 18 Uhr bei.</p>
<p>Demnach hat Ahmadiyya in Deutschland aktuell 80 Moscheen, 250 Gemeinden und 60.000 Gläubige. Die Wurzeln der muslimischen Glaubensgemeinschaft liegen in den 1880er-Jahren in Indien und sie gilt als sehr liberal. 1924 gründete die Gemeinschaft ihre erste Moschee in Deutschland in Berlin. Wie in Waiblingen organisieren die Mitglieder den interreligiösen Dialog, besuchen die Synagoge in Stuttgart, organisieren jährlich eine DRK-Blutspendeaktion in der Moschee und besuchen mit ihren Kindern Seniorenheime.</p>
<p>Ahmadiyya hat <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mirza_Ghulam_Ahmad">Mirza Ghulam Ahmad</a> in den 1880er Jahren in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Britisch-Indien">Britisch-Indien</a> gegründet. Ab 1889 leisteten ihm Anhänger den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bai%CA%BFa">Treueid</a> und ließen sich 1901 unter dem Namen <em>Ahmadiyya Musalmans</em> in die offiziellen Zensuslisten der britisch-indischen Verwaltung eintragen. Die sich als Reformbewegung des Islams verstehende Religionsgemeinschaft hält an den islamischen Rechtsquellen – <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Koran">Koran</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sunna">Sunna</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Hadith">Hadith</a> – fest, wobei zusätzlich die Schriften und Offenbarungen von Mirza Ghulam Ahmad eine erhebliche Bedeutung haben.</p>
<p>Die Gemeinde sieht sich dem Islam zugehörig. Vonseiten der meisten anderen Muslime wird die Ahmadiyya-Lehre dagegen laut Wikipedia als <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4resie">Häresie</a> betrachtet und abgelehnt. In islamischen Ländern werden die religiösen Gemeinden und deren Aktivitäten entsprechend bekämpft, was zu Beschränkungen und Verfolgung in diesen Ländern führte, vor allem in Pakistan. Entsprechend viele Waiblinger Mitglieder haben ethnische Wurzeln in diesen Ländern.</p>
<p>Die Bundestagskandidaten von CDU, SPD, FDP und Grünen sowie Bürgermeister einiger Kreisgemeinden waren Ehrengäste beim Empfang und würdigten in ihren Grußworten den Integrations- und Dialogwillen der Ahmadiyya-Gläubigen. Auf ein gemeinsames Beten in Stille folgte ein gemeinsames Abendessen mit vielen Gesprächen. Ich nahm teil, um die muslimischen Männer <a href="http://www.der-lebensberater.net">für meine Stuhlkreise zu interessieren</a>, die ich für Männer und gemischte Gruppen in Schorndorf anbiete, und um als praktizierender Katholik und Diplom-Theologe den interreligiösen Dialog zu finden.</p>
<p>Beeindruckt war ich von der Herzlichkeit und Freundlichkeit unserer Gastgeber, die uns auch noch durch eine Ausstellung im Gebäude führten, in der die Geschichte des Islam und ihrer Glaubensgemeinschaft auf Schautafeln dokumentiert ist. Dabei vielen mir die vielen Parallelitäten zum christlichen Glaubensleben auf, etwa die Selbsterforschung, das Fasten oder die fünf täglichen Gebetszeiten, die auch Benediktiner und andere kontemplative Ordensgemeinschaften im Katholizismus praktizieren.</p>
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		<title>Männer-Seminar &#8222;Scheitern&#8220;: Ikone auf Munitionskiste vereint Gegensätze</title>
		<link>https://der-medienberater.de/2024/07/15/maenner-seminar-scheitern-ikone-auf-munitionskiste-vereint-gegensaetze/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jul 2024 13:48:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gestalt-Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Männerarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Positionierung]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Mittelpunkt eines Männer-Workshops zum Thema „Totales Scheitern“, den ich seit 2020 jährlich anbiete und der nun dieses Wochenende wieder stattgefunden hat, stand dieses Mal eine Ikone, die ein ukrainischer Künstler während des russischen Angriffskriegs auf seine Heimat 2023 auf den Deckel einer Munitionskiste geschrieben hatte. Da ich nicht nur Gestalttherapeut und Männer-Coach bin, sondern [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2024/07/15/maenner-seminar-scheitern-ikone-auf-munitionskiste-vereint-gegensaetze/">Männer-Seminar „Scheitern“: Ikone auf Munitionskiste vereint Gegensätze</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7625" aria-describedby="caption-attachment-7625" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7625" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/07/15/maenner-seminar-scheitern-ikone-auf-munitionskiste-vereint-gegensaetze/014-scheitern-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/07/014-Scheitern-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="014 Scheitern (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/07/014-Scheitern-quer.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/07/014-Scheitern-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7625 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/07/014-Scheitern-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/07/014-Scheitern-quer.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/07/014-Scheitern-quer.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7625" class="wp-caption-text">Haben sich ihrem vermeintlichen Scheitern gestellt: Teilnehmer vom Wochenende mit der Ikone. FOTOS: FROMM</figcaption></figure>
<p>Im Mittelpunkt eines <a href="http://www.der-lebensberater.net/termine">Männer-Workshops zum Thema „Totales Scheitern“, den ich seit 2020 jährlich anbiete</a> und der nun dieses Wochenende wieder stattgefunden hat, stand dieses Mal eine Ikone, die ein ukrainischer Künstler während des russischen Angriffskriegs auf seine Heimat 2023 auf den Deckel einer Munitionskiste geschrieben hatte. Da ich nicht nur Gestalttherapeut und Männer-Coach bin, sondern auch katholischer Theologe, und das Seminar in einem kirchlichen Bildungshaus stattfand, teilte ich schon freitags zum Auftakt mit den zwölf Teilnehmern, dass für mich nichts besser den vermeintlichen Widerspruch zwischen Zerstörung und Erlösung widerspiegelt als diese sakrale Kunst.</p>
<p>In einer Andacht zum Abschluss der beiden intensiven Tage, in denen die Männer Zugang zu ihrem Schmerz und viel Raum für ihre Trauer, aber auch neue Hoffnung bekamen, lag die Ikone in der Mitte des Stuhlkreises <a href="_wp_link_placeholder" data-wplink-edit="true">im Bildungshaus Kloster Schöntal in Württemberg.</a> Die Männer konnten frei ihre Assoziationen dazu teilen, dass etwa auch aus dem römischen Christenhasser Saulus der Theologe Paulus wurde. Oder dass die Männer ihre destruktive Wut oder Trauer in produktive Ressourcen transformieren können, mit denen sie ihr Leben künftig achtsam und liebevoll gestalten.</p>
<p>Was die Männer in diesen 44 Stunden lernten: Dass ihr vermeintliches Scheitern in Wahrheit eine Erfahrung war und ist, die sie reifer und sensibler macht für das Leben. Und, dass sie dabei in „guter Gesellschaft“ sind, wie der Austausch in der Gruppe zeigte, aber auch meine Impulse, ist doch selbst die Bibel voller vermeintlich Gescheiterter – bis hin zum Kreuzestod Jesu. Geradezu heilsam für die Männer an diesen Formaten ist, dass dies &#8222;sichere Räume&#8220; sind, in denen sie sich in ihrer Verletztheit zeigen können und in denen sie eine Gemeinschaft und Verbundenheit mit anderen leben und spüren, die vor allem Männer, die erstmals ein solches Wochenende bei mir erleben, nie für möglich gehalten hätten. Voranmeldungen für das Seminar für 2025 nehme ich unter fromm@der-lebensberater.net gerne schon entgegen, zumal bereits Anfragen vorliegen.</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2024/07/15/maenner-seminar-scheitern-ikone-auf-munitionskiste-vereint-gegensaetze/">Männer-Seminar „Scheitern“: Ikone auf Munitionskiste vereint Gegensätze</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Kommerzialisierung von Gefühlen: &#8222;Rageroom&#8220; für die Wut</title>
		<link>https://der-medienberater.de/2024/07/05/kommerzialisierung-von-gefuehlen-rageroom-fuer-die-wut/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jul 2024 11:31:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gestalt-Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Männerarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was für ein kommerzieller Quatsch: Findige Unternehmer kreieren „Ragerooms“, in denen Besucher gegen Geld alles kurz und klein schlagen dürfen, was sie in dieser Lokalität finden. Und damit das so richtig gelingt, stellt der geschäftstüchtige Anbieter auch Vorschlaghammer, Brecheisen oder Baseballschläger zur Verfügung. In Kornwestheim bspw., worüber die „Südwest Presse“ aus Ulm jüngst geschrieben hat, [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2024/07/05/kommerzialisierung-von-gefuehlen-rageroom-fuer-die-wut/">Kommerzialisierung von Gefühlen: „Rageroom“ für die Wut</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7619" aria-describedby="caption-attachment-7619" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7619" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/07/05/kommerzialisierung-von-gefuehlen-rageroom-fuer-die-wut/013-wut-aktion-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/07/013-Wut-Aktion-quer-rotated-e1720178954264.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="013 Wut-Aktion (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/07/013-Wut-Aktion-quer-rotated-e1720178954264.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/07/013-Wut-Aktion-quer-rotated-e1720178954264.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7619 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/07/013-Wut-Aktion-quer-rotated-e1720178954264-300x225.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/07/013-Wut-Aktion-quer-rotated-e1720178954264.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/07/013-Wut-Aktion-quer-rotated-e1720178954264.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7619" class="wp-caption-text">Großer Pressebericht: Zerstören im &#8222;Rageroom&#8220; soll helfen, die Wut abzubauen.</figcaption></figure>
<p>Was für ein kommerzieller Quatsch: Findige Unternehmer kreieren „Ragerooms“, in denen Besucher gegen Geld alles kurz und klein schlagen dürfen, was sie in dieser Lokalität finden. Und damit das so richtig gelingt, stellt der geschäftstüchtige Anbieter auch Vorschlaghammer, Brecheisen oder Baseballschläger zur Verfügung. In Kornwestheim bspw., worüber die „Südwest Presse“ aus Ulm jüngst geschrieben hat, macht das Angebot ein Auktionshaus-Betreiber nebenbei. Vermutlich mit dem Plunder – PCs, Vasen, Möbel etc. – der nicht verkäuflich ist.</p>
<p>Man könnte das Angebot, für das die Kunden offenbar Schlange stehen, wahlweise lustig finden oder originell. Immerhin ist es besser als Vandalismus an fremdem Eigentum oder aggressives Fahren im Straßenverkehr, das nicht zuletzt auch andere massiv gefährdet. <a href="http://www.der-lebensberater.net">Was mich als Gestalttherapeut und Männer-Coach aber an diesem Angebot stört</a>, ist, dass die Wut nicht gewürdigt, geschweige denn als Ressource für Veränderung produktiv kanalisiert, sondern verzweckt, vermarktet und letztlich verhöhnt wird.</p>
<p>Denn zuschlagen und zerstören, noch dazu in einem risikofreien Raum, ist keine Lösung, sondern Destruktion pur und letztlich eine Kompensation für nicht gelebte Gefühle. Das belegen die im Artikel erzählten Beispiele, etwa einer zierlichen 24-Jährigen, die beim Zerstören im „Rageroom“ unter dem Gelächter ihrer Freunde ihren gesamten Frust darüber ausagiert, wie sie am Arbeitsplatz mit sich umgehen lässt.</p>
<p>In Wahrheit verhöhnen sogar ihre Freunde sie, die sie als zurückhaltend und schüchtern im „normalen Leben“ kennen und sie hier noch anfeuern, damit sie zur „Bestie“ oder zum „Monster“ wird: Was für ein Quatsch! Und tags darauf wiederholt sich im Büro dasselbe „Spiel“ und wieder muss die junge Angestellte in den „Rageroom“ oder zum Boxen ins Gym.</p>
<p>Würdiger und zielführender wäre doch, mit dieser jungen Frau an ihrem „Brav-sein“ und „Dulden“ zu arbeiten. Warum sie das macht? Wer ihr das beigebracht hat (in der Regel die eigene Mutter!)? Und was ihr Risiko wäre, bspw. in der Firma mal laut zu kommunizieren, was ihr nicht passt, wie sie tatsächlich geführt werden möchte u.v.m. Der „Rageroom“ ist nur eine neue Variante, wie Menschen ihr Leben nicht gestalten, sondern ertragen. Alkohol oder Cannabis sind typische „Ventile“, mit denen Betroffene ihre Wut deckeln. Bei jungen Frauen ist es oft Ritzen, bei Männern Pornosucht.</p>
<p>Wie hilfreich ist es dagegen für Menschen, die bei mir im Einzel sind oder in der Gruppe arbeiten, mal meine Frage zu beantworten, WAS sie so wütend macht und WER. Dann wird es spannend – und emotional. Dann fallen konkrete Namen von „Tätern“, beschreiben Betroffene typische Situationen der Bevormundung oder gar Demütigung etc. Wenn ich dann frage, welche Strafe der „Täter“, z.B. der Chef, die Kollegin oder die eigene Mutter verdient hätte, kommen konkrete Ideen, die oft sogar in tiefe Abgründe blicken lassen.</p>
<p>Hier, im geschützten Raum des Einzels oder der Gruppe, sind diese tiefen Schatten und finsteren Gedanken willkommen, weil sie Teil unserer (unterdrückten) Realität sind. Bei Amokläufern bspw. „schießt“ das Unbewußte und Verdrängte explosionsartig ins Bewußtsein und bricht sich dann brachial Bahn in der Realität. Im geschützten Raum des therapeutischen Settings können wir dagegen damit arbeiten. Die Fantasie, der Mutter „endlich ihr verdammtes Maul zu stopfen“ oder dem Chef „in die Fresse zu hauen“, kann hier ausagiert werden, gleichsam als Experiment.</p>
<p>Geht es dann aus diesem Labor zurück in die Realität, entwickle ich mit meinen Klienten Werkzeuge, die grundsätzlich alltagstauglich sind. Dabei geht es immer darum, klare Grenzen zu ziehen, die ein anderer nicht (ungestraft) überschreiten darf. Das heißt z.B., Überstunden oder Mehrarbeit zu verweigern oder nur unter Bedingungen zu leisten, die verhandelt werden. Oder der Mutter zu sagen: „Wenn ich Deine Meinung hören will, frage ich dich (und bis dahin schweigst Du)!“ Dazu gehören Sanktionen, etwa Vorgesetze, den Betriebsrat oder einen Anwalt einzuschalten, wenn die Grenze im Beruf nicht respektiert wird. Oder der Mutter zu sagen: „Und wenn Du diese Regel brichst, stehe ich sofort auf und gehe.“</p>
<p>So geschieht wirkliche Veränderung, die das eigene Leben und das soziale Umfeld deutlich verbessert. Dieser Weg kostet aber Mut, Kraft und Zeit (und oft das Honorar eines Therapeuten). Dagegen tritt man im „Rageroom“ letztlich auf der Stelle, kompensiert nur das eigene Elend für einen kurzen Moment und nimmt sich und seine Gefühle, im konkreten Fall die Wut, nicht ernst.</p>
<p>Männern, die meine Sicht anspricht, kann ich bspw. <a href="https://kirche-und-gesellschaft.drs.de/maenner/veranstaltungen/maennertag-nordost.html">den „Männertag Nordost“ am 19./20. Juli in Krautheim-Oberginsbach empfehlen</a>, wo neben anderen Trainern auch ich einen Workshop anbieten werde. Auch <a href="https://www.der-lebensberater.net/portfolio/alle-termine/">der Besuch meiner diversen Männergruppen in Schorndorf, Donzdorf oder Schwäbisch Hall</a> kann der Beginn einer persönlichen Veränderung sein oder die Wochenenden, die ich in Kloster Schöntal bspw. zu den vier Archetypen nach C.G. Jung anbiete. Du bist herzlich willkommen.</p>
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		<title>Totales Scheitern: Workshop für Männer in Kloster Schöntal Mitte Mai</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 16:13:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gestalt-Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Männerarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>So anspruchsvoll der Titel ist, so hat der Kurs bislang doch jährlich stattgefunden &#8211; und war nicht selten sogar mit 15 Teilnehmern ausgebucht. Vom 12.-14. Juli biete ich als Gestalttherapeut und Männer-Coach das Wochenende für Männer wieder unter der provokativen Headline &#8222;Totales Scheitern &#8211; Veränderung von der Nullinie aus&#8220; an. Es ist eines von bis [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7595" aria-describedby="caption-attachment-7595" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7595" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/06/03/festival-maenner-uebernehmen-verantwortung-und-gehen-in-ihre-taeterschaft/008-maenner-bilden-kreis-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/008-Maenner-bilden-Kreis-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="008 Männer bilden Kreis (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/008-Maenner-bilden-Kreis-quer.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/008-Maenner-bilden-Kreis-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7595 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/008-Maenner-bilden-Kreis-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/008-Maenner-bilden-Kreis-quer.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/008-Maenner-bilden-Kreis-quer.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7595" class="wp-caption-text">Selbsterfahrung in einer intensiven Gemeinschaft.</figcaption></figure>
<p>So anspruchsvoll der Titel ist, so hat der Kurs bislang doch jährlich stattgefunden &#8211; und war nicht selten sogar mit 15 Teilnehmern ausgebucht. Vom 12.-14. Juli biete ich als Gestalttherapeut und Männer-Coach das Wochenende für Männer wieder unter der provokativen Headline &#8222;Totales Scheitern &#8211; Veränderung von der Nullinie aus&#8220; an. Es ist eines von bis zu sechs Wochenenden, die ich jährlich im Bildungshaus &#8222;Kloster Schöntal&#8220; in Hohenlohe anbiete. Standardmäßig dabei sind immer auch die vier Seminare zu den Archetypen König (Freude), Krieger (Wut), Magier (Angst) und Liebhaber (Trauer), in denen es jeweils um eines der vier Grundgefühle nach C.G. Jung geht.</p>
<p>Besonders spannend finde ich immer, wer den Mut hat, sich zu &#8222;Totales Scheitern&#8220; anmeldet und wer darunter was versteht. In der Vergangenheit waren meist Unternehmer darunter, die eine Insolvenz mit ihrer Firma hatten; klassischerweise Männer, die eine Scheidung erlebt haben; aber auch ein Vater, dessen Sohn bspw. Drogen nimmt; ein Manager, der immer wieder Panikattacken erleidet oder ein Mann, der einfach keine Lebensfreude empfinden kann. Im Stuhlkreis erfahren die Männer voneinander, was sie zu dem Seminar geführt hat, und was sie jeweils unter &#8222;Scheitern&#8220; verstehen.</p>
<p><a href="https://www.keb-hohenlohe.de/veranstaltungen/maennersache/totales-scheitern/">Da noch Plätze frei sind, biete ich hiermit die Gelegenheit, sich noch anzumelden</a>, teilzunehmen und diese heilende gestalttherapeutische Arbeit kennenzulernen. Ehemalige Teilnehmer geben dem Seminar jeweils Bestnoten. Dazu tragen auch das Haus, schön im Jagsttal gelegen; die hochwertigen Zimmer und Seminarräume im barocken Ambiente sowie die exzellente Küche bei. Kein Wunder, nutzen das Tagungshaus unter der Woche auch Firmen wie Audi, Würth, Lidl oder Berner, deren Firmensitze alle in der näheren Umgebung liegen.</p>
<p>Und wenn ich schon dabei bin: Am 19./20. Juli findet ganz in der Nähe in Krautheim-Oberginsbach der &#8222;Männertag Nordost&#8220; statt, zu dem 50 bis 80 Männer erwartet werden und bei dem ich einer von sechs Referenten sein werde, der dort einen Workshop anbietet. Auch hier werden die Gemeinschaft und das Gruppenerleben wesentliche Momente sein, <a href="https://kirche-und-gesellschaft.drs.de/maenner/veranstaltungen/maennertag-nordost.html">die die Verastaltung zu einem Highlight des persönlichen Erlebens machen.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Vortrag zum Aufstieg der AfD: Nährboden der Rechten hat viele Wurzeln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jun 2024 13:53:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Enthüllungsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Männerarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Migranten]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Analytisch präzise und unaufgeregt hat der Hamburger Sozialwissenschaftler und Publizist Sebastian Friedrich am Dienstag in der Schorndorfer Manufaktur über den Aufstieg der Rechten referiert. In seinem 85-minütigen Vortrag sezierte der freie Mitarbeiter der ARD-Panorama-Redaktion vor allem die Geschichte der AfD und deren Strömungen. Seit 2008 beobachtet der 49-Jährige, der in Halle/Saale geboren ist und mehrere [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7601" aria-describedby="caption-attachment-7601" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7601" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/06/05/vortrag-zum-aufstieg-der-afd-naehrboden-der-rechten-hat-viele-wurzeln/009-sebastian-friedrich-mit-chart/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Chart.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="009 Sebastian Friedrich mit Chart" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Chart.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Chart.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7601 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Chart.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Chart.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Chart.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7601" class="wp-caption-text">Kompetent und sachlich deckt Sebastian Friedrich (r.) die Sachverhalte auf.</figcaption></figure>
<p>Analytisch präzise und unaufgeregt hat <a href="http://www.sebastian-friedrich.net">der Hamburger Sozialwissenschaftler und Publizist Sebastian Friedrich</a> am Dienstag in der Schorndorfer Manufaktur über den Aufstieg der Rechten referiert. In seinem 85-minütigen Vortrag sezierte der freie Mitarbeiter der ARD-Panorama-Redaktion vor allem die Geschichte der AfD und deren Strömungen. Seit 2008 beobachtet der 49-Jährige, der in Halle/Saale geboren ist und mehrere Medienpreise erhalten hat, die rechte Szene.</p>
<figure id="attachment_7602" aria-describedby="caption-attachment-7602" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7602" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/06/05/vortrag-zum-aufstieg-der-afd-naehrboden-der-rechten-hat-viele-wurzeln/009-sebastian-friedrich-mit-lena/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Lena.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="009 Sebastian Friedrich mit Lena" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Lena.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Lena.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7602 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Lena.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Lena.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Lena.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7602" class="wp-caption-text">Friedrich mit Moderatorin Lena, die am Ende noch Fragen zulässt. FOTOS: FROMM</figcaption></figure>
<p>Ursachen für den Aufstieg der Rechten sieht Friedrich in sechs Gründen: Um die Jahrtausendwende hätten sich die Konservativen in Modern-Urbane und in National-Ländliche aufgespalten. Diese Entwicklung ging mit einer wachsenden Demokratieverdrossenheit einher, die sich in sinkenden Wahlbeteiligungen und zunehmendem Populismus manifestierte. Der Referent: „Wir da unten und die da oben, war so ein Grundgefühl, das etwa die FPÖ in Österreich trefflich bediente.“</p>
<p>Drittens kam die „Krise des Kapitals“ hinzu, wonach etliche Volkswirte wie etwa die AfD-Gründer Hans Olaf Henkel oder Bernd Lucke Vorgaben der EU zur Wirtschafts- und Währungspolitik kritisch sahen und als Bedrohung des nicht Export-orientierten Mittelstands. Als weitere Punkte führt Friedrich die soziale Ungleichheit an, die seither wuchs, und die Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt, die mit der Globalisierung einhergingen. „Statt des Fahrstuhls nach oben für alle gewann die Rolltreppe nach unten an Bedeutung,“ so der Journalist, der als Stichworte Leiharbeit, Outsourcing und Standortverlagerung nennt.</p>
<p>Schließlich, Friedrichs sechster Punkt, kommt die „Krise der Linken“ hinzu, die keine gemeinsamen Antworten mehr hat. Signifikant stehe dafür die rot-grüne Bundesregierung zum Millennium unter Kanzler Gerhard Schröder (SPD), die einerseits Migranten die Einbürgerung erleichterte, aber andererseits Industrien privatisierte und als Grundsicherung Hartz IV einführte. Der Referent: „Die Linke steckt seither in einer Hegemonie-Krise, weil das Alte stirbt und das Neue noch nicht greift.“ Hinzu komme der geopolitische Kampf der Systeme zwischen westlicher Demokratie unter Führung der USA und östlicher Diktatur unter Führung Chinas.</p>
<p>Innenpolitisch speist sich die AfD aus drei Strömungen, so der Sozialforscher: Die ordoliberalen Ökonomen, zu denen er Alice Weidel zählt; die Rechtskonservativen, zu denen ehemalige CDU-Mitglieder wie Alexander Gauland gehören; und die völkischen Nationalisten um Björn Höcke. Letztere verbinde eine ethnisch-kulturelle Identität, die sich 2015 in der Gründung des „Flügels“ manifestiert habe. Bis 2022 sei diese Strömung so angewachsen, dass gegen sie seither in der AfD keine Positionen mehr durchgesetzt werden könnten.</p>
<p>Um ihre Macht auszubauen, beharke die AfD vier Felder. Das sind die Parlamente mit der AfD als Partei. Daneben gehe es um die Köpfe bzw. das Denken, wofür die Rechte digitale und gedruckte Medien nutze, um die Grenzen des Denk-, Sag- und Machbaren auszuweiten. Wichtig in diesem intellektuellen Bereich seien der Verleger Götz Kubitschek und das Institut für Staatspolitik (IfS), das mit seiner Auflösung einem etwaigen Verbot zuvorkam. Dort werde das Bild vom „geistigen Bürgerkrieg“ genährt, der „den gesellschaftlichen Konsens stören“ und über „neue Staatsformen nachdenken“ wolle.</p>
<p>Drittes Feld ist gleichsam die Straße, auf der Bewegungen wie Pegida, die Identitären oder Burschenschaften Präsenz zeigen und teils politisch Andersdenkende oder anders Aussehende einschüchtern, bedrohen und attackieren. Viertes Handlungsfeld sind die Betriebe, so Friedrich. Seien es Verlage oder Tagungshäuser, die Rechte betreiben; seien es rechte Unternehmer, die pro forma Agitatoren bei sich beschäftigen oder die Gewerkschaft „Zentrum“, die als Gegenpol zum DGB oder der IGM deutsche Arbeiter für sich gewinnen möchte.</p>
<p>Als vierten Punkt, in den der Referent seine Analyse gliederte, nennt er die soziale Frage. 2016 sei die AfD unter Arbeitern und Arbeitslosen erstmals stärkste Kraft gewesen mit 30 Prozent. Im selben Jahr hätten die Engländer den Brexit gewählt und die US-Amerikaner Donald Trump. Vor allem die wenigen SPD-Politiker, die zur AfD wechselten, nutze die Partei als Indiz, dass längst sie die Interessen des „kleinen Mannes“ vertrete.</p>
<p>Im Kern verfolgt das Parteiprogramm zu Wirtschafts- und Steuerpolitik aber Positionen, die denen von Union oder FDP ähneln, nur noch viel radikaler sind. Was die Rechten dem „kleinen Mann“ zu bieten haben, formuliert Friedrich so: „Den Armen geht es unter einer AfD-geführten Regierung nicht besser, aber sie dürfen Teil des deutschen Volkes sein.“ Ihr Lohn sei die Zugehörigkeit, was er auch mit Studien von DGB und der Otto-Brunner-Stiftung belegt.</p>
<p>Friedrichs Blick in die Zukunft: Die AfD-Realos wollen mit Union und FDP koalieren, während die Fundis die CDU „zerstören und beerben“ möchten. In Frankreich, Österreich oder Italien, wo die Rechten schon etablierter sind, beobachtet der Referent aber eine Mäßigung in außenpolitischen Fragen und ein geostrategisches Bekenntnis zum Westen und der Demokratie. Seine Begründung: „Die Rechten brauchen die Akzeptanz des Establishments.“ Dies sei zuletzt der Grund für den Dissens der französischen Rechten mit der AfD gewesen.</p>
<p>Kurzfristig könne der Zuspruch für die AfD dadurch gestoppt werden, dass man apolitische Mitbürger mobilisiert, weil alle Umfragen ergäben, dass das Gros der Gesellschaft keine Radikalen wünsche. Mittelfristig müsse man den Rechten ihre Sympathisanten durch Dialog abwerben. Und langfristig solle die Gemeinschaft so gestaltet werden, dass sie keinen übersieht. Friedrich: „Es geht um Teilhabe, Selbstwirksamkeit und Solidarität.“</p>
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		<title>Männertreffen 2024: Selbsterfahrung an der innerdeutschen Ex-Grenze</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 May 2024 12:04:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gestalt-Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Interessante Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Männerarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Positionierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zehn Männer sind wir, um an Christi Himmelfahrt und 79 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, an der innerdeutschen Ex-Grenze in Duderstadt eine Begehung zu machen. Diese Grenze hatte von 1945 bis 1989 martialisch unser Land und damit unsere Familien geteilt: Sperranlagen, meterhohe Zäune in mehreren Reihen und in unterschiedlicher Beschaffenheit, Wachtürme, Bunker, Hundezwinger und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7589" aria-describedby="caption-attachment-7589" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7589" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/05/13/maennertreffen-2024-selbsterfahrung-an-der-innerdeutschen-ex-grenze/007-grenze-hubschrauber-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/05/007-Grenze-Hubschrauber-quer-rotated.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="007 Grenze Hubschrauber (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/05/007-Grenze-Hubschrauber-quer-rotated.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/05/007-Grenze-Hubschrauber-quer-rotated.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7589 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/05/007-Grenze-Hubschrauber-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/05/007-Grenze-Hubschrauber-quer-rotated.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/05/007-Grenze-Hubschrauber-quer-rotated.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7589" class="wp-caption-text">Hubschrauber, Wachtum, Stacheldraht: Das Martialische der Ex-Grenze ist bis heute bei Duderstadt zu spüren.</figcaption></figure>
<p>Zehn Männer sind wir, um an Christi Himmelfahrt und 79 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, <a href="http://www.grenzlandmuseum.de">an der innerdeutschen Ex-Grenze in Duderstadt</a> eine Begehung zu machen. Diese Grenze hatte von 1945 bis 1989 martialisch unser Land und damit unsere Familien geteilt: Sperranlagen, meterhohe Zäune in mehreren Reihen und in unterschiedlicher Beschaffenheit, Wachtürme, Bunker, Hundezwinger und Beleuchtungsanlagen prägen das Areal, das von jeglicher Vegetation freigehalten wird, die Mensch oder Tier Schutz bieten würde, sich zu verstecken.</p>
<p>Gemeinsam sind wir zehn Geher seit dem Vortag <a href="http://www.maennertreffen.info">Teilnehmer des 42. Bundesweiten Männertreffens</a>, das dieses Jahr in der Jugendherberge von Duderstadt bis Sonntag stattfindet. Am Vormittag hatte Christian, Jg. 1963 wie ich, im Plenum diesen Workshop angeboten, um Männern den Raum zu eröffnen, sich mit dieser Vergangenheit auseinanderzusetzen bzw. zu konfrontieren.</p>
<p>Sein Vater war auf östlicher Seite in den 1930er Jahren zwölf Kilometer von dieser barbarischen Grenze geboren und diese Teilung habe ihre Familie förmlich geprägt und zerrissen. Mein Vater, 1919 geboren, stammt aus Gerbershausen, nur 2000 Meter hinter der Grenze, aber auch leider in der sowjetischen Besatzungszone gelegen. Gleich nebenan wohnt seit einigen Jahren der Jungnazi Björn Höcke, der seit Jahren versucht, uns Deutsche wieder aufzuhetzen und die AfD fett zu machen. Mein Vater, ein strammer Konservativer und Katholik wie fast alle im Eichsfeld, würde sich in seinem Grab herumdrehen, in das ihn seine fünf Kinder 2009 gelegt haben, ob dieses neuen Nachbarn in seiner Heimat.</p>
<p>Das Elternhaus meines Vaters lag in der 5-km-Todeszone, die die SED eingerichtet hatte, um diesen Streifen quer durch das Land zu entvölkern: Selbst DDR-Bürger durften dorthin nur mit Passierschein; nur wer innerhalb des Streifens heiratete, durfte dort wohnen bleiben (sonst musste er ins Landesinnere Richtung Osten ziehen) und wer in die DDR einreiste wie wir – ab 1973 war dies mit dem Auto erlaubt – musste diese 5000 Meter zügig passieren und wurde beim Austreten aus dem Streifen nochmals erfasst.</p>
<p>Am 1995 eingerichteten <a href="http://www.grenzlandmuseum.de">Grenzlandmuseum</a> bilden also wir neun Männer mit Christian einen Kreis und jeder hat eine Minute, uns anderen zu erzählen, warum er hier dabei ist. Wir sind fast alle „grenzgeschädigte Wessis“, deren Väter „von drüben“ stammen. Uns verbinden dieselben Kindheitserinnerungen: Verwandtenbesuche bei Großeltern, Onkels und Tanten, Nichten und Neffen in diesem Käfig DDR. Die Erfahrung der Diktatur, die Repressionen, überall Uniformen, Passkontrollen, Bürokratie. Und insbesondere an der Grenze Schikanen, Verunsicherung, Kommandoton, Angst, Stacheldraht, Maschinenpistolen.</p>
<figure id="attachment_7590" aria-describedby="caption-attachment-7590" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7590" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/05/13/maennertreffen-2024-selbsterfahrung-an-der-innerdeutschen-ex-grenze/007-grenze-schild-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/05/007-Grenze-Schild-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="007 Grenze (Schild, quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/05/007-Grenze-Schild-quer.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/05/007-Grenze-Schild-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7590 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/05/007-Grenze-Schild-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/05/007-Grenze-Schild-quer.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/05/007-Grenze-Schild-quer.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7590" class="wp-caption-text">Innerdeutsche Teilung dokumentiert: Gut, dass die Ex-Grenze hier heute noch erlebbar ist.</figcaption></figure>
<p>Es war für mich entlastend, hier die Erfahrung zu machen, dass ich nicht der einzige meiner Generation bin, neben meinen vier älteren Geschwistern, der das erlebt hat. Nein, wir sind und wir waren viele, vermutlich hunderttausende, die diese Geschichte geprägt hat, die in Wahrheit eine Wunde ist, die jeder von uns an und in sich trägt.</p>
<p>Da war an Christi Himmelfahrt aber noch mehr: Drei von uns zehn haben bis zur Wende in der DDR gelebt. Zwei von ihnen waren Soldaten der Nationalen Volksarmee (NVA) und haben diese Grenze „bewacht“ und an ihr patroulliert. Einer, Carsten, genau hier für sechs Monate. In Uniform, mit MP und „gemischten Gefühlen“. Auch die Soldaten hätten mit „Republikflucht“ geliebäugelt, sich gewundert, dass 20 Meter weiter hinter dem letzten Zaun der Raps genauso gelb blüte im „kapitalistischen Westen“ beim „Klassenfeind“.</p>
<p>Stimmt. Als Kinder hatten auch wir uns immer gefragt, wie die Vögel freiwillig in die DDR fliegen konnten. Jedenfalls erzählt Carsten, jedes Patroullien-Tandem, sei seitlich versetzt und täglich in wechselnder Formation gelaufen, um sich nicht absprechen zu können. „Ich hatte immer Angst, mein Kollege schießt mir gleich in den Rücken und flieht dann in den Westen,“ sagt Carsten, der nach der Wende zehn Jahre diesen Teil seiner Biographie verschweigt, weil er sich dafür schämt.</p>
<p>An Christi Himmelfahrt 2024 trägt er seinen Uniformgürtel mit der NVA-Koppel. Und ich sage ihm, mein Cousin Ulrich aus Leinefelde, Jg. 1955, hat diesen „Dienst“ auch versehen und meiner Mutter auf Nachfrage beim Verwandtenbesuch in den 1970er Jahren versichert, er hätte auch auf sie oder mich geschossen, wenn wir „illegal die Grenze übertreten“ hätten. Dafür sei er ausgebildet gewesen. Als Scharfschütze. Und ohnehin hätten auch andere dann geschossen, so dass uns seine Schonung nichts genützt hätte – ihm aber jede Menge Ärger eingebracht hätte – vom Terrorstaat.</p>
<p>Ja, das waren unsere Gespräche an Ostern, Weihnachten oder in den Sommerferien, wenn wir bei meinen Onkels waren per Bahn über Bebra oder per Pkw über Duderstadt. All das, noch vieles mehr und die Gerüche und Geräusche von Zweitaktern etc. waren plötzlich an Christi Himmelfahrt an dieser Grenze wieder da. Und ich war froh, auch wenn wir teils schweigend die Sperranlagen abgingen, dies in Gemeinschaft mit diesen neun Männern tun zu können, die mir für einige Stunden zu Brüdern wurden. So wird aus Teilung Heilung. Danke, Christian.</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2024/05/13/maennertreffen-2024-selbsterfahrung-an-der-innerdeutschen-ex-grenze/">Männertreffen 2024: Selbsterfahrung an der innerdeutschen Ex-Grenze</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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