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		<title>Biodiversität in Bad Saulgau: Artenvielfalt als Maßstab kommunalen Handelns</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2026 08:49:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„Natur braucht Vielfalt“, „Ökologie und Ökonomie bilden keine Gegensätze“ oder „Wissenschaft ist die Basis jeder Demokratie“ sind Sätze, die Thomas Lehenherr leicht über die Lippen kommen. Am Mittwoch (15.04.) hat der Umweltbeauftragte von Bad Saulgau beim BUND in Beutelsbach über das Biodiversitätskonzept der Kurstadt referiert. Dieses hat der nun 62-Jährige seit 1992 in der Stadt [&#8230;]</p>
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<figure id="attachment_7786" aria-describedby="caption-attachment-7786" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" data-attachment-id="7786" data-permalink="https://der-medienberater.de/2026/04/17/biodiversitaet-in-bad-saulgau-artenvielfalt-als-massstab-kommunalen-handelns/031-blumenwiese-hoch/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/04/031-Blumenwiese-hoch.jpg?fit=480%2C640&amp;ssl=1" data-orig-size="480,640" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="031 Blumenwiese (hoch)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/04/031-Blumenwiese-hoch.jpg?fit=225%2C300&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/04/031-Blumenwiese-hoch.jpg?fit=480%2C640&amp;ssl=1" class="wp-image-7786 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/04/031-Blumenwiese-hoch.jpg?resize=225%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="225" height="300" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/04/031-Blumenwiese-hoch.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/04/031-Blumenwiese-hoch.jpg?w=480&amp;ssl=1 480w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-7786" class="wp-caption-text">Insektenfreundliche Dauerbepflanzung in Bad Saulgau.</figcaption></figure>
<p>„Natur braucht Vielfalt“, „Ökologie und Ökonomie bilden keine Gegensätze“ oder „Wissenschaft ist die Basis jeder Demokratie“ sind Sätze, die Thomas Lehenherr leicht über die Lippen kommen. Am Mittwoch (15.04.) hat der Umweltbeauftragte von Bad Saulgau beim BUND in Beutelsbach <a href="https://www.bad-saulgau.de/de/natur/naturthemenpark-bad-saulgau/index.php">über das Biodiversitätskonzept der Kurstadt referiert</a>. Dieses hat der nun 62-Jährige seit 1992 in der Stadt mit ihren 18.000 Einwohnern und 10.000 Hektar Fläche im Kreis Sigmaringen mit Mitstreitern umgesetzt und bereits 2011, also knapp 20 Jahre später, die Auszeichnung „Landeshauptstadt der Biodiversität“ bekommen.</p>
<p>Seither haben sich mehr als 300 Kommunen von dem Agrar-Ingenieur beraten lassen und Bausteine seines Konzeptes bundesweit übernommen, das er an dem Abend rund 65 Interessierten vorstellte. „Artensterben und Klimawandel sind die größten Herausforderungen der Menschheit, das war schon während meines Studiums 1985 bekannt,“ so der Referent, dem man die Leidenschaft für sein Thema anmerkt. Damals habe er die Vision gehabt, sich diesen Aufgaben in seiner Heimat zu widmen. Mit Erfolg. 1991 und noch als Student wählte ihn der Gemeinderat unter fast 80 Bewerbern in das neu geschaffene Amt.</p>
<p>Der Erfolg steht auf fünf Säulen: Dazu zählen zehn Naturlehrpfade von 500 Metern bis 43 Kilometern Länge, die etwa über Gehölze, Nistkästen, Obstbaum- oder Getreidesorten informieren. Mittlerweile beschäftigt die Stadt acht Guides, die je zu speziellen Themen Führungen anbieten. Davon profitiert der Tourismus in der Stadt und die Bürger werden inspiriert, ihrerseits tätig zu werden auf ihren Flächen. Zu den Konditionen der Stadt können Einwohner bei der Baumschule einkaufen. So steuert Lehenherr, der im Juni in Ruhestand geht und sie berät, was auf Bad Saulgauer Grund gepflanzt wird.</p>
<p>Neben Heckenschaugärten wurden auch mehr als 100 Hektar Biotopanlagen geschaffen und die Schwarzach, die durch die Stadt mit ihren 13 Teilorten fließt, sowie weitere Fließgewässer auf 15 Kilometern renaturiert. Dafür kaufte die Kommune an der Schwarzach elf Hektar Fläche beiderseits des Baches, damit er mäandern kann und unterschiedlich schnell fließt. Denn auch Letzteres hat Einfluss auf die Vielfalt, weil Pflanzen und Tiere unterschiedlichste Bedingungen benötigen. Dazu passt die topographische Vielfalt der Stadt mit ihren unterschiedlichsten Böden von fettem Lehm bis zu kargem Sand.</p>
<p>Zentraler Baustein war die öffentliche Bepflanzung innerstädtischer Flächen wie Parkstreifen, Verkehrskreisel, Parks oder Flächen bei den Regenüberlaufbecken, dem Wertstoffhof oder Schulhöfen. Lehenherr: „Wir verantworten heute doppelt so viele Flächen mit demselben Personalstand bei halbem Pflanzenbudget.“ Möglich ist dies, weil Wechsel- überall durch Dauerbepflanzung ersetzt wurde, was Kosten im Pflanzeneinkauf, bei Pestiziden und beim Personal massiv reduziert. Denn wo früher bis zu dreimal jährlich neu gepflanzt wurde, werden jetzt alle 10 bis 20 Jahre gezielt die passenden Stauden gesetzt.</p>
<p>Und wo früher insektenfeindliche Parkrasen bis zu 25 Mal im Jahr gemulcht werden mussten, reicht es heute, maximal zweimal jährlich zu mähen und das Mähgut abzufahren. Wichtigster Effekt aber: Wo auf herkömmlichen Monoflächen auf Kreisverkehren nur 15 Laufkäfer gezählt werden, kommen Lehenherrs Wildblumenwiesen auf bis zu 630 Individuen und viel mehr Arten als bei Wechselbepflanzungen. Das hat die Uni Hohenheim ermittelt, die die Saulgauer Aktivitäten ab und an wissenschaftlich begleitet. Diese Artenvielfalt hat mit der unterschiedlichen Bepflanzung zu tun, die zudem auf die Bodenbeschaffenheit achtet. So werden auch Alleen mit verschiedenen Baumarten besetzt und nicht mehr „ästhetisch durchdesignt“. Sein Tipp für Blumenwiesen: Beim Saatgutkauf auf maximal zehn Prozent Gras bestehen, denn das wachse ohnehin. Oft läge dessen Anteil bei 50 bis 60 Prozent, weil Hersteller und Lieferanten dann mehr verdienen.</p>
<p>Schließlich haben Lehnherr und seine Mitstreiter das „Praxisnetzwerk für biologische Vielfalt Bad Saulgau“ gegründet, dem viele Verbände, Politiker und Firmen angehören. Deren Ziel: Für Biodiversität werben. Dazu gehört dort auch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit. Jüngst berichtete der „Spiegel“ über Lehenherr als einen der „100 wichtigsten Hoffnungsträger.“<br />
<a href="mailto:Thomas.Lehenherr@gmx.de">Thomas.Lehenherr@gmx.de</a> bietet auch im Ruhestand Vorträge und Führungen zum Bad Saulgauer Biodiversitätskonzept an.</p>
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		<title>Berliner Ex-Polizeiseelsorger berichtet: Spannende Einblicke in Alltag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 12:26:45 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7772" aria-describedby="caption-attachment-7772" style="width: 225px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" data-attachment-id="7772" data-permalink="https://der-medienberater.de/2026/04/01/berliner-ex-polizeiseelsorger-berichtet-spannende-einblicke-in-alltag/007-reinhard-voigt-mit-polizeimuetze/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/04/007-Reinhard-Voigt-mit-Polizeimuetze-scaled.jpg?fit=1920%2C2560&amp;ssl=1" data-orig-size="1920,2560" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="007 Reinhard Voigt (mit Polizeimütze)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/04/007-Reinhard-Voigt-mit-Polizeimuetze-scaled.jpg?fit=225%2C300&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/04/007-Reinhard-Voigt-mit-Polizeimuetze-scaled.jpg?fit=750%2C1000&amp;ssl=1" class="wp-image-7772 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/04/007-Reinhard-Voigt-mit-Polizeimuetze.jpg?resize=225%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="225" height="300" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/04/007-Reinhard-Voigt-mit-Polizeimuetze-scaled.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/04/007-Reinhard-Voigt-mit-Polizeimuetze-scaled.jpg?resize=768%2C1024&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/04/007-Reinhard-Voigt-mit-Polizeimuetze-scaled.jpg?resize=1152%2C1536&amp;ssl=1 1152w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/04/007-Reinhard-Voigt-mit-Polizeimuetze-scaled.jpg?resize=1536%2C2048&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/04/007-Reinhard-Voigt-mit-Polizeimuetze-scaled.jpg?w=1920&amp;ssl=1 1920w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-7772" class="wp-caption-text">Reinhard Voigt durfte im Ruhestand die Polizeimütze behalten.</figcaption></figure>
<p>Tief bewegende Einblicke in die Berliner Polizeiarbeit hat Reinhard Voigt knapp 100 Besuchern des „Dienstagsfrühstücks im Wittumhof“ (31.03.) im evangelischen Gemeindezentrum von Plüderhausen gegeben. Der 75-jährige Theologe war von 2002 bis 2015 dort Polizeiseelsorger. Kurzweilig schilderte der gebürtige Leipziger, der zur Wendezeit 1989 Pfarrer in Ost-Berlin war und dort die Telefonseelsorge nach westlichem Vorbild aufbaute, welchen Belastungen Polizisten im Streifendienst ausgesetzt sind, aber auch Beamte des SEK oder Präzisionsschützen.</p>
<p>Mittels Powerpoint warf Voigt Veröffentlichungen der Berliner Presse an die Saalwand, die über Hochhausbrände, Raubüberfälle, schwere Verkehrsunfälle, Bandenkriminalität oder Schießereien berichteten und erzählte jeweils den Hintergrund aus Polizeisicht dazu, wenn etwa ein Beamter zu Tode kam, selbst einen Täter erschießen musste oder Schwerverletzte oder Leichen bergen sollte. „Ein Polizist muss binnen fünf Sekunden entscheiden, ob er schießt und welche Konsequenzen das hat,“ so der Referent, der vor 2002 in einer psychologischen Beratungsstelle gearbeitet hatte. Ein Beamter, der mit der Schusswaffe einen Täter kampfunfähig gemacht hatte, habe ihm danach 2,5 Stunden erzählt, was ihm in diesen maximal zehn Sekunden alles durch den Kopf gegangen sei bis hin zu disziplinarischen Konsequenzen für ihn selbst.</p>
<p>„Ich war immer wieder beeindruckt von der Professionalität, mit der die Polizisten ihren gefährlichen Beruf ausüben,“ so Voigt, der in der DDR vor seinem Theologiestudium selbst den Militärdienst abgeleistet hatte. Und doch sei gerade in dieser Berufsgruppe die Suizidquote extrem hoch, nicht zuletzt, weil jeder über eine Schusswaffe verfügt. So erzählte er von Einsätzen, die er hatte, nachdem etwa in einem Revier sich binnen vier Tagen zwei Polizisten selbst erschossen hatten. Oder der Nachbetreuung von Beamtinnen, die selbst junge Mütter waren, nachdem etwa Babyleichen geborgen worden waren.</p>
<p>Der Referent, der im Ruhestand seit vier Jahren in Urbach lebt: „Solch dramatische Ereignisse kann man nicht einfach veratmen, wie hartgesottene Polizisten das früher gemacht haben.“ Darüber sprechen helfe, das Erlebte zu verarbeiten, zu sortieren und letztlich zu integrieren. Dabei helfe auch, der Trauer breiten Raum zu geben und als Begleiter und Unterstützer Gefühle wie Ohnmacht und Verzweiflung auszuhalten.</p>
<p>In all den Jahren habe er aber nicht nur Uniformierte, Opfer und Angehörige begleitet, etwa im Rahmen von 130 Beerdigungen mit bis zu 1200 Trauernden, sondern auch viele Trauungen und Taufen vollzogen und Gottesdienste gehalten. Ein Highlight sei immer die Christmette im Berliner Dom mit 1400 Gläubigen gewesen, darunter bis zu 700 Polizisten aller Einheiten und Dienstgrade.</p>
<p>Begonnen habe er 2002, in dem er anfänglich viele Polizeidienste begleitete, um den Alltag der Polizisten kennenzulernen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Dazu gehörten Streifendienst, Hausdurchsuchungen, Razzien, Festnahmen oder das Inspizieren von Tatorten. Mehrmals sei er tagelang mit Polizisten im Einsatz gewesen, etwa beim G8-Treffen der Staatsoberhäupter oder bei Einsätzen rund um die Kernenergie. Dabei habe er den Hass erlebt, dem Polizisten seitens von Demonstranten öfter ausgesetzt sind. Aber auch die positive Überraschung von Einsatzkräften, „dass die Kirche auch mal auf unserer Seite steht.“</p>
<p>Nach gut einer Stunde Referat zeugten viele Nachfragen aus dem Auditorium davon, dass Veranstalter Thomas Letsch mit dem Referenten eine gute Wahl getroffen hatte. Dafür sprach auch die hohe Zahl der Zuhörer und der langanhaltende Applaus der Senioren, von denen gut die Hälfte von auswärts kam. Beim nächsten Frühstück am 28. April, das um 8.45 Uhr beginnt, referiert Diakonin Isabel Munk ab 10 Uhr über den Umgang mit dem Tod, wenn Angehörige und Freunde sterben. Anmeldung bei <a href="mailto:thomas.r.letsch@gmx.de">thomas.r.letsch@gmx.de</a>, Tel. 07181/82266.</p>
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		<title>Pfarrer aus Dresden: Warum AfD im Osten so erfolgreich ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 08:55:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Erfahrung, dass die soziale Marktwirtschaft nicht jedem dieselben Startchancen ermöglicht, ist in den neuen Bundesländern eine von vielen Ursachen, dass sich dort die Bürger vermehrt der AfD zuwenden. Diese These vertritt Marcus Baumgärtner. Der evangelische Pfarrer von Winterbach, aufgewachsen in Dresden und studiert in Leipzig, sprach jüngst (05.02.) auf Einladung der Katholischen Erwachsenenbildung im [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7767" aria-describedby="caption-attachment-7767" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7767" data-permalink="https://der-medienberater.de/2026/02/11/pfarrer-aus-dresden-warum-afd-im-osten-so-erfolgreich-ist/005-marcus-baumgaertner-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?fit=2560%2C1920&amp;ssl=1" data-orig-size="2560,1920" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="005 Marcus Baumgärtner (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?fit=750%2C563&amp;ssl=1" class="wp-image-7767 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?w=2250&amp;ssl=1 2250w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7767" class="wp-caption-text">Überwältigende Resonanz: Kein Platz blieb bei diesem differenzierten Vortrag frei. FOTO: FROMM</figcaption></figure>
<p>Die Erfahrung, dass die soziale Marktwirtschaft nicht jedem dieselben Startchancen ermöglicht, ist in den neuen Bundesländern eine von vielen Ursachen, dass sich dort die Bürger vermehrt der AfD zuwenden. Diese These vertritt Marcus Baumgärtner. Der evangelische Pfarrer von Winterbach, aufgewachsen in Dresden und studiert in Leipzig, sprach jüngst (05.02.) auf Einladung der Katholischen Erwachsenenbildung im katholischen Gemeindehaus in Weiler. Der Saal war bis auf den letzten Quadratmeter bestuhlt und doch standen an der Seite etliche der gut 90 Zuhörer.</p>
<p>Vor fünf Jahren wechselte der zweifache Vater aus Sachsen auf eine 50%-Stelle in Winterbach. Zuvor arbeitete er in einer „Brennpunktgemeinde“ in Bautzen. Seine These: Wo Menschen im Osten in ihrem christlichen Glauben verwurzelt sind, waren sie weder für den DDR-Sozialismus anfällig noch jetzt für die AfD-Positionen. Der Grund: Diese Menschen wissen, dass sie Gottes geliebte Kinder sind. Das wirkt wie ein Privileg und ankert die Menschen.</p>
<p>Dagegen hätten die SED-Parteikader ab deren erstem Lebensjahr die Menschen indoktriniert, dass die Partei wisse, was gut für sie ist und der Sozialismus sie in allen Lebenslagen beschützt. Nach der Wende hätten sich die Ostbürger bürgerlichen Parteien zugewandt, vor allem der CDU, weil sie das Versprechen geglaubt hätten, dass Leistung belohnt wird. Die Privatisierung der Wirtschaft und der globale Wettbewerb, so Baumgärtner, habe aber für viele Arbeitslosigkeit, Unsicherheit und sozialen Abstieg bedeutet.</p>
<p>Hinzu kam, dass Westdeutsche immer den Vorteil hatten, sich in der Marktwirtschaft bereits besser auszukennen, ihr Netzwerk und ihre Kontakte zu haben – und vor allem das Kapital oder zumindest die Kreditwürdigkeit, schneller, günstiger und überhaupt an Geld zu kommen. „In dieser Situation haben Demagogen wie Björn Höcke und andere den Leuten gesagt: Du musst gar nichts leisten. Allein durch Deine Zugehörigkeit zum deutschen Volk bist Du privilegiert,“ so der Referent. Das sei Balsam auf die Wunden des „gekränkten Stolzes“ gewesen, der schon zu DDR-Zeiten durch mangelnde Wettbewerbsfähigkeit lädiert gewesen sei.</p>
<p>Das Gefährliche und Perfide: Diese Linie, um Stimmen für die AfD zu gewinnen, wertet automatisch Nicht-Deutsche ab. Zwar hatte es in der DDR – abgesehen von Sowjetsoldaten &#8211; kaum 100.000 Menschen aus Vietnam, Mozambique, Kuba, Angola oder China gegeben, die zudem separiert gelebt hatten und nur zur Ausbildung im Land waren. Doch spätestens mit Öffnung der Grenzen 2015, um den Flüchtlingsstrom über den Balkan nach Deutschland zu lassen, hatte die AfD ihr Thema gefunden.</p>
<p>Insgesamt führte der Theologe zehn Punkte aus, die den Aufschwung der AfD in den neuen Bundesländern begünstigen. Besonders interessanterweise in Thüringen und Sachsen, wo der wirtschaftliche Aufschwung am ehesten angekommen ist. Baumgärtner gab aber zu bedenken, dass rechtsradikale und -extreme Parteien in Frankreich, Italien, den Niederlanden oder zuletzt in den USA schön länger reüssierten und Deutschland zeitverzögert folge. Und: Aktuell lege die AfD in den alten Bundesländern deutlicher zu als in den neuen. Er wertet dies als Indiz, dass deren Potential allmählich ausgeschöpft sei.</p>
<p>Immer wieder ließ der eloquente Referent in seinem gut einstündigen Vortrag Zwischenfragen und Statements zu. Diese belegten, wie sehr das Thema das überwiegend ältere Publikum bewegt. So stellen die Ostdeutschen zwar 19 Prozent der Bevölkerung, aber in Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft stellen sie in keinem Bereich mehr als zwei oder vier Prozent der Führungskräfte. Und bis zu 80 Prozent der Mieten in Dresden oder Halle werden in die alten Bundesländer überwiesen.</p>
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		<title>BUND-Abend: Landwirtschaft braucht Vertrauen und Wissen um Boden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Jan 2026 06:57:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>
		<category><![CDATA[Interessante Köpfe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Vorgaben erlebt der Bauer als Angriff auf seine Freiheit,“ gab Kreisbauern-Geschäftsführer Helmut Bleher am Dienstag gut 80 Zuhörern im evangelischen Gemeindehaus in Rommelshausen Einblick in die Psyche von Landwirten. Die erwarteten Vertrauen von der Gesellschaft, „denn der Bauer weiß, was seine Böden und Pflanzen brauchen.“ Eingeladen hatten BUND und evangelische Kirchengemeinde Kernen zum Thema „Lebensgrundlage [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2026/01/31/bund-abend-landwirtschaft-braucht-vertrauen-und-wissen-um-boden/">BUND-Abend: Landwirtschaft braucht Vertrauen und Wissen um Boden</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7760" aria-describedby="caption-attachment-7760" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7760" data-permalink="https://der-medienberater.de/2026/01/31/bund-abend-landwirtschaft-braucht-vertrauen-und-wissen-um-boden/030-agrar-plenum-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Plenum-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="030 Agrar-Plenum (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Plenum-quer.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Plenum-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7760 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Plenum-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Plenum-quer.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Plenum-quer.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7760" class="wp-caption-text">Das Thema sorgte für großes Interesse: Im Auditorium saßen auch viel Landwirte, Umweltschützer, Boden- und Gewässerkundler. FOTOS: FROMM</figcaption></figure>
<p>„Vorgaben erlebt der Bauer als Angriff auf seine Freiheit,“ gab Kreisbauern-Geschäftsführer Helmut Bleher am Dienstag gut 80 Zuhörern im evangelischen Gemeindehaus in Rommelshausen Einblick in die Psyche von Landwirten. Die erwarteten Vertrauen von der Gesellschaft, „denn der Bauer weiß, was seine Böden und Pflanzen brauchen.“ Eingeladen hatten BUND und evangelische Kirchengemeinde Kernen zum Thema „Lebensgrundlage Boden“.</p>
<figure id="attachment_7761" aria-describedby="caption-attachment-7761" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7761" data-permalink="https://der-medienberater.de/2026/01/31/bund-abend-landwirtschaft-braucht-vertrauen-und-wissen-um-boden/030-agrar-referenten-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Referenten-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="030 Agrar Referenten (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Referenten-quer.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Referenten-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7761 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Referenten-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Referenten-quer.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Referenten-quer.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7761" class="wp-caption-text">Sorgten für einen informativen Abend: Die Referenten (v.l.) Helmut Bleher, Ludger Herrmann und Peter Haigis.</figcaption></figure>
<p>Neben dem Landwirt beleuchteten der Theologe Dr. Peter Haigis und der Pedologe (Bodenkundler) Prof. Ludger Herrmann von der Universität Hohenheim das Thema, das stark von begrenzten Flächen, Effizienz, Biodiversität und Wirtschaftlichkeit geprägt ist. So machte Bleher deutlich, dass die Bauern mittlerweile zu 70 Prozent gepachtete Flächen bewirtschaften, deren Pacht oft schon 30 Prozent der Erlöse koste. Das erhöhe den ökonomischen Druck parallel zu sinkenden Erzeugerpreisen.</p>
<p>Erbengemeinschaften seien ein weiterer Faktor, der „zur Entfremdung von der eigenen Scholle führt.“ Denn wer den Boden nicht mehr selbst bewirtschafte, verliere die Verbundenheit zu ihm und verkaufe leichter, wenn gute Preise für weitere Gewerbe- oder Wohngebiete geboten werden. Hinzu komme der wirtschaftliche Druck, wenn Acker- oder Weinbau nicht mehr zum Leben reichen. Die Folge: Täglich werden allein im Südwesten 70 Hektar Land versiegelt.</p>
<p>Das passte zu Herrmanns wissenschaftlichen Ausführungen, wonach allein auf dem Schmiedener Feld oder auf den Fildern, wo je fruchtbarste Böden vorhanden sind, sich die Ackerflächen seit den 1960er Jahren halbiert haben. Der Bodenkundler: „Gesiedelt haben die Menschen immer in fruchtbaren Gegenden, was bei Expansion der Städte natürlich fatal ist.“ Der Boden selbst sei kein Lebewesen, sondern „ein belebtes Objekt“, das auf Grund chemischer Prozesse permanentem Wandel unterliegt. Zentrale Einflussfaktoren sind dabei Klima und Porigkeit. So bestehe Boden zu 40 bis 60 Prozent aus Luft, damit die Wurzeln Platz zum Wachsen haben, Insekten und Bakterien dort leben können, der Untergrund die Feuchtigkeit hält und das Grundwasser filtert.</p>
<p>Dabei unterscheidet der Wissenschaftler zwischen dem gut erforschten Oberboden, der agrarisch gemanagt wird, und dem kaum erforschten Unterboden, der existenziell sei für die Vegetation. Regional ist der Oberboden 20 bis 100 Zentimeter mächtig, etwa auf der kargen Schwäbischen Alb oder der fruchtbaren Main-Ebene in Franken. Mais oder Weinbau in unterrasierten Hanglagen, spüle kubikmeterweise fruchtbaren Oberboden ab, so Herrmann, wenn im Frühjahr bei starkem Regen die Böden kaum bewachsen sind.</p>
<p>Theologisch beleuchtete Haigis, einst Pfarrer in Stetten, das Thema. Mit der Sesshaftigkeit um 12.000 vor Christus sei das Thema Besitz und Ökonomisierung des Bodens aufgekommen. Die ersten Konflikte seien zwischen Nomaden, die mit ihren Herden umherzogen, und Siedlern entstanden, die immer mehr Flächen für sich beanspruchten. Das spiegele sich im Brudermord wider, von dem das Alte Testament erzählt: Bauer Kain erschlägt den Hirten Abel, dem er ökonomisch überlegen ist und dessen Nomadentum seine Interessen beeinträchtigt.</p>
<p>Mit dem Besitz hätten sich Hierarchien und Rechtsansprüche herausgebildet, so Haigis. Weil das „Recht des Stärkeren“ zum Prinzip geworden sei, habe dieser als Gegenleistung Naturalien erhalten. Solange es noch keine Schrift gab, waren Konflikte vorprogrammiert, weil etwa Wasserrechte oder Grenzverläufe nicht vertraglich geregelt waren. Boden sei zudem zur Sicherheit geworden, um Kredit zu bekommen. Konnte dieser etwa wegen Krankheit oder Missernte nicht getilgt werden, gerieten einst freie Bauern in Abhängigkeit und Knechtschaft. Von all dem erzählt die Bibel.</p>
<p>Der Opferkult, um Gott günstig zu stimmen, erlaubte das Töten von Pflanzen und Tieren. Anfangs bestand noch der Zusammenhang, dass ohnehin alles Gott gehört, der Mensch ihm seine Früchte darbringt und der Boden nur geliehen sei. Deshalb sind der Boden, Pflanzen und Tiere „heilig“, also unverfügbar für den Menschen, so Haigis. Später verlor sich dieser Kontext, von dem etwa die Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies erzählt.</p>
<p>Die Verstädterung verschlechterte im Mittelalter zunehmend die Situation der Bauern, die mit ihren Erträgen erst Handel und die Ernährung von Stadtbewohnern ermöglichten. Nun gerieten sie zunehmend in die Abhängigkeit der Städter, die ihnen durch Handel, Bildung und Militär überlegen waren. Das Erbrecht verfestigte noch diese Unrechtsstrukturen zwischen arm und reich. Im 19. Jahrhundert befassten sich Philosophen deshalb auch mit der Kollektivierung von Grund und Boden, so der Theologe.</p>
<p>An die je 25-minütigen Referate schloss sich eine lebhafte Fragerunde an, in der es um Artenvielfalt, Grundwasserschutz, Eigenversorgung, globalen Wettbewerb, Großgrundbesitz und Ausbeuterstrukturen ging. Standen je Mensch 1970 global noch 3800 Quadratmeter Ackerfläche zur Verfügung, referierte Bleher, sank dieser Wert aktuell auf unter 2000 und werde 2050 bei nur noch 1500 liegen.</p>
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		<title>Transparenz über private Vermögen würde Gesellschaft demokratisieren</title>
		<link>https://der-medienberater.de/2025/06/16/transparenz-ueber-private-vermoegen-wuerde-gesellschaft-demokratisieren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jun 2025 17:39:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Enthüllungsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Positionierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit ihrem Plädoyer für finanzielle Transparenz in Familie und Gesellschaft schreibt mir Lea Hampel in der Süddeutschen vom 14. Juni unter der Überschrift „Kontoauszüge auf den Tisch“ regelrecht aus der Seele. Denn viel basisdemokratischer wäre, man wüsste bei jedem Debattenbeitrag, ob der Redende monatlich nun über 1200 Euro verfügt oder 12.000. Denn schon bei der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7724" aria-describedby="caption-attachment-7724" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7724" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/06/16/transparenz-ueber-private-vermoegen-wuerde-gesellschaft-demokratisieren/026-sz-ausriss/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-SZ-Ausriss-rotated-e1750095482418.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="026 SZ-Ausriss" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-SZ-Ausriss-rotated-e1750095482418.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-SZ-Ausriss-rotated-e1750095482418.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7724 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-SZ-Ausriss-rotated-e1750095482418-300x225.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-SZ-Ausriss-rotated-e1750095482418.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-SZ-Ausriss-rotated-e1750095482418.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7724" class="wp-caption-text">Die &#8222;Süddeutsche&#8220; schreibt über Finanztransparenz unter Bürgern.</figcaption></figure>
<p>Mit ihrem Plädoyer für finanzielle Transparenz in Familie und Gesellschaft schreibt mir Lea Hampel in der Süddeutschen vom 14. Juni unter der Überschrift „Kontoauszüge auf den Tisch“ regelrecht aus der Seele. Denn viel basisdemokratischer wäre, man wüsste bei jedem Debattenbeitrag, ob der Redende monatlich nun über 1200 Euro verfügt oder 12.000. Denn schon bei der Selbsteinschätzung, ob man „arm“, „wohlhabend“ oder „vermögend“ sei, wird in Deutschland getrickst, gemogelt und sediert.</p>
<p>Was wäre aber dabei, wenn der Nachbar über mehrere Millionen Euro in Immobilien, ETFs und Festgeldern verfügt? Irgendwo in Deutschland muss das viele Geld ja sitzen. Das wären spannende Gespräche, wenn man mehr über das Elternhaus des Freundes erführe, in dem der selbstständige Vater über seine Verhältnisse gelebt und deshalb nur Schulden vererbt hat. Oder über die Einwanderer, die viel gespart und viele Nebenjobs ausgeübt haben, und so zu ihrem Besitz kamen.</p>
<p>Wir bräuchten nicht das Schulfach „Wirtschaft“, das Konservative immer wieder fordern, würde in den Elternhäusern mehr über Einnahmen und Ausgaben gesprochen, was z.B. der Vater brutto und was er netto verdient; was die Familie monatlich fürs Wohnen ausgibt oder jährlich fürs Reisen. Auch steuerliche Aspekte würden plötzlich sicht- und spürbar; die Relevanz einer Inflationsrate oder von Zinsen. So würde mancher besser verstehen, dass es für ihn machbar wäre, eine Immobilie zu erwerben.</p>
<p>Schon den Neffen, der eine neue Stelle angefangen hat, nach seinem Jahresgehalt zu fragen, offenbart oft die Misere: Er kann nur sein monatliches Netto sagen, weil ihm für mehr der Kontext fehlt. Das sagt viel über Elternhaus und Freundeskreis – und worüber da eben nicht gesprochen wird. Noch spannender wäre, die Kollegen tauschen sich über ihre Gehälter aus oder diese wären intern für jeden ohnehin einsehbar.</p>
<p>Ich hätte kein Problem, Kolleginnen zu erzählen, weshalb ich 50 oder 100 Prozent mehr verdiene. Z.B. weil ich besser organisiert, entscheidungsfreudiger und somit effizienter bin! Oder weil ich auch abends oder am Wochenende noch etwas arbeite (leiste!), wenn es mir zielführend und sinnstiftend scheint. Viele Chefs differenzieren die Gehälter ihrer Mitarbeiter und haben dafür logische Begründungen – nur kommuniziert wird das nicht. Geheime Kommando-Sache, weil auch der Chef feige und konfliktscheu ist.</p>
<figure id="attachment_7723" aria-describedby="caption-attachment-7723" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7723" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/06/16/transparenz-ueber-private-vermoegen-wuerde-gesellschaft-demokratisieren/026-grundbuch/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-Grundbuch-rotated.jpg?fit=480%2C640&amp;ssl=1" data-orig-size="480,640" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="026 Grundbuch" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-Grundbuch-rotated.jpg?fit=225%2C300&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-Grundbuch-rotated.jpg?fit=480%2C640&amp;ssl=1" class="wp-image-7723 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-Grundbuch.jpg?resize=225%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="225" height="300" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-Grundbuch-rotated.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-Grundbuch-rotated.jpg?w=480&amp;ssl=1 480w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-7723" class="wp-caption-text">Immobilienbesitz verbessert den Vermögensaufbau.</figcaption></figure>
<p>Weil ich mit Menschen viel über Geld rede, z.B. meine Stundensätze, meine Immobilien(-schulden), meine jährliche Steuerersparnis oder meinen Konsumverzicht, weiß ich auch von anderen relativ fiel über deren Vermögenssituation, monatliches Einkommen oder künftige Rentenanwartschaften. Ich halte das für seriös und stimmig, weil man so auch einen sozialen Ausgleich schaffen kann unter Freunden, Verwandten oder in der Partnerschaft.</p>
<p>Denn wenn der Arzt mehr verdient als die Krankenschwester, mit der er liiert ist, ist es auch fair, wenn er zwei Drittel am gemeinsamen Urlaub zahlt oder an der Miete. Auch könnte man der Tante die Reisekosten zahlen, um auf Besuch zu kommen, weil sie Zeit aber kein Ged hat – und beim Neffen ist es umgekehrt. Geld würde dann zum Werkzeug, mit dem man Probleme löst. Noch ist es aber oft so, dass der, der ehrlich über seine guten finanziellen Verhältnisse spricht, zur Antwort bekommt: „Na, dann kannst Du ja jetzt die Rechnung hier im Lokal bezahlen.“</p>
<p>Besser dagegen wäre, wenn Non-Profit-Organisationen wüßten, wen sie um eine Spende oder Förderung ansprechen sollen: Denn oft steht es liquiditätsmäßig um den unscheinbaren Beamten besser als um den Unternehmer, der vom Mindestlohn über die höheren Energiekosten, Brand- und Arbeitsschutzmaßnahmen bis zu den Zöllen alles ausgleichen muss. Grotesk: Über unsere sexuellen Präferenzen wissen vermutlich unsere Freunde heute mehr als über unsere finanzielle Situation. Lea Hampel sei Dank, dass sie mit Ihrem Essay das Thema beleuchtet hat. Mit ihrem Text hat sie demnach 425 Euro brutto verdient – die Frau ist sympathisch ehrlich.</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2025/06/16/transparenz-ueber-private-vermoegen-wuerde-gesellschaft-demokratisieren/">Transparenz über private Vermögen würde Gesellschaft demokratisieren</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Ehrenamt fördern: Helfereinsatz-App hat in Schweiz bereits 1000 Kunden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jun 2025 15:10:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Interessante Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als 1000 Vereine aus Sport, Kultur, Kirche oder sogar Firmen nutzen in der Schweiz seit 2017 die digitale Plattform „Helfereinsatz“, um ihre Ehrenamtlichen für Wettbewerbe, Konzerte oder Gottesdienste zu koordinieren. „Der organisatorische Aufwand reduziert sich für den Verantwortlichen um 90 Prozent,“ sagt Programmierer Bert Hofmänner. Gründe für die Entlastung: Events werden einfach und schnell [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7719" aria-describedby="caption-attachment-7719" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7719" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/06/11/ehrenamt-foerdern-helfereinsatz-app-hat-in-schweiz-bereits-1000-kunden/025-bert-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/025-Bert-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="025 Bert (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/025-Bert-quer.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/025-Bert-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7719 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/025-Bert-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/025-Bert-quer.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/025-Bert-quer.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7719" class="wp-caption-text">Koordiniert mit seiner App hunderte ehrenamtliche Helfer in Vereinen: Programmierer Bert Hofmänner.</figcaption></figure>
<p>Mehr als 1000 Vereine aus Sport, Kultur, Kirche oder sogar Firmen <a href="http://www.helfereinsatz.ch">nutzen in der Schweiz seit 2017 die digitale Plattform „Helfereinsatz“</a>, um ihre Ehrenamtlichen für Wettbewerbe, Konzerte oder Gottesdienste zu koordinieren. „Der organisatorische Aufwand reduziert sich für den Verantwortlichen um 90 Prozent,“ sagt Programmierer Bert Hofmänner. Gründe für die Entlastung: Events werden einfach und schnell erstellt; die Helfer tragen im System ihre Einsätze eigenständig ein und Bestätigungs- und Erinnerungsmails werden automatisch erzeugt. Auch Zuständigkeiten und eine Helferdatenbank mit relevanten Infos, etwa zu Kompetenzen wie Führerschein oder Erste-Hilfe-Kurs, können hinterlegt werden. So können Vereine auf einen Blick erkennen, welche Mitglieder immer helfen – und welche nie. Auch kann über das Portal definiert werden, dass sich bspw. jedes Mitglied verpflichtet, jährlich 20 Stunden ehrenamtlich zu erbringen. Der jeweilige Kontostand wird dann tagesaktuell erfasst.</p>
<p>Damit <a href="http://www.helfereinsatz.de">schafft die App „Helfereinsatz“</a> neben Transparenz ein Stück Gerechtigkeit. IT-Nerd Hofmänner, der 2010 für seinen eigenen Sportverein in Winterthur eine Basisversion programmiert hatte, um sich die Arbeit in seinem Ehrenamt zu erleichtern: „Manche Vereine in der Schweiz haben mit Einführung der App ihren Mitgliedsbeitrag verdoppelt und mit bspw. 20 Stunden ehrenamtlichem Engagement ist man als Mitglied wieder beim ursprünglichen Obolus – oder man dient sich ganz frei vom Beitrag.“</p>
<p>In Zeiten, in denen es immer schwieriger werde, generell noch ehrenamtliche Helfer für den Verein und seine Aktivitäten oder für die Kommune zu rekrutieren und Vereinsmitglieder und Bürger zu gewinnen, die Dienste wie das Erstellen von Einsatzplänen übernehmen, sei die App die passende Antwort auf ein drängendes Problem. Aktuell geht der Gründer, der seit 1999 mit seiner Internetagentur Hofmänner New Media GmbH (HNM) selbstständig ist, <a href="http://www.helfereinsatz.de">mit „Helfereinsatz“ auf den deutschen Vereinsmarkt</a>. „In Deutschland gibt es allein 86.000 Sportvereine, da prognostiziere ich uns mittelfristig ein Marktvolumen von 20.000 gemeinnützigen Organisationen,“ so der IT-Unternehmer, der acht Mitarbeiter beschäftigt</p>
<p>Mit dem Landesturnfest im baden-württembergischen Ravensburg, wo der Schwäbische Turnerbund 2024 mehr als 2000 Ehrenamtliche über seine Plattform organisierte, hat der Schweizer hierzulande bereits eine erste Referenz. Bislang sind 60 Prozent seiner Kunden Sportvereine, 30 Prozent kommen aus der Kulturszene und zehn Prozent sind Sonstige, etwa Kirchengemeinden, die ihre Dienstpläne für die Ministranten über das Portal organisieren.</p>
<p>Im Schnitt hat jeder Lizenznehmer 200 Helfer in seinem System und managt 20 bis 100 Aktivitäten pro Jahr über das Portal, wobei mal vier Freiwillige für den Thekendienst gesucht werden, mal 1000 Engagierte für das Stadtfest oder ein überregionales Kulturfestival mit ihren unterschiedlichsten Einsätzen vom Ordner über den Spüler und den Fahrer bis zum Ticketverkäufer. Im Schnitt, auch das geben die Daten her, sind die Ehrenamtlichen bislang dreimal jährlich im Einsatz.</p>
<p>„Unsere App ist der ideale Einstieg für jede Organisation, die ihre Prozesse nun endlich digitalisieren will,“ sagt Hofmänner. Denn den Zuständigen, die bislang oft mit Papier, Bleistift, Excel-Tabellen und Bitt-Anrufen gearbeitet haben, mache das intuitiv bedienbare Tool Spaß. Auch fielen Übergaben an Nachfolger oder Kollegen leichter, weil die Prozesse standardisiert und logisch aufgebaut sind. Angesichts von 140 bis 480 Euro Lizenzgebühr pro Jahr, was vom Funktionsumfang der App abhängt, <a href="http://www.helfereinsatz.de">ist „Helfereinsatz“ für nahezu jeden Verein erschwinglich</a>, rechnet man nur zehn Euro pro geleisteter Stunde im Ehrenamt gegen.</p>
<p>HNM hat aktuell gut 200 Kunden, von denen die Winterthurer mit etwa einem Viertel pro Jahr Projekte umsetzt. Das kann zum Beispiel der Versand per Drohne für Online-Shops sein oder die Googlemaps-basierte Vermessung von Äckern, damit Landwirte ihren Saatgutbedarf kennen oder Traktoren autonom fahren. 40 Prozent ihres Umsatzes machen die Winterthurer derzeit <a href="http://www.helfereinsatz.de">mit der „Helfereinsatz“-App</a>. Dabei sind sie generell auf Wachstumskurs. 2025 sei eine Umsatzsteigerung um ein Fünftel wahrscheinlich, so der Inhaber. 2024 waren es 15 Prozent.</p>
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		<title>Komplexität: Männerarbeit braucht Beharrlichkeit und viel Geduld</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jun 2025 13:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gestalt-Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Männerarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Positionierung]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mittlerweile leite ich als Gestalttherapeut monatlich drei Männergruppen, zwei Vätergruppen und einen Stuhlkreis samstags, der gleichermaßen Männern und Frauen offensteht. Hinzu kommen jährlich sechs Wochenendseminare, die ich in Bildungshäusern gebe, sowie sieben teils mehrtägige Männerevents bundesweit pro Jahr, bei denen ich Workshops halte und für die ich Männer interessiere und rekrutiere. Die Folge: Ich bin [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2025/06/06/komplexitaet-maennerarbeit-braucht-beharrlichkeit-und-viel-geduld/">Komplexität: Männerarbeit braucht Beharrlichkeit und viel Geduld</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7715" aria-describedby="caption-attachment-7715" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7715" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/06/06/komplexitaet-maennerarbeit-braucht-beharrlichkeit-und-viel-geduld/024-maennergruppe/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/024-Maennergruppe.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="024 Männergruppe" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/024-Maennergruppe.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/024-Maennergruppe.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7715 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/024-Maennergruppe.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/024-Maennergruppe.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/024-Maennergruppe.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7715" class="wp-caption-text">Unsere Schorndorfer Männergruppe diesen Montag: Monatlich die Gemeinschaft erleben und an der eigenen Persönlichkeit feilen.</figcaption></figure>
<p>Mittlerweile <a href="http://www.der-lebensberater.net">leite ich als Gestalttherapeut monatlich</a> drei Männergruppen, zwei Vätergruppen und einen Stuhlkreis samstags, der gleichermaßen Männern und Frauen offensteht. Hinzu kommen jährlich sechs Wochenendseminare, die ich in Bildungshäusern gebe, sowie sieben teils mehrtägige Männerevents bundesweit pro Jahr, bei denen ich Workshops halte und für die ich Männer interessiere und rekrutiere.</p>
<p>Die Folge: Ich bin fast täglich am Einladen, Ausschreiben, Erklären, Überzeugen, Gewinnen, Vernetzen, Nachfassen und Fragen beantworten zu den Veranstaltungen – ehrenamtlich und während meiner täglichen bezahlten Arbeit als Journalist, PR-Berater, Teamentwickler und Therapeut, der im Einzel mit Klienten an deren Themen arbeitet. Daraus resultiert ganzjährig eine 60-Stunden-Woche mit extrem vielen Mails, Telefonaten und Zoom-Meetings.</p>
<p>Denn oft sind Männer unentschlossen, zögerlich, ängstlich und Scham-behaftet, was den Aufwand und die Einfühlsamkeit nochmals deutlich erhöht. Ein Beispiel: Für die Schorndorfer Männergruppe bekommen 150 Empfänger fünf Tage zuvor die Einladung per Mail, damit dann tatsächlich zehn oder elf im Stuhlkreis Platz nehmen. Das ist eine Quote unter zehn Prozent. Rechne ich die Männer dazu, die ich persönlich anspreche, die über Flyer, Homepages oder Pressemeldungen davon erfahren, liegt die Quote sogar weit unter einem Prozent.</p>
<p>Soviel Schweigen oder Desinteresse kosten mich emotional sehr viel Kraft. Noch zehrender sind diejenigen, die auch nicht kommen, das aber vermeintlich rechtfertigen mit Sätzen wie „ich habe es nicht geschafft“ oder „ich habe es vergessen.“ Das sagt viel mehr über deren Unvermögen, ihr eigenes Leben zu gestalten – und ihre Vermeidung. Denn ehrlicher (und wertschätzender!) wäre, zu sagen: „Weißt Du, mir fehlt der Mut, mich mit mir und meinen Ängsten und Unzulänglichkeiten auseinanderzusetzen!“</p>
<p>Denn Jammern ist viel einfacher und gesellschaftlich weiter verbreitet als zu handeln und zu verändern. Deshalb sind wir in meiner Wahrnehmung ein Volk erschöpfter Jammerlappen einerseits und militanter Anti-Demokraten andererseits geworden. Schön und vorbildlich ist beides nicht, weshalb mir heute schon bange ist um die nachfolgende Generation. Süchte, Ängste, psychische Erkrankungen und Rechtsradikalismus legen davon eindrucksvoll und erschreckend Zeugnis ab.</p>
<p>Mein Lichtblick sind die Menschen, die meinem Ruf folgen und in meinen Stuhlkreisen ihre Schatten anschauen: Ihre massiven Selbstzweifel; ihre fehlende Selbstliebe; ihren (Selbst-)Hass; ihre toxischen Beziehungen; ihre Süchte und Zwänge etc. Die sich hinterfragen lassen, dass hinter ihrer vermeintlichen Freundlichkeit in Wahrheit die Unfähigkeit zum Konflikt, also Feigheit, und ihre Harmoniesucht liegen, um nur mal zwei Beispiele zu nennen.</p>
<p>Umso schöner sind die Rückmeldungen von Menschen, die beginnen, sich zu verändern. Die bspw. in ihre Männlichkeit gehen, Verantwortung für ihr Handeln übernehmen – und die Konsequenzen tragen. Da sind Paare, die wieder miteinander in Beziehung kommen; Väter und Söhne, die sich endlich etwas zu sagen haben; Menschen, die ihre Gefallsucht beenden oder ihre Alkoholsucht u.v.m. So wird das Leben schöner und die Welt wieder zu einem liebenswerten Ort. Denn das wahre Abenteuer liegt nicht im Außen, sondern im Inneren. Als &#8222;Reiseweltmeister&#8220; sind wir Deutschen ständig auf der Flucht statt CO2-neutral und in geschützten Räumen nach innen zu schauen. Für all die Heilung, Verbundenheit und Gemeinschaft, <a href="http://www.der-lebensberater.net">die dort erlebbar ist, mache ich weiter</a> – beharrlich und geduldig. Kommst Du mit?</p>
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		<title>Online-Coaching: Mein Pferd besser verstehen und führen können</title>
		<link>https://der-medienberater.de/2025/06/02/online-coaching-mein-pferd-besser-verstehen-und-fuehren-koennen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jun 2025 11:52:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gestalt-Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Interessante Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vermutlich ist es kein Zufall, dass Nicole Luzar Biologie studiert hat, staatlich geprüfte Übersetzerin für Englisch-Deutsch ist und fünf Sprachen nahezu fließend spricht. Seit 2020 ist die 55-Jährige Online-Coach für Pferdehalterinnen, die dabei sehr viel über sich selbst und Führung erfahren. „Schluss mit der Tierarzt-Odyssee“ lautet ein Claim auf der Homepage der Trainerin. In ihren [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7711" aria-describedby="caption-attachment-7711" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7711" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/06/02/online-coaching-mein-pferd-besser-verstehen-und-fuehren-koennen/001-nicole-luzar-im-interview/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-im-Interview.jpg?fit=2500%2C1667&amp;ssl=1" data-orig-size="2500,1667" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;DOMINIK PFAU&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Canon EOS R3&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1658599522&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;Foto: \u00a9 Dominik Pfau www.dominikpfau.de&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;50&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;640&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0015625&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="001 Nicole Luzar im Interview" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-im-Interview.jpg?fit=300%2C200&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-im-Interview.jpg?fit=750%2C500&amp;ssl=1" class="wp-image-7711 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-im-Interview.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="200" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-im-Interview.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-im-Interview.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-im-Interview.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-im-Interview.jpg?resize=1536%2C1024&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-im-Interview.jpg?resize=2048%2C1366&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-im-Interview.jpg?resize=272%2C182&amp;ssl=1 272w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-im-Interview.jpg?w=2250&amp;ssl=1 2250w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7711" class="wp-caption-text">Gefragte Online-Coachin: Nicole Luzar.</figcaption></figure>
<figure id="attachment_7712" aria-describedby="caption-attachment-7712" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7712" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/06/02/online-coaching-mein-pferd-besser-verstehen-und-fuehren-koennen/001-nicole-luzar-bei-podcast-aufnahme/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-bei-Podcast-Aufnahme-scaled.jpg?fit=2560%2C1440&amp;ssl=1" data-orig-size="2560,1440" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;1.9&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;MI 8 Lite&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1658593522&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;3.94&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;100&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.03030303030303&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="001 Nicole Luzar bei Podcast-Aufnahme" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-bei-Podcast-Aufnahme-scaled.jpg?fit=300%2C169&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-bei-Podcast-Aufnahme-scaled.jpg?fit=750%2C422&amp;ssl=1" class="wp-image-7712 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-bei-Podcast-Aufnahme.jpg?resize=300%2C169&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="169" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-bei-Podcast-Aufnahme-scaled.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-bei-Podcast-Aufnahme-scaled.jpg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-bei-Podcast-Aufnahme-scaled.jpg?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-bei-Podcast-Aufnahme-scaled.jpg?resize=1536%2C864&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-bei-Podcast-Aufnahme-scaled.jpg?resize=2048%2C1152&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/001-Nicole-Luzar-bei-Podcast-Aufnahme-scaled.jpg?w=2250&amp;ssl=1 2250w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7712" class="wp-caption-text">Podcasts sind ein wichtiges Medium für Nicole, um neue Klientinnen für ihre Arbeit zu interessieren.</figcaption></figure>
<p>Vermutlich ist es kein Zufall, dass Nicole Luzar Biologie studiert hat, staatlich geprüfte Übersetzerin für Englisch-Deutsch ist und fünf Sprachen nahezu fließend spricht. Seit 2020 ist die 55-Jährige <a href="http://www.pferdedolmetscherin.com">Online-Coach für Pferdehalterinnen</a>, die dabei sehr viel über sich selbst und Führung erfahren. „Schluss mit der Tierarzt-Odyssee“ lautet ein Claim auf der Homepage der Trainerin.<br />
In ihren digitalen Sessions spiegelt Luzar ihren mittlerweile mehr als 550 Teilnehmerinnen die Perspektive ihrer Huftiere und sagt: „Wenn Du Dein Pferd verstehst und selbst entspannt bist, könnt ihr miteinander viel Freude haben.“ Auch profitierten die Klienten, zu 98 Prozent Frauen, im beruflichen und privaten Bereich von den Erfahrungen, die sie in diesen Sessions und mit ihren Pferden machen.</p>
<p>Das Coaching, das vier Monate lang den Zugriff auf eine Online-Plattform erlaubt, beinhaltet sechs Stunden Theorie, die die Reiterinnen im Schnitt zehn Stunden in dieser Zeit durcharbeiten. Das Gros sind 32 je einstündige Calls, also zwei pro Woche, an denen zwölf bis 32 Kundinnen teilnehmen und ihre Fragen, Wahrnehmungen und Gefühle einbringen. Diese Sessions werden aufgezeichnet und stehen den Pferdeliebhaberinnen zum Nacharbeiten zur Verfügung. So lernen sie etwa den Zusammenhang, dass das Pferd dann im freien Feld verängstigt ist, wenn dessen Reiterin es ist.</p>
<p>Zwei Einzelcoachings und eine sogenannte Energie-Behandlung sind in der Lizenzgebühr inbegriffen, die regulär bei 5000 Euro liegt. Luzar, die seit 2016 der Liebe wegen in Südfrankreich lebt, erreicht ihre Kundinnen über Aktivitäten auf Instagram, Facebook, Youtube, als Referentin bei Online-Kongressen oder interviewte Expertin in Podcasts sowie über Empfehlung.<br />
„Im Schnitt sind meine Teilnehmerinnen 35 bis 55 Jahre alt, leben auf dem stadtnahen Land und gehören keiner spezifischen sozialen Gruppe an,“ skizziert Luzar ihre Klientel. Letztlich bräuchte sie nicht mal das Spezifikum Pferd, weil es im Kern um die Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung jeder einzelnen Frau geht. Allerdings habe sich herausgestellt, dass die Fokussierung auf Reiterinnen im Marketing und in der Zielgruppenansprache günstig sei.</p>
<p>Die Diplom-Biologin, die in Gießen an der Liebigschule 1989 Abitur gemacht und in der Stadt zusätzlich Psychologie und Pädagogik auf Lehramt studiert hat, war schon immer eine gute Zuhörerin, die durch präzise Nachfragen beeindruckte. „Über meine Nickel-Allergie, die sich als Allergie gegen Geld entpuppte, bin ich zur Energiearbeit gekommen,“ <a href="http://www.pferdedolmetscherin.com">sagt die Pferdedolmetscherin.</a> So half sie – eher durch Zufall und unter dem Eindruck ihrer Energiearbeit – einer Freundin bei deren Problemen im Umgang mit ihrem Pferd. Das war die Initialzündung für das Coaching, das die gebürtige Essenerin heute mit zehn freien Mitarbeiterinnen anbietet.</p>
<p>Neben Studium und einer systemischen Ausbildung kam Luzar auch zum alternativmedizinischen Reiki, also dem Hände-auflegen; zur chinesischen Quantenmethode, die unterbewusste Entscheidungen identifiziert; und zum Emotionscode, der für krankmachende Gefühle sensibilisiert. Aus all diesen Techniken entstand die von Luzar entwickelte FTA-Methode: Mittels Muskeltests, dem sogenannten Biofeedback, werden die tieferen Ursachen eines Problems ermittelt, Blockaden im Körper lokalisiert und die zielführendsten Lösungswege identifiziert, die von A wie Abgrenzung bis Z wie Zufriedenheit reichen und das komplette Spektrum der Persönlichkeitsentwicklung umfassen.</p>
<p>„Das Coaching geht mir leicht von der Hand,“ sagt die Fachfrau, „die technischen Sachen im Online-Coaching und im Social Media-Marketing sind da deutlich größere Herausforderungen für mich.“ Für Letzteres habe sie Unterstützung von Mitarbeitern und ihrem Partner. Interessenten durchlaufen ein mehrstufiges Aufnahmeverfahren, bei dem bspw. psychisch Kranke abgelehnt werden. Das Erstgespräch erfolgt am Telefon, das Zweitgespräch per Zoom. Dabei werden Gründe und Motive für das Coaching hinterfragt sowie die Motivation. Das sind Fragen wie „Hast Du die Zeit für diese innere Arbeit?“ oder „Willst Du Dich wirklich verändern?“</p>
<p>Luzar: „Wer die Ursache für die Störung beim Reiten nur beim vermeintlich schwierigen Pferd sieht, lernt bei uns, auch seine eigenen Anteile zu sehen, die ihm sein Vierbeiner spiegelt.“ Dafür sei ihr Sprachbewußtsein sehr hilfreich und die Fähigkeit, genau zuzuhören. Denn „jede Antwort ist nur so gut wie die Frage, die zuvor gestellt wurde.“ Zudem hat die Wahl-Französin mit 11.000 Stunden Coaching mittlerweile extrem viel Erfahrung, um den Reiterinnen die Sicht ihrer Pferde zu spiegeln, die klare Ansagen brauchen in Wort und Tat und jede Unsicherheit spüren.</p>
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		<title>3. Chemnitzer Männerfestival:  „Mich zeigen, wie ich wirklich bin!“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 May 2025 08:20:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gestalt-Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Männerarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rund 60 Männer bis aus Dresden und dem Vogtland, vereinzelt auch aus Flensburg, Göttingen oder Stuttgart, haben zwei Tage am 3. Chemnitzer Männerfestival teilgenommen, das auch künftig jährlich am Muttertags-Wochenende stattfindet. Veranstalter auf dem Gelände der Holzkirche in der Ahornstraße 47 ist der „Männerarbeit Chemnitz e.V.“ um dessen Gründer Thomas Mäder und Dirk Kreuzer, ein [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7706" aria-describedby="caption-attachment-7706" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7706" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/05/21/3-chemnitzer-maennerfestival-mich-zeigen-wie-ich-wirklich-bin/002-kakao-zeremonie/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/002-Kakao-Zeremonie.jpg?fit=1280%2C960&amp;ssl=1" data-orig-size="1280,960" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="002 Kakao-Zeremonie" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/002-Kakao-Zeremonie.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/002-Kakao-Zeremonie.jpg?fit=750%2C563&amp;ssl=1" class="wp-image-7706 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/002-Kakao-Zeremonie.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/002-Kakao-Zeremonie.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/002-Kakao-Zeremonie.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/002-Kakao-Zeremonie.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/002-Kakao-Zeremonie.jpg?w=1280&amp;ssl=1 1280w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7706" class="wp-caption-text">Beeindruckendes Ritual: Kakau-Zeremonie am Abend in der Holzkirche.</figcaption></figure>
<p>Rund 60 Männer bis aus Dresden und dem Vogtland, vereinzelt auch aus Flensburg, Göttingen oder Stuttgart, haben zwei Tage am <a href="https://maennerfestival.in-chemnitz.de/">3. Chemnitzer Männerfestival</a> teilgenommen, das auch künftig jährlich am Muttertags-Wochenende stattfindet. Veranstalter auf dem Gelände der Holzkirche in der Ahornstraße 47 ist der „Männerarbeit Chemnitz e.V.“ um dessen Gründer Thomas Mäder und Dirk Kreuzer, ein promovierter Ingenieur und ein Ex-Gastronom, der mittlerweile mit Coaching-Angeboten und Männer-Runden in der Stadt selbstständig ist.</p>
<p>Deren Teilnehmer bildeten auch am Wochenende die Basis für das Event, das am Freitag mit dem Konzert eines Liedermachers begann. Insgesamt fanden vom Haka-Tanz der Maori über Eisbaden, Bogenschießen, einen Kuschelkurs und Stuhlkreise zu persönlichen Themen insgesamt gut 20 Workshops statt, die teils parallel im Freien und in der Holzkirche liefen. Der Mix unterschiedlicher Akzente wie körperlicher Aktivität, Spiritualität oder Gestalttherapie bot jedem die Möglichkeit, die für ihn passenden Angebote wahrzunehmen und neue Erfahrungen zu machen bzw. Blockaden zu lösen und alte Verletzungen im Idealfall sogar zu heilen.</p>
<p>Wer in den Pausen über den Platz schlenderte, während der Mahlzeiten mit anderen ins Gespräch kam, am Plenum teilnahm oder Workshops besuchte, konnte die wertschätzende Atmosphäre, die Verbundenheit untereinander und das Gemeinschaftsgefühl wahrnehmen, das hier vom 20- bis zum 75-Jährigen jeden der Männer ergriff. Dabei passte der soziale Mix vom Azubi oder Studenten über den Facharbeiter, Selbstständigen oder Manager bis hin zum Arbeitslosen oder Rentner.</p>
<p>„Was uns verbindet, ist unsere gemeinsame Suche nach männlicher Identität,“ bringt es Kreuzer auf den Punkt. Entsprechend diente das Festival dazu, sich selbst und andere besser kennenzulernen, die eigene Persönlichkeit zu entwickeln und einen gesunden Zugang zu den eigenen Gefühlen zu bekommen. Das Ergebnis war spür-, hör- und sichtbar: Da wurde viel gelacht, getanzt, umarmt – und betrauert und geweint. Ein Teilnehmer: „Wo sonst im Alltag darfst Du Dich zeigen, wie Du wirklich bist? Und wen interessiert dort, wie es Dir wirklich geht?“<br />
<a href="https://maennerfestival.in-chemnitz.de/">2026 findet das Chemnitzer Männerfestival am 9./10. Mai statt.</a></p>
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		<title>Schorndorf: Wie Kunst eine Stadtgesellschaft inspiriert und prägt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 2025 17:50:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Interessante Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Positionierung]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einen kurzweiligen Streifzug durch die vergangenen 100 Jahre Kunst- und Zeitgeschichte der Stadt Schorndorf hat am Montag der profunde lokale Kenner Eberhard Abele unternommen. Mehr als 50 Besucher wollten im städtischen Museum hören, was der Organisator des ersten Schorndorfer Bildhauersymposiums von 1987 in gut einer Stunde zu sagen hatte. Fast schon im Galopp reihte der [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2025/04/30/schorndorf-wie-kunst-eine-stadtgesellschaft-inspiriert-und-praegt/">Schorndorf: Wie Kunst eine Stadtgesellschaft inspiriert und prägt</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7694" aria-describedby="caption-attachment-7694" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7694" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/04/30/schorndorf-wie-kunst-eine-stadtgesellschaft-inspiriert-und-praegt/022-eberhard-abele-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/04/022-Eberhard-Abele-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="022 Eberhard Abele (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/04/022-Eberhard-Abele-quer.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/04/022-Eberhard-Abele-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7694 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/04/022-Eberhard-Abele-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/04/022-Eberhard-Abele-quer.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/04/022-Eberhard-Abele-quer.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7694" class="wp-caption-text">Stieß auf hohe Resonanz: Abeles Vortrag über Kunst in Schorndorf.</figcaption></figure>
<p>Einen kurzweiligen Streifzug durch die vergangenen 100 Jahre Kunst- und Zeitgeschichte der Stadt Schorndorf hat am Montag der profunde lokale Kenner Eberhard Abele unternommen. Mehr als 50 Besucher wollten im städtischen Museum hören, was der Organisator des ersten Schorndorfer Bildhauersymposiums von 1987 in gut einer Stunde zu sagen hatte. Fast schon im Galopp reihte der Referent von der Kaiserzeit bis in die jüngste Geschichte dutzende Namen aneinander und bot damit auch weniger Kundigen eine hilfreiche Orientierung in der kommunalen Kulturgeschichte.</p>
<p>Ausgehend von Gustav Schlipf, der von 1905 bis 1919 Zeichenlehrer in Schorndorf war, zeigte Abele die lokale Verflechtung mit der Staatlichen Württembergischen Kunstschule in Stuttgart und der dortigen Bauhausszene auf. Die Schorndorfer Ina Krämer, Werner Diez oder Paul Bay, Malermeister in der Höllgasse, besuchten die Stuttgarter Gewerbeschule für Kunst.</p>
<p>So erlebten sie den Bau des Stuttgarter Bahnhofs 1922, den Hindenburgbaus 1928 oder der Weißenhofsiedlung mit, die in nur vier Monaten Bauzeit entstand. Mies van der Rohe, Le Corbusier oder Mart Stam (1899-1986), der den hinterbeinlosen Stuhl aus gebogenem Rohr designte, um „den Raum zu sprengen“ und eine scheinbar schwebende Sitzfläche zu kreieren, prägten diese Zeit. Der Schorndorfer Eisenmöbelhersteller Arnold, damals Weltmarktführer, produzierte dieses Designerstück in Großserie.</p>
<p>2010, so Abele, habe Timm Ulrichs in seiner Kunst dieses Stuhlthema aufgegriffen, etwa im „Stuhl, der sich zur Ruhe setzt“. Ein Exponat habe die Stadt erworben und stellt es seither im Rathaus im ersten Stock aus. In der NS-Zeit habe der Schwäbisch Gmünder Künstler Prof. Jakob Fährle etliche Aufträge in Schorndorf erhalten, etwa eine Stahlskulptur zum 100. Geburtstag von Gottlieb Daimler 1934, die aber 1943 für die Kriegswirtschaft wieder eingeschmolzen wurde.</p>
<p>Oder eine martialische Darstellung der „Schorndorfer Weiber“, die von 1939 bis 1965 als Akt der Befreiung inszeniert war; 1939 eine Hindenburg-Büste oder 1941 eine Gussplatte für die Palm-Gedenkstätte, die die Szene der Erschießung des Freiheitskämpfers durch französische Soldaten zeigt. Nach dem Krieg erlangte Werner Diez regionale Bedeutung, der als Wehrmachtssoldat Russen und Ukrainer mit sympathischen Gesichtszügen gezeichnet hatte und diese Bilder über Kuriere auf Heimaturlaub nach Schorndorf bringen ließ.</p>
<p>Der Porträtmaler und Glaskünstler Alfred Seidel zeigte 1945/46 in seinen Werken die Gräuel des Krieges, wenn er etwa schmerzverzerrte Schreiende darstellte. Und Werner Oberle, der 1941 mit Widerstandskämpfer Hans Scholl korrespondierte, gab ab 1947 Zeichenkurse bei der Volkshochschule und hielt Vorträge über württembergische Künstler. Sein „expressiver Realismus“, so Abele, zeichnete ihn aus, wenn er etwa Blumensträuße malte oder „starke Männer“, eines seiner Hauptthemen.</p>
<p>1955 hinterließen Wilhelm Geyer und Florian Jakowitsch ihre Handschrift in den Glasfenstern des Neubaus der Heilig Geist-Kirche. Alfred Seidel gestaltete den Turm der Kirche und Anneliese Hahn thematisierte immer wieder die „Schorndorfer Weiber“. Gottfried von Stockhausen, der in Stalingrad gekämpft hatte und 1960 das Fresko der „Weiber“ am Rathaus anbrachte, vollzog den Switch von den einst kriegerischen Frauen hin zu den Frauen um Barbara Künkelin, die im Dialog und mit Diplomatie den Konflikt im Dreißigjährigen Krieg klären. 1969 trat Karlheinz Eisele auf den Plan, der aus dem leeren Sockel des einstigen Hindenburg-Denkmals für 700 Mark Rundungen herausmeißelte, die die Städtepartnerschaft mit Tulle als dynamische Verwebung symbolisieren sollten.</p>
<p>An diesem Beispiel vertiefte Abele, dass es immer ein Kampf in der Stadt gewesen sei, Geld für Kunst bereitzustellen. 1973 habe Frieder Stöckle erstmals ausgestellt und in den 1980er-Jahren sei die Kontroverse zwischen Tradition und Kunstszene zum öffentlichen Politikum geworden. Da sei es um die inhaltliche Ausrichtung des Stadtmuseums ebenso gegangen wie um bürgerschaftliche Beteiligung durch das spätere Kulturforum oder die Durchsetzung einer Fußgängerzone.</p>
<p>1986 gründete sich das Figurentheater Phönix und 1987 fand das erste Bildhauersymposium statt. Der Referent: „Das war eine günstige Verbindung zwischen Bürgermeister Reinhard Handke und Künstler Frieder Stöckle im Kontext der Zeit von Lothar Späth als Ministerpräsident.“ Nun habe sich die „Künstlergruppe Olga 87“ gegründet und man habe wahrgenommen, dass es in der Stadt 14 Ateliers gab., die sich 1990 bei einer Ausstellung in Tulle präsentierten; zuhause Quartiersarbeit machten, in dem sie Menschen zum Dialog zusammenbrachten, und Skulpturen im öffentlichen Raum präsentierten. Stellvertretend nannte der Referent allen voran Renate Busse, Gez Zirkelbach, Ebba Kaynak oder auch Christoph Traub.</p>
<p>Kunst bleibe ein spannendes Thema in der Stadt, insbesondere im Kontext von „Kunst am Bau“. Dafür stünden die PV-Installation im neuen Burg-Gymnasium, die Wandmalereien in der Klinik, die Skulptur am Neubau der Stadtwerke oder das Zirkelbachbild in der Rainbrunnen-Grundschule, an dem jährlich die Drittklässler weitermalen. Die Kunstgalerie und die jährliche Kunstnacht im September seien zudem Leuchttürme, die das Erreichte sichtbar machten.</p>
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