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	<title>Enthüllungsjournalismus - Der Medienberater</title>
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		<title>Berliner Ex-Polizeiseelsorger berichtet: Spannende Einblicke in Alltag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2026 12:26:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Tief bewegende Einblicke in die Berliner Polizeiarbeit hat Reinhard Voigt knapp 100 Besuchern des „Dienstagsfrühstücks im Wittumhof“ (31.03.) im evangelischen Gemeindezentrum von Plüderhausen gegeben. Der 75-jährige Theologe war von 2002 bis 2015 dort Polizeiseelsorger. Kurzweilig schilderte der gebürtige Leipziger, der zur Wendezeit 1989 Pfarrer in Ost-Berlin war und dort die Telefonseelsorge nach westlichem Vorbild aufbaute, [&#8230;]</p>
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<p>Tief bewegende Einblicke in die Berliner Polizeiarbeit hat Reinhard Voigt knapp 100 Besuchern des „Dienstagsfrühstücks im Wittumhof“ (31.03.) im evangelischen Gemeindezentrum von Plüderhausen gegeben. Der 75-jährige Theologe war von 2002 bis 2015 dort Polizeiseelsorger. Kurzweilig schilderte der gebürtige Leipziger, der zur Wendezeit 1989 Pfarrer in Ost-Berlin war und dort die Telefonseelsorge nach westlichem Vorbild aufbaute, welchen Belastungen Polizisten im Streifendienst ausgesetzt sind, aber auch Beamte des SEK oder Präzisionsschützen.</p>
<p>Mittels Powerpoint warf Voigt Veröffentlichungen der Berliner Presse an die Saalwand, die über Hochhausbrände, Raubüberfälle, schwere Verkehrsunfälle, Bandenkriminalität oder Schießereien berichteten und erzählte jeweils den Hintergrund aus Polizeisicht dazu, wenn etwa ein Beamter zu Tode kam, selbst einen Täter erschießen musste oder Schwerverletzte oder Leichen bergen sollte. „Ein Polizist muss binnen fünf Sekunden entscheiden, ob er schießt und welche Konsequenzen das hat,“ so der Referent, der vor 2002 in einer psychologischen Beratungsstelle gearbeitet hatte. Ein Beamter, der mit der Schusswaffe einen Täter kampfunfähig gemacht hatte, habe ihm danach 2,5 Stunden erzählt, was ihm in diesen maximal zehn Sekunden alles durch den Kopf gegangen sei bis hin zu disziplinarischen Konsequenzen für ihn selbst.</p>
<p>„Ich war immer wieder beeindruckt von der Professionalität, mit der die Polizisten ihren gefährlichen Beruf ausüben,“ so Voigt, der in der DDR vor seinem Theologiestudium selbst den Militärdienst abgeleistet hatte. Und doch sei gerade in dieser Berufsgruppe die Suizidquote extrem hoch, nicht zuletzt, weil jeder über eine Schusswaffe verfügt. So erzählte er von Einsätzen, die er hatte, nachdem etwa in einem Revier sich binnen vier Tagen zwei Polizisten selbst erschossen hatten. Oder der Nachbetreuung von Beamtinnen, die selbst junge Mütter waren, nachdem etwa Babyleichen geborgen worden waren.</p>
<p>Der Referent, der im Ruhestand seit vier Jahren in Urbach lebt: „Solch dramatische Ereignisse kann man nicht einfach veratmen, wie hartgesottene Polizisten das früher gemacht haben.“ Darüber sprechen helfe, das Erlebte zu verarbeiten, zu sortieren und letztlich zu integrieren. Dabei helfe auch, der Trauer breiten Raum zu geben und als Begleiter und Unterstützer Gefühle wie Ohnmacht und Verzweiflung auszuhalten.</p>
<p>In all den Jahren habe er aber nicht nur Uniformierte, Opfer und Angehörige begleitet, etwa im Rahmen von 130 Beerdigungen mit bis zu 1200 Trauernden, sondern auch viele Trauungen und Taufen vollzogen und Gottesdienste gehalten. Ein Highlight sei immer die Christmette im Berliner Dom mit 1400 Gläubigen gewesen, darunter bis zu 700 Polizisten aller Einheiten und Dienstgrade.</p>
<p>Begonnen habe er 2002, in dem er anfänglich viele Polizeidienste begleitete, um den Alltag der Polizisten kennenzulernen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Dazu gehörten Streifendienst, Hausdurchsuchungen, Razzien, Festnahmen oder das Inspizieren von Tatorten. Mehrmals sei er tagelang mit Polizisten im Einsatz gewesen, etwa beim G8-Treffen der Staatsoberhäupter oder bei Einsätzen rund um die Kernenergie. Dabei habe er den Hass erlebt, dem Polizisten seitens von Demonstranten öfter ausgesetzt sind. Aber auch die positive Überraschung von Einsatzkräften, „dass die Kirche auch mal auf unserer Seite steht.“</p>
<p>Nach gut einer Stunde Referat zeugten viele Nachfragen aus dem Auditorium davon, dass Veranstalter Thomas Letsch mit dem Referenten eine gute Wahl getroffen hatte. Dafür sprach auch die hohe Zahl der Zuhörer und der langanhaltende Applaus der Senioren, von denen gut die Hälfte von auswärts kam. Beim nächsten Frühstück am 28. April, das um 8.45 Uhr beginnt, referiert Diakonin Isabel Munk ab 10 Uhr über den Umgang mit dem Tod, wenn Angehörige und Freunde sterben. Anmeldung bei <a href="mailto:thomas.r.letsch@gmx.de">thomas.r.letsch@gmx.de</a>, Tel. 07181/82266.</p>
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		<title>Pfarrer aus Dresden: Warum AfD im Osten so erfolgreich ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2026 08:55:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Erfahrung, dass die soziale Marktwirtschaft nicht jedem dieselben Startchancen ermöglicht, ist in den neuen Bundesländern eine von vielen Ursachen, dass sich dort die Bürger vermehrt der AfD zuwenden. Diese These vertritt Marcus Baumgärtner. Der evangelische Pfarrer von Winterbach, aufgewachsen in Dresden und studiert in Leipzig, sprach jüngst (05.02.) auf Einladung der Katholischen Erwachsenenbildung im [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7767" aria-describedby="caption-attachment-7767" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" data-attachment-id="7767" data-permalink="https://der-medienberater.de/2026/02/11/pfarrer-aus-dresden-warum-afd-im-osten-so-erfolgreich-ist/005-marcus-baumgaertner-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?fit=2560%2C1920&amp;ssl=1" data-orig-size="2560,1920" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="005 Marcus Baumgärtner (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?fit=750%2C563&amp;ssl=1" class="wp-image-7767 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/02/005-Marcus-Baumgaertner-quer-scaled.jpg?w=2250&amp;ssl=1 2250w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7767" class="wp-caption-text">Überwältigende Resonanz: Kein Platz blieb bei diesem differenzierten Vortrag frei. FOTO: FROMM</figcaption></figure>
<p>Die Erfahrung, dass die soziale Marktwirtschaft nicht jedem dieselben Startchancen ermöglicht, ist in den neuen Bundesländern eine von vielen Ursachen, dass sich dort die Bürger vermehrt der AfD zuwenden. Diese These vertritt Marcus Baumgärtner. Der evangelische Pfarrer von Winterbach, aufgewachsen in Dresden und studiert in Leipzig, sprach jüngst (05.02.) auf Einladung der Katholischen Erwachsenenbildung im katholischen Gemeindehaus in Weiler. Der Saal war bis auf den letzten Quadratmeter bestuhlt und doch standen an der Seite etliche der gut 90 Zuhörer.</p>
<p>Vor fünf Jahren wechselte der zweifache Vater aus Sachsen auf eine 50%-Stelle in Winterbach. Zuvor arbeitete er in einer „Brennpunktgemeinde“ in Bautzen. Seine These: Wo Menschen im Osten in ihrem christlichen Glauben verwurzelt sind, waren sie weder für den DDR-Sozialismus anfällig noch jetzt für die AfD-Positionen. Der Grund: Diese Menschen wissen, dass sie Gottes geliebte Kinder sind. Das wirkt wie ein Privileg und ankert die Menschen.</p>
<p>Dagegen hätten die SED-Parteikader ab deren erstem Lebensjahr die Menschen indoktriniert, dass die Partei wisse, was gut für sie ist und der Sozialismus sie in allen Lebenslagen beschützt. Nach der Wende hätten sich die Ostbürger bürgerlichen Parteien zugewandt, vor allem der CDU, weil sie das Versprechen geglaubt hätten, dass Leistung belohnt wird. Die Privatisierung der Wirtschaft und der globale Wettbewerb, so Baumgärtner, habe aber für viele Arbeitslosigkeit, Unsicherheit und sozialen Abstieg bedeutet.</p>
<p>Hinzu kam, dass Westdeutsche immer den Vorteil hatten, sich in der Marktwirtschaft bereits besser auszukennen, ihr Netzwerk und ihre Kontakte zu haben – und vor allem das Kapital oder zumindest die Kreditwürdigkeit, schneller, günstiger und überhaupt an Geld zu kommen. „In dieser Situation haben Demagogen wie Björn Höcke und andere den Leuten gesagt: Du musst gar nichts leisten. Allein durch Deine Zugehörigkeit zum deutschen Volk bist Du privilegiert,“ so der Referent. Das sei Balsam auf die Wunden des „gekränkten Stolzes“ gewesen, der schon zu DDR-Zeiten durch mangelnde Wettbewerbsfähigkeit lädiert gewesen sei.</p>
<p>Das Gefährliche und Perfide: Diese Linie, um Stimmen für die AfD zu gewinnen, wertet automatisch Nicht-Deutsche ab. Zwar hatte es in der DDR – abgesehen von Sowjetsoldaten &#8211; kaum 100.000 Menschen aus Vietnam, Mozambique, Kuba, Angola oder China gegeben, die zudem separiert gelebt hatten und nur zur Ausbildung im Land waren. Doch spätestens mit Öffnung der Grenzen 2015, um den Flüchtlingsstrom über den Balkan nach Deutschland zu lassen, hatte die AfD ihr Thema gefunden.</p>
<p>Insgesamt führte der Theologe zehn Punkte aus, die den Aufschwung der AfD in den neuen Bundesländern begünstigen. Besonders interessanterweise in Thüringen und Sachsen, wo der wirtschaftliche Aufschwung am ehesten angekommen ist. Baumgärtner gab aber zu bedenken, dass rechtsradikale und -extreme Parteien in Frankreich, Italien, den Niederlanden oder zuletzt in den USA schön länger reüssierten und Deutschland zeitverzögert folge. Und: Aktuell lege die AfD in den alten Bundesländern deutlicher zu als in den neuen. Er wertet dies als Indiz, dass deren Potential allmählich ausgeschöpft sei.</p>
<p>Immer wieder ließ der eloquente Referent in seinem gut einstündigen Vortrag Zwischenfragen und Statements zu. Diese belegten, wie sehr das Thema das überwiegend ältere Publikum bewegt. So stellen die Ostdeutschen zwar 19 Prozent der Bevölkerung, aber in Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft stellen sie in keinem Bereich mehr als zwei oder vier Prozent der Führungskräfte. Und bis zu 80 Prozent der Mieten in Dresden oder Halle werden in die alten Bundesländer überwiesen.</p>
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		<title>Transparenz über private Vermögen würde Gesellschaft demokratisieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jun 2025 17:39:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit ihrem Plädoyer für finanzielle Transparenz in Familie und Gesellschaft schreibt mir Lea Hampel in der Süddeutschen vom 14. Juni unter der Überschrift „Kontoauszüge auf den Tisch“ regelrecht aus der Seele. Denn viel basisdemokratischer wäre, man wüsste bei jedem Debattenbeitrag, ob der Redende monatlich nun über 1200 Euro verfügt oder 12.000. Denn schon bei der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7724" aria-describedby="caption-attachment-7724" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" data-attachment-id="7724" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/06/16/transparenz-ueber-private-vermoegen-wuerde-gesellschaft-demokratisieren/026-sz-ausriss/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-SZ-Ausriss-rotated-e1750095482418.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="026 SZ-Ausriss" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-SZ-Ausriss-rotated-e1750095482418.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-SZ-Ausriss-rotated-e1750095482418.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7724 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-SZ-Ausriss-rotated-e1750095482418-300x225.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-SZ-Ausriss-rotated-e1750095482418.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-SZ-Ausriss-rotated-e1750095482418.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7724" class="wp-caption-text">Die &#8222;Süddeutsche&#8220; schreibt über Finanztransparenz unter Bürgern.</figcaption></figure>
<p>Mit ihrem Plädoyer für finanzielle Transparenz in Familie und Gesellschaft schreibt mir Lea Hampel in der Süddeutschen vom 14. Juni unter der Überschrift „Kontoauszüge auf den Tisch“ regelrecht aus der Seele. Denn viel basisdemokratischer wäre, man wüsste bei jedem Debattenbeitrag, ob der Redende monatlich nun über 1200 Euro verfügt oder 12.000. Denn schon bei der Selbsteinschätzung, ob man „arm“, „wohlhabend“ oder „vermögend“ sei, wird in Deutschland getrickst, gemogelt und sediert.</p>
<p>Was wäre aber dabei, wenn der Nachbar über mehrere Millionen Euro in Immobilien, ETFs und Festgeldern verfügt? Irgendwo in Deutschland muss das viele Geld ja sitzen. Das wären spannende Gespräche, wenn man mehr über das Elternhaus des Freundes erführe, in dem der selbstständige Vater über seine Verhältnisse gelebt und deshalb nur Schulden vererbt hat. Oder über die Einwanderer, die viel gespart und viele Nebenjobs ausgeübt haben, und so zu ihrem Besitz kamen.</p>
<p>Wir bräuchten nicht das Schulfach „Wirtschaft“, das Konservative immer wieder fordern, würde in den Elternhäusern mehr über Einnahmen und Ausgaben gesprochen, was z.B. der Vater brutto und was er netto verdient; was die Familie monatlich fürs Wohnen ausgibt oder jährlich fürs Reisen. Auch steuerliche Aspekte würden plötzlich sicht- und spürbar; die Relevanz einer Inflationsrate oder von Zinsen. So würde mancher besser verstehen, dass es für ihn machbar wäre, eine Immobilie zu erwerben.</p>
<p>Schon den Neffen, der eine neue Stelle angefangen hat, nach seinem Jahresgehalt zu fragen, offenbart oft die Misere: Er kann nur sein monatliches Netto sagen, weil ihm für mehr der Kontext fehlt. Das sagt viel über Elternhaus und Freundeskreis – und worüber da eben nicht gesprochen wird. Noch spannender wäre, die Kollegen tauschen sich über ihre Gehälter aus oder diese wären intern für jeden ohnehin einsehbar.</p>
<p>Ich hätte kein Problem, Kolleginnen zu erzählen, weshalb ich 50 oder 100 Prozent mehr verdiene. Z.B. weil ich besser organisiert, entscheidungsfreudiger und somit effizienter bin! Oder weil ich auch abends oder am Wochenende noch etwas arbeite (leiste!), wenn es mir zielführend und sinnstiftend scheint. Viele Chefs differenzieren die Gehälter ihrer Mitarbeiter und haben dafür logische Begründungen – nur kommuniziert wird das nicht. Geheime Kommando-Sache, weil auch der Chef feige und konfliktscheu ist.</p>
<figure id="attachment_7723" aria-describedby="caption-attachment-7723" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7723" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/06/16/transparenz-ueber-private-vermoegen-wuerde-gesellschaft-demokratisieren/026-grundbuch/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-Grundbuch-rotated.jpg?fit=480%2C640&amp;ssl=1" data-orig-size="480,640" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="026 Grundbuch" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-Grundbuch-rotated.jpg?fit=225%2C300&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-Grundbuch-rotated.jpg?fit=480%2C640&amp;ssl=1" class="wp-image-7723 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-Grundbuch.jpg?resize=225%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="225" height="300" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-Grundbuch-rotated.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-Grundbuch-rotated.jpg?w=480&amp;ssl=1 480w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-7723" class="wp-caption-text">Immobilienbesitz verbessert den Vermögensaufbau.</figcaption></figure>
<p>Weil ich mit Menschen viel über Geld rede, z.B. meine Stundensätze, meine Immobilien(-schulden), meine jährliche Steuerersparnis oder meinen Konsumverzicht, weiß ich auch von anderen relativ fiel über deren Vermögenssituation, monatliches Einkommen oder künftige Rentenanwartschaften. Ich halte das für seriös und stimmig, weil man so auch einen sozialen Ausgleich schaffen kann unter Freunden, Verwandten oder in der Partnerschaft.</p>
<p>Denn wenn der Arzt mehr verdient als die Krankenschwester, mit der er liiert ist, ist es auch fair, wenn er zwei Drittel am gemeinsamen Urlaub zahlt oder an der Miete. Auch könnte man der Tante die Reisekosten zahlen, um auf Besuch zu kommen, weil sie Zeit aber kein Ged hat – und beim Neffen ist es umgekehrt. Geld würde dann zum Werkzeug, mit dem man Probleme löst. Noch ist es aber oft so, dass der, der ehrlich über seine guten finanziellen Verhältnisse spricht, zur Antwort bekommt: „Na, dann kannst Du ja jetzt die Rechnung hier im Lokal bezahlen.“</p>
<p>Besser dagegen wäre, wenn Non-Profit-Organisationen wüßten, wen sie um eine Spende oder Förderung ansprechen sollen: Denn oft steht es liquiditätsmäßig um den unscheinbaren Beamten besser als um den Unternehmer, der vom Mindestlohn über die höheren Energiekosten, Brand- und Arbeitsschutzmaßnahmen bis zu den Zöllen alles ausgleichen muss. Grotesk: Über unsere sexuellen Präferenzen wissen vermutlich unsere Freunde heute mehr als über unsere finanzielle Situation. Lea Hampel sei Dank, dass sie mit Ihrem Essay das Thema beleuchtet hat. Mit ihrem Text hat sie demnach 425 Euro brutto verdient – die Frau ist sympathisch ehrlich.</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2025/06/16/transparenz-ueber-private-vermoegen-wuerde-gesellschaft-demokratisieren/">Transparenz über private Vermögen würde Gesellschaft demokratisieren</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Palm-Stiftung ehrt mutige Journalistinnen aus Belarus und Afghanistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2024 10:11:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Hochfest von Demokratie und Pressefreiheit war die 12. Verleihung des Johann-Philipp-Palm-Preises gestern, Sonntag, in der Schorndorfer Barbara-Künkelin-Halle im Beisein von gut 300 lokalen Repräsentanten aus Politik, Verwaltung, Kirche und Gesellschaft. Mit Standing Ovations wurden die Journalistinnen Maryna Zolatava, die seit vier Jahren in Weißrussland inhaftiert ist, und die Afghanin Zahra Nader, die im kanadischen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7665" aria-describedby="caption-attachment-7665" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7665" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/12/02/palm-stiftung-ehrt-mutige-journalistinnen-aus-belarus-und-afghanistan/019-palm-preis-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/12/019-palm-Preis-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="019 palm-Preis (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/12/019-palm-Preis-quer.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/12/019-palm-Preis-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7665 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/12/019-palm-Preis-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/12/019-palm-Preis-quer.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/12/019-palm-Preis-quer.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7665" class="wp-caption-text">Ezé rockt den Saal. Hinter ihm (v.l.) Rashid, Ananka, Nader, eine Dolmetscherin und Kishkourna.</figcaption></figure>
<p>Ein Hochfest von Demokratie und Pressefreiheit war die 12. Verleihung des Johann-Philipp-Palm-Preises gestern, Sonntag, in der Schorndorfer Barbara-Künkelin-Halle im Beisein von gut 300 lokalen Repräsentanten aus Politik, Verwaltung, Kirche und Gesellschaft. Mit Standing Ovations wurden die Journalistinnen Maryna Zolatava, die seit vier Jahren in Weißrussland inhaftiert ist, und die Afghanin Zahra Nader, die im kanadischen Exil ihrer Arbeit nachgeht und am 1. Advent anwesend war, minutenlang für ihren Mut gewürdigt.</p>
<p>Alle zwei Jahre vergibt die Palm-Stiftung den mit 20.000 Euro dotierten Journalisten-Preis. Namensgeber ist der 1766 in Schorndorf geborene Buchhändler Johann Philipp Palm, den Napoleon 1806 erschießen ließ, weil er nicht die Namen der Autoren verriet, deren Pamphlet sich gegen die französischen Besatzer richtete, das er vertrieb. Heute verdient die Familie Palm ihr Geld im Immobiliensektor als Vermieter meist denkmalgeschützter Objekte und als Bauträger mit Sitz in Schorndorf.</p>
<p>Zolatava hatte in Belarus das Online-Nachrichten-Portal tut.by gegründet, über das sich in der Spitze ein Drittel aller Weißrussen täglich informierten. Laut Reporter ohne Grenzen, rangiert das von Diktator Alexander Lukaschenko regierte Land auf Platz 167 von 180, was die Presseunfreiheit betrifft. Als 2020 die Proteste im Land zunahmen, so die Slawistin Dr. Yaroslava Ananka, die die Laudatio hielt, hätten die Geehrte und ihr Team bis zu ihrer Verhaftung mutig darüber berichtet.</p>
<p>Zolatavas Ehemann Wasil Kishkourna, der mit den beiden Kindern seither in Polen im Asyl lebt und gestern anwesend war, berichtete, dass seine Frau die Ehrung nur erahnen könne. Denn in dem kurzen, monatlichen Telefonat mit ihr und dem Brief, den er ihr monatlich schreiben dürfe, müsse er wegen Zensur und Strafe vorsichtig sein. Er sei privilegiert, denn von vielen Gefangenen wisse man teils seit zwei Jahren nichts.</p>
<p>„Jeder Tag in Haft ist dort Folter,“ sagte Kishkourna auf Deutsch und mahnte einen härteren Kurs des Westens gegen Diktatoren an: „Die heutigen westlichen Politiker, die keinen Krieg erlebt haben, verhandeln lieber 1000 Stunden als eine Minute zu schießen.“ Ananka hatte zuvor betont, nachdem die Diktatur sie totschweige: „Maryna ist furchtlos und dieser Preis geht ins kollektive Gedächtnis über, das keine Diktatur löschen kann.“</p>
<p>Dass das Auditorium und die Medien, die über die Preisverleihung berichten, wichtige Mutmacher für die unterdrückte Pressefreiheit sind, betonte auch Abdul-Ahmed Rashid. Der ZDF-Redakteur und Islamexperte mit afghanischen Wurzeln würdigte Zahra Nader, die das Online-Nachrichtenmagazin Zan Times leitet. Zan ist persisch und heißt Frau, weil das Portal den Frauen in Afghanistan eine Stimme gibt, die die Taliban unsichtbar machen wollen.</p>
<p>„Die Taliban sind eine religiöse Sekte, die mit ihren archaischen Vorstellungen das Land ruinieren,“ so Rashid. Nader, deren Portal auf Englisch und Persisch erscheint, koordiniere heute von Kanada aus ihre Mitarbeiterinnen, die unter Decknamen und ohne voneinander zu wissen, über die Missstände unter Lebensgefahr berichten. Mit den Vorsichtsmaßnahmen schützten sich die Frauen untereinander, auch unter Folter keine Namen nennen und Strukturen offenlegen zu können.</p>
<p>Im Rahmen des schweren Programms heiterte Ezékiel Wendtoin aus Burkina Faso, ein kosmopolitischer Sänger, der in Dresden lebt, das Publikum mit seinen Rhythmen und Gesängen auf, darunter der Titel „Sage Nein“ gegen Faschismus von Konstantin Wecker, mit dem er bereits auf der Bühne stand. Dass Ministerpräsident Winfried Kretschmann Schirmherr des Preises ist, unterstreicht dessen Bedeutung für Meinungs- und Pressefreiheit. In seiner Vertretung sprach Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (beide Grüne), die selbst früher Redakteurin der „Stuttgarter Zeitung“ war.</p>
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		<title>Diözesan-Tagung: Queere Christen wünschen Akzeptanz statt Duldung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Nov 2024 08:03:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Betroffene Stille herrschte während der zweitägigen Tagung „Queere Menschen und die Kirchen“ in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Hohenheim vom 21. bis 23.  November immer dann, wenn einer der rund 100 Teilnehmer, davon 20 Referenten, darüber sprach, wie es ihm persönlich als lesbische Pfarrerin oder transsexueller Christ geht. Jede dieser Erzählungen war von Heimlichkeit, [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2024/11/24/dioezesan-tagung-queere-christen-wuenschen-akzeptanz-statt-duldung/">Diözesan-Tagung: Queere Christen wünschen Akzeptanz statt Duldung</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7658" aria-describedby="caption-attachment-7658" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7658" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/11/24/dioezesan-tagung-queere-christen-wuenschen-akzeptanz-statt-duldung/018-quer-tagung-plenum/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Plenum.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="018 Quer-Tagung (Plenum)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Plenum.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Plenum.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7658 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Plenum.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Plenum.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Plenum.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7658" class="wp-caption-text">Oft beklemmende Stille im Saal: Wenn bei der Tagung queere Menschen von ihren persönlichen Erfahrungen berichten. FOTOS: FROMM</figcaption></figure>
<p>Betroffene Stille herrschte während der zweitägigen Tagung „Queere Menschen und die Kirchen“ in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Hohenheim vom 21. bis 23.  November immer dann, wenn einer der rund 100 Teilnehmer, davon 20 Referenten, darüber sprach, wie es ihm <a href="https://www.swp.de/baden-wuerttemberg/homosexualitaet-leben-als-pfarrerin-mit-frau-72023631.html">persönlich als lesbische Pfarrerin</a> oder transsexueller Christ geht. Jede dieser Erzählungen war von Heimlichkeit, Beschämung und Angst um den Arbeitsplatz und die Zugehörigkeit zur Gemeinde geprägt.</p>
<figure id="attachment_7659" aria-describedby="caption-attachment-7659" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7659" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/11/24/dioezesan-tagung-queere-christen-wuenschen-akzeptanz-statt-duldung/018-quer-tagung-podium/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Podium.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="018 Quer-Tagung (Podium)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Podium.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Podium.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7659 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Podium.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Podium.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Podium.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7659" class="wp-caption-text">Die Tagung stellt Öffentlichkeit her: Betroffene und Experten teilen ihre Ein- und Ansichten und vernetzen sich.</figcaption></figure>
<p>Wie ein roter Faden zog sich dabei die Historie von der Antike bis zur Neuzeit durch die Veranstaltung, um zu verstehen, weshalb sich Kirche und Gesellschaft zunehmend für die sexuelle Orientierung von Menschen, vor allem der Männer, interessierten und diese immer mehr reglementierten, Abweichungen diskriminierten und spätestens mit dem „Schwulen-Paragrafen“ 175 von 1871 bis 1994 gesellschaftlich kriminalisierten und dämonisierten.</p>
<p>Dafür hatte die Katholische Kirche die Grundlagen geschaffen, wie etwa der Bamberger Historiker Prof. Klaus van Eickels ausführte. So habe der Apostel Paulus in seinem sogenannten „Lasterkatalog“ in 1 Kor. 6,9 oder 1 Tim. 1,10 den Versuch unternommen, die kulturellen Unterschiede zwischen Juden und Heiden, die Christen wurden, miteinander zu versöhnen. Dabei sei es nicht um die Sexualität unter gleichberechtigten Männern gegangen, sondern um Praktiken mit männlichen Kindern oder Sklaven, die eben „nicht auf Augenhöhe“ waren.</p>
<p>Kirchenvater Augustinus, der im 4. Jahrhundert das Christentum als staatstragende Religion untermauern wollte, führte demnach den Begriff der Begierde in die Theologie ein. Da sie den Menschen von seiner Ebenbildlichkeit Gottes trenne, gelte es, sie zu bekämpfen. Damit sei der Gott der Christen den Göttern der Heiden überlegen, von denen viele gemäß der Mythen sexuell aktiv gewesen seien. Nochmals verfeinert hat dann Kirchenlehrer Thomas von Aquin die Sexualmoral im 12. Jahrhundert in der Scholastik, also der Rechtfertigung des Glaubens durch die Vernunft.</p>
<p>Er lässt nur die Ehe gelten, um die Sexualität in geordnete Bahnen zu lenken, und definiert für sie drei Ziele: Fortpflanzung; Treue und Vermeidung von Unzucht, die den Menschen vom Tier unterscheide; und schließlich das Ehe-Sakrament als Zeichen der Liebe Gottes. „Die Scholastik erklärt die Homosexualität für widernatürlich, weil sie nicht der Reproduktion dient,“ so van Eickels. Eine Abwertung erlitt sie auch, weil die Bauern Erntehelfer brauchten und die Fürsten Soldaten. Als in der Industrialisierung Kinder als Helfer unwichtiger wurden, wurde die Ehe romantisiert und homosexuelle Männer wurden entmaskularisiert. Die Nationalsozialisten verschärften entsprechend nochmals das Strafrecht gegen schwule Männer und in christlich-konservativen Kreisen hielt sich das Narrativ teils bis heute und wird aktuell befeuert durch rechte Tendenzen in vielen Demokratien.</p>
<p>Parallel zu dieser Entwicklung hatte die Deutsche Bischofskonferenz 2023 ein deutlich liberaleres Arbeitsrecht eingeführt, das die Diskriminierung kirchlicher Mitarbeiter weitgehend beendet. Seither sind die religiöse oder sexuelle Orientierung nur noch auf Leitungsämter beschränkt. Die Tagung in Hohenheim aber machte in nahezu allen Referaten deutlich, dass es queeren Menschen nicht nur um ihre Duldung geht, sondern um ihre Akzeptanz als gleichberechtigte Brüder und Schwestern, die in den Gemeinden und Kirchen willkommen sind, sich zeigen dürfen und gesehen werden.</p>
<p>So war die Kampagne <a href="http://www.outinchurch.de">www.outinchurch.de</a>, mit der sich 2021 weit mehr als 100 kirchliche Mitarbeiter als schwul, lesbisch, intersexuell oder transidentitär outeten, der Auslöser für die Tagung, wie der Bildungsreferent der Akademie, Dr. Johannes Kuber, bei deren Eröffnung erzählte. Auf das Outing hätten die katholische Akademie Hohenheim und ihr evangelischen Pendant in Bad Boll mit einer ökumenischen Abendveranstaltung reagiert. Deren Zuspruch sei „so überwältigend“ gewesen, dass man sich entschlossen habe, mit weiteren Partnern wie der Landeszentrale für politische Bildung oder dem Verband Queere Vielfalt eine Tagung zum Thema zu machen.</p>
<p>Das Fazit der Tagung war vielfältig: So machten die Referate und die Teilnehmer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum deutlich, dass die „queere Community“ weder eine homogene Gruppe ist, noch durchgängig gemeinsame Ziele hat. Waren die einen „es leid, weiter um die Akzeptanz meiner Kirche zu kämpfen“, sprachen andere von „unserer prophetischen Aufgabe, uns zuzumuten und dranzubleiben.“ Auch wurde deutlich, dass oft die Kirchenleitungen zwar nicht mutig, aber verständig sind, während von Mitchristen in den Gemeinden oft offener oder verdeckter Widerstand droht.</p>
<p>Dr. Andreas Heek, Pastoraltheologe und Queer-Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz, machte in seinem Schlußwort deutlich, dass die Homophobie nicht nur ein kirchliches, sondern ein gesamtgesellschaftliches Thema sei. Deshalb lohne sich das Engagement in dieser Thematik – und die Community komme dabei voran. So diente die Veranstaltung auch der bundesweiten, ökumenischen und interdisziplinären Vernetzung von Initiativen Betroffener, von forschenden Historikern und Theologen, Archivaren, Lehrern und kirchlichen Hauptamtlichen.</p>


<p></p>
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		<title>Arbeiterpriester Knapp referiert: Irakische Christen brauchen unsere Solidarität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Oct 2024 14:30:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die „vergessenen Christen im Irak“ sind Andreas Knapps Herzensthema: In der Kirchengemeinde Heilig Geist hat der badische Priester, der seit 2005 in einem Plattenbau in Leipzig lebt, 50 Zuhörern tiefe Einblicke in die Kirchengeschichte und das aktuelle Vertreibungsdrama der aramäischen Christen gewährt. Der promovierte Theologe der sich 2000 der Armutsbewegung des französischen Arbeiterpriesters Charles de [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_7652" aria-describedby="caption-attachment-7652" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7652" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/10/22/arbeiterpriester-knapp-referiert-irakische-christen-brauchen-unsere-solidaritaet/017-andreas-knapp-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/017-Andreas-Knapp-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="017 Andreas Knapp (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/017-Andreas-Knapp-quer.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/017-Andreas-Knapp-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7652 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/017-Andreas-Knapp-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/017-Andreas-Knapp-quer.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/017-Andreas-Knapp-quer.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7652" class="wp-caption-text">Der Leipziger Arbeiterpriester Andreas Knapp appelliert in Schorndorf an die Solidarität europäischer Christen mit den verfolgten Syrisch-Orthodoxen.</figcaption></figure></p>
<p>Die „vergessenen Christen im Irak“ sind Andreas Knapps Herzensthema: In der Kirchengemeinde Heilig Geist hat der badische Priester, der seit 2005 in einem Plattenbau in Leipzig lebt, 50 Zuhörern tiefe Einblicke in die Kirchengeschichte und das aktuelle Vertreibungsdrama der aramäischen Christen gewährt. Der promovierte Theologe der sich 2000 der Armutsbewegung des französischen Arbeiterpriesters Charles de Foucauld anschloss, zehn Jahre am Fließband arbeitete und heute Gefängnisseelsorger ist, <a href="_wp_link_placeholder" data-wplink-edit="true">lernte irakische Migranten als seine Nachbarn kennen und interessierte sich für sie.</a></p>
<p>So erfuhr der heute 66-Jährige, dass noch vor 30 Jahren 1,4 Millionen Christen im Irak lebten, die in verschiedenen Konfessionen in 500 Kirchen beteten. Mit dem Angriff der USA und Englands 2003 auf den Irak, um Diktator Saddam Hussein zu stürzen, begann deren Verfolgung. Denn muslimische Fundamentalisten deuteten den Angriff dieser christlichen Nationen als Schlag gegen den Islam. Unter diesem Vorwand schikanierten sie die Syrisch-Orthodoxen, die hier seit 2000 Jahren leben, im eigenen Land. „Sie forderten Schutzgeld, zerstörten Kirchen, vergewaltigten Christinnen und töteten Christen,“ so Knapp, zumal diese meist akademisch gebildet oder vermögende Handwerker sind.</p>
<p>Als die „Gotteskrieger“ des IS die Christen aufforderte, zum Islam zu konvertieren oder das Land zu verlassen, zogen 120.000 Christen zu Fuß 25 Kilometer durch die Wüste auf kurdisches Gebiet. „Auch ihre Autos mussten die Menschen auf Drängen der Kurden zurücklassen, weil die Peschmerga Sprengstoffattentate von Dschihadisten befürchteten,“ erläuterte der Referent in seinem mit Fotos untermauerten Vortrag.</p>
<p>Diese bedrückenden Aufnahmen zeigten vor allem zerstörte Kirchen, Zelte in Flüchtlingscamps, erschöpfte Flüchtlinge und Kinder an Zäunen. 2015 kamen allein 10.000 Flüchtende nach Leipzig, zumal die Stadt einen hohen Leerstand in den Plattenbauten hatte. Eindrücklich schilderte Knapp, wie etwa Yusuf für 17.000 US-Dollar die viertägige Flucht in einem manipulierten Container gelang, in dem er 96 Stunden auf dem Landweg über mehrere Grenzen ohne Kontrolle und Orientierung war, eingepfercht im Dunkeln bei Wasser und Keksen bis er in Chemnitz ankam. Hier stellte er sich der Polizei und verbrachte ein Jahr in einer Asylunterkunft bis er anerkannt war und seine Familie legal nachholen konnte, die mittlerweile nach Ankara in der Türkei geflohen war.</p>
<p>Im November 2015 reiste Knapp erstmals in das nordirakische Kurdengebiet, um Yusufs Angehörige zu besuchen. Seither leistet er gleichermaßen dort wie in Leipzig seinen Mitchristen Hilfe so gut er kann. Auch hat er sich mit deren Geschichte befasst. Demnach haben drei Apostel das Christentum entlang der damaligen Handelsstraßen in die Welt getragen: Paulus in den griechisch-römischen Westen, Markus nach Nordafrika (zu den Kopten) und Thomas in den Osten bis nach Indien.</p>
<p>Missioniert hätten sie übrigens nie mit Gewalt, sondern stets durch Dialog und Bildung bei hoher Wertschätzung für die jeweilige Kultur. Dabei hätten sie stets bei den Juden angesetzt, von denen viele zum Christentum konvertiert hätten. Syrer, die griechisch konnten, bildeten die Bildungselite, die wissenschaftliche Schriften in das Arabische und Aramäische übersetzte. In der arabischen Hochkultur lebten Juden, Christen und Muslime in friedlicher Koexistenz, so Knapp. Nur hätten die Christen Steuern zahlen müssen. Verarmten sie, traten sie zum Islam über, um sich diese Abgabe zu sparen. Noch im 19. Jahrhundert seien in der arabischen Welt ein Drittel Christen gewesen. Erst um 1880 hätten sich militante Übergriffe machtgieriger Sultane gehäuft, die 1915 in einem Genozid gipfelten.</p>
<p>1948 seien mit der Gründung des Staates Israel auch 700.000 Juden aus arabischen Ländern vertrieben wurden und die religiösen Unterschiede hätten sich verhärtet. Heute lebten noch zwei Prozent Christen verschiedener Konfessionen – Katholiken, Protestaten, Orthodoxe, Kopten, Aramäer etc. – in dieser Region. In Aleppo etwa würden zu Ostern noch heute alle dieser Kirchen gemeinsam besucht, um die Verbundenheit untereinander auszudrücken. Knapp: „Ökumene ist dort ein Fremdwort, weil die Christen nie – im Gegensatz zu Deutschland oder Irland – gegeneinander gekämpft haben.“</p><p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2024/10/22/arbeiterpriester-knapp-referiert-irakische-christen-brauchen-unsere-solidaritaet/">Arbeiterpriester Knapp referiert: Irakische Christen brauchen unsere Solidarität</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Zum Niedergang der SPD: Arbeit sollte das zentrale Thema sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Aug 2024 07:36:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Enthüllungsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Interessante Köpfe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Detlef Scheele hat es jüngst in der „Süddeutschen Zeitung“ auf den Punkt gebracht, woran die SPD krankt: Die Partei müsse sich mehr um die „arbeitende Mitte der Gesellschaft“ kümmern, so der Sozialdemokrat, der von 2017 bis 2022 die Bundesagentur für Arbeit geleitet hat. Stattdessen mühe sie sich seit 20 Jahren an den Rändern um soziale [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_7637" aria-describedby="caption-attachment-7637" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100474018/ex-arbeitsagentur-chef-nennt-buergergeld-schlicht-nicht-erfolgreich-.html"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7637" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/08/26/zum-niedergang-der-spd-arbeit-sollte-das-zentrale-thema-sein/016-detlef-scheele/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/08/016-Detlef-Scheele-rotated-e1724657627611.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="016 Detlef Scheele" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/08/016-Detlef-Scheele-rotated-e1724657627611.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/08/016-Detlef-Scheele-rotated-e1724657627611.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7637 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/08/016-Detlef-Scheele-rotated-e1724657627611-300x225.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/08/016-Detlef-Scheele-rotated-e1724657627611.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/08/016-Detlef-Scheele-rotated-e1724657627611.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7637" class="wp-caption-text">Bringt es auf den Punkt: Der Bericht in der SZ vom Freitag.</figcaption></figure></p>
<p><a href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/innenpolitik/id_100474018/ex-arbeitsagentur-chef-nennt-buergergeld-schlicht-nicht-erfolgreich-.html">Detlef Scheele hat es jüngst in der „Süddeutschen Zeitung“ auf den Punkt gebracht</a>, woran die SPD krankt: Die Partei müsse sich mehr um die „arbeitende Mitte der Gesellschaft“ kümmern, so der Sozialdemokrat, der von 2017 bis 2022 die Bundesagentur für Arbeit geleitet hat. Stattdessen mühe sie sich seit 20 Jahren an den Rändern um soziale Gerechtigkeit.</p>
<p>Der 67-jährige Hamburger, der seinerzeit die Sozialreformen der rot-grünen Bundesregierung mitgetragen hat, die unter Hartz IV einerseits zum Trauma der SPD wurden und andererseits Deutschland fit machten für den globalen Wettbewerb, benennt einen zentralen Denkfehler seiner linken Genossen: Wer Hilfe vom Staat braucht, ist nicht auf Augenhöhe, sondern ein Bittsteller!</p>
<p>Wer das für Wortkosmetik oder unsozial hält, unterschätzt, welchen Unterschied in der Haltung dies ausmacht und welche Dynamik dahintersteckt: Einerseits geht es tatsächlich um Respekt vor den Armen, andererseits geht es um Wertschätzung und Fairness für diejenigen, die es aus eigener Kraft versuchen, eben durch Arbeiten und Verzichten, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.</p>
<p>Scheeles Herz schlägt eindeutig für Letztere. Und meines auch! Ich komme selbst aus einer kinderreichen Familie, wir hatten nur das Gehalt meines Vaters und weil er aus Thüringen stammte väterlicherseits auch keinen Besitz oder ein Erbe. Für mich war bei Studienfahrten oder ähnlichen Anlässen selbstverständlich, im Rektorat nach einem Zuschuss zu fragen – der auch immer bewilligt wurde.</p>
<p>Das hat mein Selbstbewußtsein geprägt und gestärkt: Statt Geld vier Geschwister zu haben und eine Mutter, die sich sozial enorm engagiert, war für mich selbstverständlich. Auch, nach dem Studium 20.000 Euro Bafög zurückzubezahlen, war für mich eine Selbstverständlichkeit. Dann verzichte ich halt auf teure Urlaube oder ein teures Auto.</p>
<p>Längst aber sagt die SPD, das beschäme, benachteilige und diskriminiere die Frage-/Bittsteller, weshalb alles diskret, anonym und pauschal via Sozialpolitik abgegolten werden müsse. Ich würde gerne mal mit Armen über meine Erfahrungen sprechen, z.B. Spott als Zwölfjähriger in der Sportumkleide über die verstopften Strumpfhosen meiner Schwester, die ich im Winter statt langer Unterhosen von Schießer trug. Oder dass wir (fast) nie in Urlaub fuhren, Margarine statt Butter aßen, (fast) nie Essen gingen oder in den Zirkus, ins Kino u.v.m.</p>
<p>Jedenfalls arbeitet sich die SPD seit 20 Jahren vor allem daran ab, „gerecht“ sein zu wollen, Hartz IV zu überwinden, mit dem Bürgergeld (und vielen anderen Leistungen) eine moderne, soziale Gesellschaft gestalten zu wollen u.v.m. Scheele rechnet in dem ganzseitigen SZ-Beitrag vor, dass die SPD damit Klientel-Politik für rund vier Prozent der Bevölkerung macht. Daraus ergibt sich für mich ein Zusammenhang zu jüngsten Wahlergebnissen für diese einstige stolze Volkspartei, die zuletzt nur noch auf Ergebnisse des Doppelten und Dreifachen dieser vier Prozent kam.</p>
<p>Das Gros der Gesellschaft hat nämlich andere Themen und Sorgen: Digitalisierung, Bildung, Transformation der Industriegesellschaft, Klimawandel (Hochwasser, Dürre), Wohnungsnot, marode Infrastruktur, Migration. Und ich möchte ergänzen: Der Glaube an Gerechtigkeit ist eine Illusion. Die Welt ist zutiefst ungerecht.</p>
<p>Wir waren zwar arm, aber mein Vater hatte 1938 Abitur gemacht und Bildung war bei uns zuhause wichtig. Auch Disziplin und Dienen (statt ver-dienen) bspw. Und wir hatten verdammtes Glück: Alle fünf Kinder kamen gesund (und intelligent) zur Welt, meine Eltern waren weder depressiv noch süchtig und blieben bis ins hohe Alter nahezu gesund, so dass niemand niemanden pflegen musste.</p>
<p>Geprägt durch mein christliches Elternhaus halte ich neben Solidarität auch Eigenverantwortung, Subsidiarität und Verzichtsfähigkeit (zeugt von innerer Freiheit und Stolz!) für wichtige Werte. Für mich bildet die aktuelle „Ampel“-Regierung all diese Werte ab. Die CDU in Teilen übrigens auch. Möge die Regierung also noch bis Ende 2025 halten. Mit Demut statt Ideologie könnten die Beteiligten und wir Bürger es schaffen.</p><p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2024/08/26/zum-niedergang-der-spd-arbeit-sollte-das-zentrale-thema-sein/">Zum Niedergang der SPD: Arbeit sollte das zentrale Thema sein</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Millionen via Bürgerrat verschenkt: Erbin Engelhorn gibt jetzt hoffentlich Ruhe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2024 08:30:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Enthüllungsjournalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Abgesehen davon, dass 25 Millionen Euro angesichts von mehr als zwei Billionen Euro deutscher Staatsschulden und mehr als 2000 Milliardären in unserer Republik keinen nennenswerten Betrag darstellen, nervt mich auch das Medienecho auf die BASF-Erbin Marlene Engelhorn. Über sie habe ich vor Jahren lobend in diesem Blog geschrieben, weil sie eine Initiative mitbegründet hatte, die [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2024/06/19/millionen-via-buergerrat-verschenkt-erbin-engelhorn-gibt-jetzt-hoffentlich-ruhe/">Millionen via Bürgerrat verschenkt: Erbin Engelhorn gibt jetzt hoffentlich Ruhe</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_7611" aria-describedby="caption-attachment-7611" style="width: 225px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7611" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/06/19/millionen-via-buergerrat-verschenkt-erbin-engelhorn-gibt-jetzt-hoffentlich-ruhe/011-engelhorn-millionen/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/011-Engelhorn-Millionen-rotated.jpg?fit=480%2C640&amp;ssl=1" data-orig-size="480,640" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="011 Engelhorn-Millionen" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/011-Engelhorn-Millionen-rotated.jpg?fit=225%2C300&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/011-Engelhorn-Millionen-rotated.jpg?fit=480%2C640&amp;ssl=1" class="wp-image-7611 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/011-Engelhorn-Millionen.jpg?resize=225%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="225" height="300" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/011-Engelhorn-Millionen-rotated.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/011-Engelhorn-Millionen-rotated.jpg?w=480&amp;ssl=1 480w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-7611" class="wp-caption-text">Medienhype um geerbte Millionen hoffentlich damit zu Ende.</figcaption></figure></p>
<p>Abgesehen davon, dass 25 Millionen Euro angesichts von mehr als zwei Billionen Euro deutscher Staatsschulden und mehr als 2000 Milliardären in unserer Republik keinen nennenswerten Betrag darstellen, nervt mich auch das Medienecho auf die BASF-Erbin Marlene Engelhorn. Über sie habe ich vor Jahren lobend in diesem Blog geschrieben, weil sie eine Initiative mitbegründet hatte, die Vermögende deutlich höher besteuern will (&#8222;Tax me now&#8220;) und den Fokus auf passive Einkünfte lenkte, durch die die soziale Schere immer weiter auseinandergeht.</p>
<p>Danach ist mir die mittlerweile 32-Jährige seit Anfang 2023 mehrfach in den Medien begegnet, weil die Österreicherin öffentlich darüber nachdachte, wie sie 90 Prozent ihres geerbten Vermögens, besagte 25 Millionen Euro, möglichst demokratisch unter die Leute bringe. Schon damals dachte ich mir: &#8222;Mädchen, blas&#8216; Dich nicht so auf und überschreibe Deinen Besitz dem österreichischen Staat bzw. dessen Finanzminster. Den Rest regelt dann das demokratisch gewählte Parlament.&#8220;</p>
<p>Stattdessen rief sie medienwirksam Republik-weit dazu auf, sich für einen Bürgerrat zu bewerben, in den dann 50 Bewerber nominiert werden, wobei mir dessen Auswahlverfahren nicht mehr präsent ist. Ob dies per Los geschah oder wiederum sdelektiert durch sie oder eine Jury. Jedenfalls bewarben sich wohl rund 1000 Leute und in einem Radiobeitrag hörte ich wiederum ihre gescheite Antwort auf die unterhaltsame Frage, wenn jemand im Bürgerrat anrege, bspw. ihm selbst eine Million Euro davon zu überweisen. Ja, alles sehr unterhaltsam &#8211; und aufgeblasen.</p>
<p>In der Sendezeit hätte man auch die Steuerpolitik diskutieren können oder Tipps zum Vermögensaufbau geben können, damit das ema &#8222;Geld&#8220; bzw. &#8222;Vermögen&#8220; oder&#8220;Ungleichheit&#8220; irgendeine nachhaltige Relevanz hätte. Immerhin habe ich gestern in den Nachrichten gehört und heute in der Zeitung gelesen: 50 Bürger aus dem Gremium haben nun 77 Organisationen begünstigt, von dem Erbe etwas abzubekommen. Hoffentlich kehrt damit nun endlich Ruhe ein rund um Marlene Engelhorn, ihr Geltungsbedürfnis und ihre Naivität.</p>
<p><figure id="attachment_7014" aria-describedby="caption-attachment-7014" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7014" data-permalink="https://der-medienberater.de/2021/12/31/basf-erbin-reicht-millionen-weiter-die-crux-mit-dem-kapital/051-marlene-engelholm-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2021/12/051-Marlene-Engelholm-quer-rotated-e1640938611360.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;1.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;iPhone SE (2nd generation)&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1640771662&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;3.99&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;80&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.015873015873016&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="051 Marlene Engelholm (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2021/12/051-Marlene-Engelholm-quer-rotated-e1640938611360.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2021/12/051-Marlene-Engelholm-quer-rotated-e1640938611360.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7014 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2021/12/051-Marlene-Engelholm-quer-rotated-e1640938611360-300x225.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2021/12/051-Marlene-Engelholm-quer-rotated-e1640938611360.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2021/12/051-Marlene-Engelholm-quer-rotated-e1640938611360.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7014" class="wp-caption-text">Machte sich mit ihrem BASF-Erbe wichtig: Die Österreicherin Marlene Engelhorn.</figcaption></figure></p>
<p>Wie die Parlamente auch, hat der Bürgerrat gleichsam mit der Gießkanne überall hin ein paar hunderttausend Euro &#8222;vertröpfelt&#8220;, die nun auf dem legendären &#8222;heißen Stein&#8220; verdampfen. Hätte sie das Erbe einem Profi anvertraut (oder einer Stiftung zugespendet), die daraus dauerhaft Erträge erwirtschaftet, hätte sie etwas Bleibendes geschaffen. Oder: Sie hätte das &#8211; im globalen Kapitalmaßstab geradezu &#8211; lächerliche Erbe behalten oder einem Vermögensverwalter anvertraut, der das Kapital bis 2030 verdoppelt oder die Erträge jährlich gespendet hätte, so wäre die BASF-Erbin auf Dauer interessant geblieben als Talkshow-Gast und Zeitungsheadline, um gelegentlich als Kapitalismuskritikerin gehört zu werden. Wieder eine verpasste Chance, weil das vermeintlich böse Geld in die falschen Hände kam. Nun hat sie es immerhin weitergereicht. Und was ist mit den verbleibenden zehn Prozent? Wenn schon, dann bitte richtig!</p><p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2024/06/19/millionen-via-buergerrat-verschenkt-erbin-engelhorn-gibt-jetzt-hoffentlich-ruhe/">Millionen via Bürgerrat verschenkt: Erbin Engelhorn gibt jetzt hoffentlich Ruhe</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Vortrag zum Aufstieg der AfD: Nährboden der Rechten hat viele Wurzeln</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jun 2024 13:53:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Enthüllungsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Männerarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Migranten]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Analytisch präzise und unaufgeregt hat der Hamburger Sozialwissenschaftler und Publizist Sebastian Friedrich am Dienstag in der Schorndorfer Manufaktur über den Aufstieg der Rechten referiert. In seinem 85-minütigen Vortrag sezierte der freie Mitarbeiter der ARD-Panorama-Redaktion vor allem die Geschichte der AfD und deren Strömungen. Seit 2008 beobachtet der 49-Jährige, der in Halle/Saale geboren ist und mehrere [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_7601" aria-describedby="caption-attachment-7601" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7601" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/06/05/vortrag-zum-aufstieg-der-afd-naehrboden-der-rechten-hat-viele-wurzeln/009-sebastian-friedrich-mit-chart/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Chart.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="009 Sebastian Friedrich mit Chart" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Chart.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Chart.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7601 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Chart.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Chart.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Chart.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7601" class="wp-caption-text">Kompetent und sachlich deckt Sebastian Friedrich (r.) die Sachverhalte auf.</figcaption></figure></p>
<p>Analytisch präzise und unaufgeregt hat <a href="http://www.sebastian-friedrich.net">der Hamburger Sozialwissenschaftler und Publizist Sebastian Friedrich</a> am Dienstag in der Schorndorfer Manufaktur über den Aufstieg der Rechten referiert. In seinem 85-minütigen Vortrag sezierte der freie Mitarbeiter der ARD-Panorama-Redaktion vor allem die Geschichte der AfD und deren Strömungen. Seit 2008 beobachtet der 49-Jährige, der in Halle/Saale geboren ist und mehrere Medienpreise erhalten hat, die rechte Szene.</p>
<p><figure id="attachment_7602" aria-describedby="caption-attachment-7602" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7602" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/06/05/vortrag-zum-aufstieg-der-afd-naehrboden-der-rechten-hat-viele-wurzeln/009-sebastian-friedrich-mit-lena/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Lena.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="009 Sebastian Friedrich mit Lena" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Lena.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Lena.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7602 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Lena.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Lena.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/06/009-Sebastian-Friedrich-mit-Lena.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7602" class="wp-caption-text">Friedrich mit Moderatorin Lena, die am Ende noch Fragen zulässt. FOTOS: FROMM</figcaption></figure></p>
<p>Ursachen für den Aufstieg der Rechten sieht Friedrich in sechs Gründen: Um die Jahrtausendwende hätten sich die Konservativen in Modern-Urbane und in National-Ländliche aufgespalten. Diese Entwicklung ging mit einer wachsenden Demokratieverdrossenheit einher, die sich in sinkenden Wahlbeteiligungen und zunehmendem Populismus manifestierte. Der Referent: „Wir da unten und die da oben, war so ein Grundgefühl, das etwa die FPÖ in Österreich trefflich bediente.“</p>
<p>Drittens kam die „Krise des Kapitals“ hinzu, wonach etliche Volkswirte wie etwa die AfD-Gründer Hans Olaf Henkel oder Bernd Lucke Vorgaben der EU zur Wirtschafts- und Währungspolitik kritisch sahen und als Bedrohung des nicht Export-orientierten Mittelstands. Als weitere Punkte führt Friedrich die soziale Ungleichheit an, die seither wuchs, und die Verwerfungen auf dem Arbeitsmarkt, die mit der Globalisierung einhergingen. „Statt des Fahrstuhls nach oben für alle gewann die Rolltreppe nach unten an Bedeutung,“ so der Journalist, der als Stichworte Leiharbeit, Outsourcing und Standortverlagerung nennt.</p>
<p>Schließlich, Friedrichs sechster Punkt, kommt die „Krise der Linken“ hinzu, die keine gemeinsamen Antworten mehr hat. Signifikant stehe dafür die rot-grüne Bundesregierung zum Millennium unter Kanzler Gerhard Schröder (SPD), die einerseits Migranten die Einbürgerung erleichterte, aber andererseits Industrien privatisierte und als Grundsicherung Hartz IV einführte. Der Referent: „Die Linke steckt seither in einer Hegemonie-Krise, weil das Alte stirbt und das Neue noch nicht greift.“ Hinzu komme der geopolitische Kampf der Systeme zwischen westlicher Demokratie unter Führung der USA und östlicher Diktatur unter Führung Chinas.</p>
<p>Innenpolitisch speist sich die AfD aus drei Strömungen, so der Sozialforscher: Die ordoliberalen Ökonomen, zu denen er Alice Weidel zählt; die Rechtskonservativen, zu denen ehemalige CDU-Mitglieder wie Alexander Gauland gehören; und die völkischen Nationalisten um Björn Höcke. Letztere verbinde eine ethnisch-kulturelle Identität, die sich 2015 in der Gründung des „Flügels“ manifestiert habe. Bis 2022 sei diese Strömung so angewachsen, dass gegen sie seither in der AfD keine Positionen mehr durchgesetzt werden könnten.</p>
<p>Um ihre Macht auszubauen, beharke die AfD vier Felder. Das sind die Parlamente mit der AfD als Partei. Daneben gehe es um die Köpfe bzw. das Denken, wofür die Rechte digitale und gedruckte Medien nutze, um die Grenzen des Denk-, Sag- und Machbaren auszuweiten. Wichtig in diesem intellektuellen Bereich seien der Verleger Götz Kubitschek und das Institut für Staatspolitik (IfS), das mit seiner Auflösung einem etwaigen Verbot zuvorkam. Dort werde das Bild vom „geistigen Bürgerkrieg“ genährt, der „den gesellschaftlichen Konsens stören“ und über „neue Staatsformen nachdenken“ wolle.</p>
<p>Drittes Feld ist gleichsam die Straße, auf der Bewegungen wie Pegida, die Identitären oder Burschenschaften Präsenz zeigen und teils politisch Andersdenkende oder anders Aussehende einschüchtern, bedrohen und attackieren. Viertes Handlungsfeld sind die Betriebe, so Friedrich. Seien es Verlage oder Tagungshäuser, die Rechte betreiben; seien es rechte Unternehmer, die pro forma Agitatoren bei sich beschäftigen oder die Gewerkschaft „Zentrum“, die als Gegenpol zum DGB oder der IGM deutsche Arbeiter für sich gewinnen möchte.</p>
<p>Als vierten Punkt, in den der Referent seine Analyse gliederte, nennt er die soziale Frage. 2016 sei die AfD unter Arbeitern und Arbeitslosen erstmals stärkste Kraft gewesen mit 30 Prozent. Im selben Jahr hätten die Engländer den Brexit gewählt und die US-Amerikaner Donald Trump. Vor allem die wenigen SPD-Politiker, die zur AfD wechselten, nutze die Partei als Indiz, dass längst sie die Interessen des „kleinen Mannes“ vertrete.</p>
<p>Im Kern verfolgt das Parteiprogramm zu Wirtschafts- und Steuerpolitik aber Positionen, die denen von Union oder FDP ähneln, nur noch viel radikaler sind. Was die Rechten dem „kleinen Mann“ zu bieten haben, formuliert Friedrich so: „Den Armen geht es unter einer AfD-geführten Regierung nicht besser, aber sie dürfen Teil des deutschen Volkes sein.“ Ihr Lohn sei die Zugehörigkeit, was er auch mit Studien von DGB und der Otto-Brunner-Stiftung belegt.</p>
<p>Friedrichs Blick in die Zukunft: Die AfD-Realos wollen mit Union und FDP koalieren, während die Fundis die CDU „zerstören und beerben“ möchten. In Frankreich, Österreich oder Italien, wo die Rechten schon etablierter sind, beobachtet der Referent aber eine Mäßigung in außenpolitischen Fragen und ein geostrategisches Bekenntnis zum Westen und der Demokratie. Seine Begründung: „Die Rechten brauchen die Akzeptanz des Establishments.“ Dies sei zuletzt der Grund für den Dissens der französischen Rechten mit der AfD gewesen.</p>
<p>Kurzfristig könne der Zuspruch für die AfD dadurch gestoppt werden, dass man apolitische Mitbürger mobilisiert, weil alle Umfragen ergäben, dass das Gros der Gesellschaft keine Radikalen wünsche. Mittelfristig müsse man den Rechten ihre Sympathisanten durch Dialog abwerben. Und langfristig solle die Gemeinschaft so gestaltet werden, dass sie keinen übersieht. Friedrich: „Es geht um Teilhabe, Selbstwirksamkeit und Solidarität.“</p><p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2024/06/05/vortrag-zum-aufstieg-der-afd-naehrboden-der-rechten-hat-viele-wurzeln/">Vortrag zum Aufstieg der AfD: Nährboden der Rechten hat viele Wurzeln</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Jährlicher Baumschnitt: Entbürokratisierung und steigende Staatsverschuldung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Feb 2024 19:14:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Enthüllungsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Migranten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alle Jahre wieder werden bei uns in der Straße im Februar die rund zehn Pappeln geschnitten. Das ist für mich immer das Signal: Der Frühling kommt. Und anschließend sieht es sehr geordnet aus und die von ihren Ruten befreiten Äste wirken auf mich, als ob sich geballte Fäuste zum Himmel streckten. Sehr ästhetisch und aufgeräumt, [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2024/02/22/jaehrlicher-baumschnitt-entbuerokratisierung-und-steigende-staatsverschuldung/">Jährlicher Baumschnitt: Entbürokratisierung und steigende Staatsverschuldung</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_7568" aria-describedby="caption-attachment-7568" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7568" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/02/22/jaehrlicher-baumschnitt-entbuerokratisierung-und-steigende-staatsverschuldung/004-baumschnitt-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/02/004-Baumschnitt-quer-rotated.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="004 Baumschnitt (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/02/004-Baumschnitt-quer-rotated.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/02/004-Baumschnitt-quer-rotated.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7568 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/02/004-Baumschnitt-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/02/004-Baumschnitt-quer-rotated.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/02/004-Baumschnitt-quer-rotated.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7568" class="wp-caption-text">Sehr aufwändig: Fünf Bauhofmitarbeiter und drei Fahrzeuge für vier Tage, um acht Pappeln zu schneiden. FOTOS: FROMM</figcaption></figure></p>
<p>Alle Jahre wieder werden bei uns in der Straße im Februar die rund zehn Pappeln geschnitten. Das ist für mich immer das Signal: Der Frühling kommt. Und anschließend sieht es sehr geordnet aus und die von ihren Ruten befreiten Äste wirken auf mich, als ob sich geballte Fäuste zum Himmel streckten. Sehr ästhetisch und aufgeräumt, dieser Anblick. Danke an das städtische Bauhof-Team, das uns Anwohnern jährlich diesen Dienst erweist.</p>
<p>So viel zum Lobaspekt. Weil wir aber ständig über Bürokratieabbau und Schuldenbremse reden – im Kontext lahmender Wirtschaft und überschuldeter öffentlicher Haushalte – möchte ich an diesem Beispiel ein paar Reformvorschläge machen. Jährlich ist ein fünfköpfiges Team mit zwei kommunalen Pritschenfahrzeugen und einem gemieteten Hubsteiger vier Tage vor Ort, um diese Leistung zu erbringen. Dabei sägt im Hubsteiger nur einer, was die vier anderen machen, erschließt sich mir selbst beim Zuschauen nicht.</p>
<p>Vermutlich sind dabei Vorschriften der Arbeitssicherung und der Berufsgenossenschaft (Bürokratie!) zu befolgen, wonach ein Einzelner nicht im Hubsteiger sein oder maximal nur eine Stunde sägen darf. Vermutlich sichern andere am Boden den Straßenverkehr und die Fußgänger. Dazu möchte ich erwähnen, dass im Vorfeld über die gesamte Länge der Pappelallee eine Sperrung über die gesamte Fahrspur ausgeschildert und beschrankt wird, die bei gesundem Menschenverstand für eine kleine Großbaustelle reichen würde.</p>
<p>Aber mit Sicherheit wird auch hierbei nur dem Gesetz (Bürokratie, Sorgfaltspflicht, Haftungsrecht) genüge getan. Denn genügend Anwälte, die das Gemeinwohl einen Kehricht schert und sich ziemlich clever vorkommen, haben sich seit Jahrzehnten darauf spezialisiert, Rechtslücken und Verfahrensfehler zu identifizieren, aus denen sie dann Klagen und Schadensersatzforderungen ableiten, denen im Rechtsstaat selbstverständlich gefolgt wird – spätestens in dritter Instanz.</p>
<p>Daraufhin ergeht ein Erlass an alle Behörden, künftig entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Dieser Rechtsstaat überlastet unsere Justiz, blockiert unser staatliches Handeln und mästet in jüngster Zeit die AfD, die sich beliebig Facetten vermeintlicher demokratischer Unfähigkeit oder Bestechlichkeit herauspickt oder irgendeinen Zusammenhang zu Migranten herstellt, die „Schuld“ seien. Ein Letztes: Als ich fast zehn Jahre Allein-Selbständiger war, durfte ich Tag und Nacht arbeiten.</p>
<p>Kaum hatte ich ein Büro angemietet und Leute eingestellt, kamen Brandschutz, Kammern, Berufsverbände und alle möglichen Auflagen bis hin zum Arbeitsrecht, das verhinderte, einen völlig inkompetenten Volontär, der mich zudem noch betrog, fristlos rauszuschmeißen. Stimmt nicht. Rauswerfen durfte ich ihn, aber ich musste ihm noch monatelang sein Gehalt (damals gut 2000 Euro brutto/Monat) zahlen, weil er in Ausbildung einem besonderen Kündigungsschutz unterliegt. Und: Am Ende erpresste er noch ein Topp-Zeugnis, weshalb mich derlei Testate seither nicht mehr interessieren.</p>
<p>Zurück zum Pappeln-Schneiden: Ich gönne diesen fünf Menschen ihren Job, frage mich aber, ob bei einem Quintett nicht auch Einsparpotential vorhanden ist, zumal die Arbeiter in Orange relativ oft in ihren Fahrzeugen saßen (mit denen sie noch den Fußweg durch den Alten Friedhof blockierten) oder rauchend an der Straße standen. Wir haben uns da früher noch besser „als fleißig getarnt“ bei unseren Studentenjobs in Fabriken.</p>
<p>Um es kurz zu machen: Ich würde den Absperraufwand um 75% reduzieren und wem ein Ast auf den Kopf oder das Auto fällt, der wäre selbst schuld, weil er die Markierungen mißachtet hat. Das wäre ein mündiger Staat, der seine Bürger für erwachsen nimmt. Und den Betriebshof würde ich personell über Fluktuation abschmelzen und solche saisonalen Arbeiten an Gartenbauer vergeben. Beim bundesweiten Fachkräftemangel würden diese Arbeitskräfte dringend anderenorts gebraucht.</p>
<p>Und bei externen Dienstleistern hätte vermutlich ein Duo in zwei Tagen den Auftrag erledigt. Diese Subunternehmer könnten wiederum Flüchtlinge beschäftigen, die jung, kräftig und gewandt sind und hier gerne Geld verdienen würden, das sie nach Hause schicken können. Für den Job braucht es zudem keine Sprachkenntnis. Die AfD wäre vermutlich binnen zwölf Monaten auf heutigem FDP-Niveau und die bundesdeutsche Verwaltung zunehmend wieder leistungsfähig, weil sie das Geld bspw. in ihre Digitalisierung investieren könnte – oder unsere Schulden mindern.</p>
<p>Ein Letztes: Ich möchte jeden meiner Leser bitten, jetzt noch eine Schweigeminute für Alexej Nawalny anzuhängen oder ein Vater-unser für ihn und das russische Volk zu beten. Er ist ein Vorbild und mir Verpflichtung zu Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit – bis in den Tod. Denn sterben werden wir ohnehin. Aber bitte mit Haltung!</p><p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2024/02/22/jaehrlicher-baumschnitt-entbuerokratisierung-und-steigende-staatsverschuldung/">Jährlicher Baumschnitt: Entbürokratisierung und steigende Staatsverschuldung</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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