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	<title>Positionierung - Der Medienberater</title>
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		<title>BUND-Abend: Landwirtschaft braucht Vertrauen und Wissen um Boden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Jan 2026 06:57:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„Vorgaben erlebt der Bauer als Angriff auf seine Freiheit,“ gab Kreisbauern-Geschäftsführer Helmut Bleher am Dienstag gut 80 Zuhörern im evangelischen Gemeindehaus in Rommelshausen Einblick in die Psyche von Landwirten. Die erwarteten Vertrauen von der Gesellschaft, „denn der Bauer weiß, was seine Böden und Pflanzen brauchen.“ Eingeladen hatten BUND und evangelische Kirchengemeinde Kernen zum Thema „Lebensgrundlage [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7760" aria-describedby="caption-attachment-7760" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" data-attachment-id="7760" data-permalink="https://der-medienberater.de/2026/01/31/bund-abend-landwirtschaft-braucht-vertrauen-und-wissen-um-boden/030-agrar-plenum-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Plenum-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="030 Agrar-Plenum (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Plenum-quer.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Plenum-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7760 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Plenum-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Plenum-quer.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Plenum-quer.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7760" class="wp-caption-text">Das Thema sorgte für großes Interesse: Im Auditorium saßen auch viel Landwirte, Umweltschützer, Boden- und Gewässerkundler. FOTOS: FROMM</figcaption></figure>
<p>„Vorgaben erlebt der Bauer als Angriff auf seine Freiheit,“ gab Kreisbauern-Geschäftsführer Helmut Bleher am Dienstag gut 80 Zuhörern im evangelischen Gemeindehaus in Rommelshausen Einblick in die Psyche von Landwirten. Die erwarteten Vertrauen von der Gesellschaft, „denn der Bauer weiß, was seine Böden und Pflanzen brauchen.“ Eingeladen hatten BUND und evangelische Kirchengemeinde Kernen zum Thema „Lebensgrundlage Boden“.</p>
<figure id="attachment_7761" aria-describedby="caption-attachment-7761" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" data-attachment-id="7761" data-permalink="https://der-medienberater.de/2026/01/31/bund-abend-landwirtschaft-braucht-vertrauen-und-wissen-um-boden/030-agrar-referenten-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Referenten-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="030 Agrar Referenten (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Referenten-quer.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Referenten-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7761 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Referenten-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Referenten-quer.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2026/01/030-Agrar-Referenten-quer.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7761" class="wp-caption-text">Sorgten für einen informativen Abend: Die Referenten (v.l.) Helmut Bleher, Ludger Herrmann und Peter Haigis.</figcaption></figure>
<p>Neben dem Landwirt beleuchteten der Theologe Dr. Peter Haigis und der Pedologe (Bodenkundler) Prof. Ludger Herrmann von der Universität Hohenheim das Thema, das stark von begrenzten Flächen, Effizienz, Biodiversität und Wirtschaftlichkeit geprägt ist. So machte Bleher deutlich, dass die Bauern mittlerweile zu 70 Prozent gepachtete Flächen bewirtschaften, deren Pacht oft schon 30 Prozent der Erlöse koste. Das erhöhe den ökonomischen Druck parallel zu sinkenden Erzeugerpreisen.</p>
<p>Erbengemeinschaften seien ein weiterer Faktor, der „zur Entfremdung von der eigenen Scholle führt.“ Denn wer den Boden nicht mehr selbst bewirtschafte, verliere die Verbundenheit zu ihm und verkaufe leichter, wenn gute Preise für weitere Gewerbe- oder Wohngebiete geboten werden. Hinzu komme der wirtschaftliche Druck, wenn Acker- oder Weinbau nicht mehr zum Leben reichen. Die Folge: Täglich werden allein im Südwesten 70 Hektar Land versiegelt.</p>
<p>Das passte zu Herrmanns wissenschaftlichen Ausführungen, wonach allein auf dem Schmiedener Feld oder auf den Fildern, wo je fruchtbarste Böden vorhanden sind, sich die Ackerflächen seit den 1960er Jahren halbiert haben. Der Bodenkundler: „Gesiedelt haben die Menschen immer in fruchtbaren Gegenden, was bei Expansion der Städte natürlich fatal ist.“ Der Boden selbst sei kein Lebewesen, sondern „ein belebtes Objekt“, das auf Grund chemischer Prozesse permanentem Wandel unterliegt. Zentrale Einflussfaktoren sind dabei Klima und Porigkeit. So bestehe Boden zu 40 bis 60 Prozent aus Luft, damit die Wurzeln Platz zum Wachsen haben, Insekten und Bakterien dort leben können, der Untergrund die Feuchtigkeit hält und das Grundwasser filtert.</p>
<p>Dabei unterscheidet der Wissenschaftler zwischen dem gut erforschten Oberboden, der agrarisch gemanagt wird, und dem kaum erforschten Unterboden, der existenziell sei für die Vegetation. Regional ist der Oberboden 20 bis 100 Zentimeter mächtig, etwa auf der kargen Schwäbischen Alb oder der fruchtbaren Main-Ebene in Franken. Mais oder Weinbau in unterrasierten Hanglagen, spüle kubikmeterweise fruchtbaren Oberboden ab, so Herrmann, wenn im Frühjahr bei starkem Regen die Böden kaum bewachsen sind.</p>
<p>Theologisch beleuchtete Haigis, einst Pfarrer in Stetten, das Thema. Mit der Sesshaftigkeit um 12.000 vor Christus sei das Thema Besitz und Ökonomisierung des Bodens aufgekommen. Die ersten Konflikte seien zwischen Nomaden, die mit ihren Herden umherzogen, und Siedlern entstanden, die immer mehr Flächen für sich beanspruchten. Das spiegele sich im Brudermord wider, von dem das Alte Testament erzählt: Bauer Kain erschlägt den Hirten Abel, dem er ökonomisch überlegen ist und dessen Nomadentum seine Interessen beeinträchtigt.</p>
<p>Mit dem Besitz hätten sich Hierarchien und Rechtsansprüche herausgebildet, so Haigis. Weil das „Recht des Stärkeren“ zum Prinzip geworden sei, habe dieser als Gegenleistung Naturalien erhalten. Solange es noch keine Schrift gab, waren Konflikte vorprogrammiert, weil etwa Wasserrechte oder Grenzverläufe nicht vertraglich geregelt waren. Boden sei zudem zur Sicherheit geworden, um Kredit zu bekommen. Konnte dieser etwa wegen Krankheit oder Missernte nicht getilgt werden, gerieten einst freie Bauern in Abhängigkeit und Knechtschaft. Von all dem erzählt die Bibel.</p>
<p>Der Opferkult, um Gott günstig zu stimmen, erlaubte das Töten von Pflanzen und Tieren. Anfangs bestand noch der Zusammenhang, dass ohnehin alles Gott gehört, der Mensch ihm seine Früchte darbringt und der Boden nur geliehen sei. Deshalb sind der Boden, Pflanzen und Tiere „heilig“, also unverfügbar für den Menschen, so Haigis. Später verlor sich dieser Kontext, von dem etwa die Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies erzählt.</p>
<p>Die Verstädterung verschlechterte im Mittelalter zunehmend die Situation der Bauern, die mit ihren Erträgen erst Handel und die Ernährung von Stadtbewohnern ermöglichten. Nun gerieten sie zunehmend in die Abhängigkeit der Städter, die ihnen durch Handel, Bildung und Militär überlegen waren. Das Erbrecht verfestigte noch diese Unrechtsstrukturen zwischen arm und reich. Im 19. Jahrhundert befassten sich Philosophen deshalb auch mit der Kollektivierung von Grund und Boden, so der Theologe.</p>
<p>An die je 25-minütigen Referate schloss sich eine lebhafte Fragerunde an, in der es um Artenvielfalt, Grundwasserschutz, Eigenversorgung, globalen Wettbewerb, Großgrundbesitz und Ausbeuterstrukturen ging. Standen je Mensch 1970 global noch 3800 Quadratmeter Ackerfläche zur Verfügung, referierte Bleher, sank dieser Wert aktuell auf unter 2000 und werde 2050 bei nur noch 1500 liegen.</p>
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		<title>CDU-Stammtisch Schorndorf: „Weniger Förderung und mehr Verlässlichkeit“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Aug 2025 16:13:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Spannende und informative 1,5 Stunden im Schorndorfer Stadtbiergarten beim CDU-Stadtverband haben am Mittwochabend 40 Zuhörer hautnah erlebt: Zu Gast waren die Waiblinger Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Generalsekretärin ihrer Bundespartei, Christine Stumpp, sowie der Landtagsabgeordnete und Staatssekretär Christian Gehring. Neben deren Ausführungen zur aktuellen Regierungslage in Bund und Land gab vor allem die Fragerunde nach 45 Minuten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7751" aria-describedby="caption-attachment-7751" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" data-attachment-id="7751" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/08/29/cdu-stammtisch-schorndorf-weniger-foerderung-und-mehr-verlaesslichkeit/028-cdu-stammtisch-quer1/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/08/028-CDU-Stammtisch-quer1.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="028 CDU-Stammtisch (quer1)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/08/028-CDU-Stammtisch-quer1.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/08/028-CDU-Stammtisch-quer1.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7751 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/08/028-CDU-Stammtisch-quer1.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/08/028-CDU-Stammtisch-quer1.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/08/028-CDU-Stammtisch-quer1.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7751" class="wp-caption-text">Christian Gehring (r.) und Christina Stumpp (am Tisch vorne) referieren, was in Stuttgart und Berlin in Landes- und Bundesregierung läuft.</figcaption></figure>
<p>Spannende und informative 1,5 Stunden im Schorndorfer Stadtbiergarten beim CDU-Stadtverband haben am Mittwochabend 40 Zuhörer hautnah erlebt: Zu Gast waren die Waiblinger Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Generalsekretärin ihrer Bundespartei, Christine Stumpp, sowie der Landtagsabgeordnete und Staatssekretär Christian Gehring.</p>
<p>Neben deren Ausführungen zur aktuellen Regierungslage in Bund und Land gab vor allem die Fragerunde nach 45 Minuten tiefe Einblicke in die Seelenlage der Parteimitglieder und Bürger. Ein Wahlkämpfer aus dem jüngsten CDU-Wahlkampf kommentierte Stumpps Ausführungen so: „Den Berliner Mist musst Du uns jetzt positiv verkaufen!“ Es sei ein Fehler gewesen, sich von der SPD mit deren 16 Prozent den Koalitionsvertrag diktieren zu lassen und man müsse mit der AfD reden, „die Bürger wollen das.“</p>
<p>Ein anderer monierte die morbide Infrastruktur und forderte sofort eine Vignette für deutsche Autobahnen „von 60 bis 80 Euro im Jahr.“ Die Bürger würden das akzeptieren, Transitreisende würden Beiträge leisten und zur Sanierung sei sofort Geld da, das im Drei-Schicht-Betrieb auf den Baustellen sofort investiert werden könne. Einer meinte unter Applaus, CDU-Fraktionsvorsitzender Jens Spahn „muss sofort weg, weil er nach der Maskenaffäre ohnehin verbrannt ist.“ Ein anderer sah, „in allen Bahnfahrern potentielle AfD-Wähler, weil die CDU zu dem Chaos schweigt.“</p>
<p>Dem Nächsten fehlte der Sparwille der schwarz-roten Regierung und er schlug konkret vor, Staatssekretäre einzusparen. Ein Metzgermeister beanstandete, die CDU vernachlässige das Handwerk und bediene nur die Interessen der Industrie. Sein Vorschlag: Nachtzuschläge geringer besteuern oder ganz abschaffen. Mehrere Fragesteller forderten angesichts leerer Kassen mehr Wahrhaftigkeit von der Politik statt alle Probleme auf folgende Generationen zu verlagern, wobei ein 62-Jähriger konkret wurde: „Warum befristen wir Sozialhilfe je Bürger nicht auf zehn Jahre, die Rente auf 20 Jahre und Knie- und Hüft-OPs zahlen die Kassen nur bis zum 75. Lebensjahr – dann hätte jeder Bürger Planungssicherheit?“</p>
<p>Stumpp zeigte sich in der emotionalen Fragerunde schlagfertig: Die CDU bereits nach 100 Tagen zu verurteilen, sei angesichts der komplexen Themen unfair. Gerne stelle sie sich solcher Kritik in zwei bis vier Jahren. Auch müsse man sehen, dass CDU/CSU nur 28 Prozent hatten „und einen schwierigen Koalitionspartner haben.“ Zudem habe ihre Partei in sechs von 15 angekündigten Sofortmaßnahmen bereits geliefert und nun folge „ein Herbst der Reformen.“ Ein Beispiel von Erfolg seien die Grenzkontrollen, „denn innere Sicherheit ist unser Markenkern.“</p>
<p>Auch habe die Regierung den Familiennachzug ausgesetzt, was 1000 Zuzüge weniger pro Monat bedeute, und eine sechsstellige Zahl von Flüchtlingen, vor allem Syrer und Afghanen, stünden unmittelbar vor der Rückführung. Und: Die Regierung wolle die Ukrainer aus dem Bürgergeld nehmen und in die Asylbewerberleistungen herunterstufen. Stumpp: „Innenminister Alexander Dobrindt macht einen guten Job und die SPD kommt uns dabei erfreulicherweise entgegen.“ In der Wirtschaft sei der 30-prozentige Investitionsbooster an Zuschüssen für Maschinen realisiert, allerdings fehlten aktuell vielen Firmen die Aufträge, für die sie neue Maschinen bräuchten. Wichtiger sei den Betrieben ohnehin weniger Regulatorik.</p>
<p>Aktuell seien alle Ressorts daran, bis Herbst Vorschläge für Deregulierung zu liefern. Die MdB räumte ein, dass das aktuelle Bild nicht positiv sei. Das sei aber teils der eigenen Kommunikation geschuldet; teils den eigenen Abgeordneten, die nun mit eigenen Vorschlägen an die Öffentlichkeit gingen, um sich zu profilieren; vor allem aber auch der Medien. Stumpp: „Ist doch klar und richtig, dass wir angesichts der komplexen Lage kontrovers diskutieren. Aber die Presse titelt dann gleich eine Krise daraus.“ Sie wünsche sich von den Presseleuten mehr Sachlichkeit und Hintergründe. Auch Bundeskanzler Friedrich März, den sie nur „den Chef“ nennt, und ihr sei klar, dass es Unmut erzeuge, wenn deutsche Rentner ihr Haus verkaufen müssen, um sich Opas Pflege im Heim leisten zu können, und „Menschen, die keinen Euro in unsere Sozialversicherungssysteme eingezahlt haben, bekommen alles gratis.“</p>
<p>Zum Streit um die Besetzung des Bundesverfassungsgerichts merkt die Landwirtstochter an: „Die Stimmung in der Gesellschaft ist Mitte-Rechts, dann passt das nicht, wenn das höchste Gericht auf Dauer Mitte-Links besetzt ist.“ Öffentlich entstehe der Eindruck, dass „die CDU nicht liefert und die AfD profitiert davon.“ Für Merz und sie sei aber klar, dass es keinerlei Berührung mit der rechtsradikalen AfD gebe, das sei der Tod der CDU. Von der SPD lasse man sich aber auch nicht verbiegen.</p>
<p>MdL Christian Gehring, der noch am Abend weiter musste zu einem Termin in Karlsruhe, skizzierte in sieben Minuten die Handschrift der CDU in der grün-schwarzen Landesregierung. So brauche die Polizei dringend eine Auswertesoftware, um die Daten verschiedenster Töpfe zusammenzuführen. Etwa Handynummern, die aus Fahrerfluchten vorliegen, mit Handynummern aus Entführungen abgleichen zu können. Der gelernte Polizist: „Das machen bisher unsere Beamten von Hand, bei der Software ist das ein Klick.“ Die Linke empöre sich, dass die Lösung von Palantir dem US-Milliardär Peter Thiel gehört. Dieser halte aber auch zehn Prozent der Meta-Aktien und habe Paypal begründet, die beide Millionen Bürger nutzen.</p>
<p>Fast alle Terrorwarnungen für Deutschland, etwa ein geplanter Anschlag 2024 auf den Weihnachtsmarkt in Karlsruhe, kämen bisher aus den USA. Und ein Gefährder binde bei der Polizei 100 Einsatzkräfte. Die CDU habe auch auf die Gymnasialempfehlung für Kinder gedrängt, um sie vor Überforderung und dem falschen Ehrgeiz ihrer Eltern zu schützen. Eine zweigliedrige Realschule ersetze künftig die Hauptschule, die „verbrannt“ sei. Was aber die Rückkehr zu G9 zusätzlich koste, fehle für die frühkindliche (Sprach-)Förderung. Er begrüße Überlegungen, Kinder ein Jahr früher aus den Familien zu nehmen in den Kindergarten, „damit alle dieselben Chancen haben auf den Spracherwerb.“</p>
<p>Das koste zwar auch sehr viel Geld, aber im Gegenzug könne man bspw. die steuerlich finanzierten „kommunalen Fahrradmanager“ abschaffen wie „überhaupt die ineffiziente Förderpolitik eingestellt werden“ könne. Stumpp brachte es auf den Punkt: „Wir brauchen weniger Förderung und mehr Verlässlichkeit.“ Schließlich sprach CDU-Stadtverbandsvorsitzender Steffen Krötz noch die kommunalen Finanzen an, zumal das Regierungspräsidium den maroden Doppelhaushalt der Stadt Schorndorf nicht gebilligt hatte.</p>
<p>Hierfür kündigte Stumpp Abstriche bei den Sozialstandards an, die die Kommunen leisten müssen, und nannte als Beispiel, dass das behinderte Kind von Millionären nicht mehr staatlich gefördert werde oder man Kommunen „mal für ein Jahr 100 Prozent der Gewerbesteuer belässt.“ Der Gesundheitsfonds, in den der Bund nun jährlich 3,75 Milliarden einzahle, bezuschusse die kommunalen Kliniken, so dass diese nicht nur über steigende Umlagen der Gemeinden an die jeweiligen Kreise finanziert werden müssten.</p>
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		<title>Transparenz über private Vermögen würde Gesellschaft demokratisieren</title>
		<link>https://der-medienberater.de/2025/06/16/transparenz-ueber-private-vermoegen-wuerde-gesellschaft-demokratisieren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jun 2025 17:39:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Enthüllungsjournalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit ihrem Plädoyer für finanzielle Transparenz in Familie und Gesellschaft schreibt mir Lea Hampel in der Süddeutschen vom 14. Juni unter der Überschrift „Kontoauszüge auf den Tisch“ regelrecht aus der Seele. Denn viel basisdemokratischer wäre, man wüsste bei jedem Debattenbeitrag, ob der Redende monatlich nun über 1200 Euro verfügt oder 12.000. Denn schon bei der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7724" aria-describedby="caption-attachment-7724" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7724" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/06/16/transparenz-ueber-private-vermoegen-wuerde-gesellschaft-demokratisieren/026-sz-ausriss/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-SZ-Ausriss-rotated-e1750095482418.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="026 SZ-Ausriss" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-SZ-Ausriss-rotated-e1750095482418.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-SZ-Ausriss-rotated-e1750095482418.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7724 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-SZ-Ausriss-rotated-e1750095482418-300x225.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-SZ-Ausriss-rotated-e1750095482418.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-SZ-Ausriss-rotated-e1750095482418.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7724" class="wp-caption-text">Die &#8222;Süddeutsche&#8220; schreibt über Finanztransparenz unter Bürgern.</figcaption></figure>
<p>Mit ihrem Plädoyer für finanzielle Transparenz in Familie und Gesellschaft schreibt mir Lea Hampel in der Süddeutschen vom 14. Juni unter der Überschrift „Kontoauszüge auf den Tisch“ regelrecht aus der Seele. Denn viel basisdemokratischer wäre, man wüsste bei jedem Debattenbeitrag, ob der Redende monatlich nun über 1200 Euro verfügt oder 12.000. Denn schon bei der Selbsteinschätzung, ob man „arm“, „wohlhabend“ oder „vermögend“ sei, wird in Deutschland getrickst, gemogelt und sediert.</p>
<p>Was wäre aber dabei, wenn der Nachbar über mehrere Millionen Euro in Immobilien, ETFs und Festgeldern verfügt? Irgendwo in Deutschland muss das viele Geld ja sitzen. Das wären spannende Gespräche, wenn man mehr über das Elternhaus des Freundes erführe, in dem der selbstständige Vater über seine Verhältnisse gelebt und deshalb nur Schulden vererbt hat. Oder über die Einwanderer, die viel gespart und viele Nebenjobs ausgeübt haben, und so zu ihrem Besitz kamen.</p>
<p>Wir bräuchten nicht das Schulfach „Wirtschaft“, das Konservative immer wieder fordern, würde in den Elternhäusern mehr über Einnahmen und Ausgaben gesprochen, was z.B. der Vater brutto und was er netto verdient; was die Familie monatlich fürs Wohnen ausgibt oder jährlich fürs Reisen. Auch steuerliche Aspekte würden plötzlich sicht- und spürbar; die Relevanz einer Inflationsrate oder von Zinsen. So würde mancher besser verstehen, dass es für ihn machbar wäre, eine Immobilie zu erwerben.</p>
<p>Schon den Neffen, der eine neue Stelle angefangen hat, nach seinem Jahresgehalt zu fragen, offenbart oft die Misere: Er kann nur sein monatliches Netto sagen, weil ihm für mehr der Kontext fehlt. Das sagt viel über Elternhaus und Freundeskreis – und worüber da eben nicht gesprochen wird. Noch spannender wäre, die Kollegen tauschen sich über ihre Gehälter aus oder diese wären intern für jeden ohnehin einsehbar.</p>
<p>Ich hätte kein Problem, Kolleginnen zu erzählen, weshalb ich 50 oder 100 Prozent mehr verdiene. Z.B. weil ich besser organisiert, entscheidungsfreudiger und somit effizienter bin! Oder weil ich auch abends oder am Wochenende noch etwas arbeite (leiste!), wenn es mir zielführend und sinnstiftend scheint. Viele Chefs differenzieren die Gehälter ihrer Mitarbeiter und haben dafür logische Begründungen – nur kommuniziert wird das nicht. Geheime Kommando-Sache, weil auch der Chef feige und konfliktscheu ist.</p>
<figure id="attachment_7723" aria-describedby="caption-attachment-7723" style="width: 225px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7723" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/06/16/transparenz-ueber-private-vermoegen-wuerde-gesellschaft-demokratisieren/026-grundbuch/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-Grundbuch-rotated.jpg?fit=480%2C640&amp;ssl=1" data-orig-size="480,640" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="026 Grundbuch" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-Grundbuch-rotated.jpg?fit=225%2C300&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-Grundbuch-rotated.jpg?fit=480%2C640&amp;ssl=1" class="wp-image-7723 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-Grundbuch.jpg?resize=225%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="225" height="300" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-Grundbuch-rotated.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/026-Grundbuch-rotated.jpg?w=480&amp;ssl=1 480w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /><figcaption id="caption-attachment-7723" class="wp-caption-text">Immobilienbesitz verbessert den Vermögensaufbau.</figcaption></figure>
<p>Weil ich mit Menschen viel über Geld rede, z.B. meine Stundensätze, meine Immobilien(-schulden), meine jährliche Steuerersparnis oder meinen Konsumverzicht, weiß ich auch von anderen relativ fiel über deren Vermögenssituation, monatliches Einkommen oder künftige Rentenanwartschaften. Ich halte das für seriös und stimmig, weil man so auch einen sozialen Ausgleich schaffen kann unter Freunden, Verwandten oder in der Partnerschaft.</p>
<p>Denn wenn der Arzt mehr verdient als die Krankenschwester, mit der er liiert ist, ist es auch fair, wenn er zwei Drittel am gemeinsamen Urlaub zahlt oder an der Miete. Auch könnte man der Tante die Reisekosten zahlen, um auf Besuch zu kommen, weil sie Zeit aber kein Ged hat – und beim Neffen ist es umgekehrt. Geld würde dann zum Werkzeug, mit dem man Probleme löst. Noch ist es aber oft so, dass der, der ehrlich über seine guten finanziellen Verhältnisse spricht, zur Antwort bekommt: „Na, dann kannst Du ja jetzt die Rechnung hier im Lokal bezahlen.“</p>
<p>Besser dagegen wäre, wenn Non-Profit-Organisationen wüßten, wen sie um eine Spende oder Förderung ansprechen sollen: Denn oft steht es liquiditätsmäßig um den unscheinbaren Beamten besser als um den Unternehmer, der vom Mindestlohn über die höheren Energiekosten, Brand- und Arbeitsschutzmaßnahmen bis zu den Zöllen alles ausgleichen muss. Grotesk: Über unsere sexuellen Präferenzen wissen vermutlich unsere Freunde heute mehr als über unsere finanzielle Situation. Lea Hampel sei Dank, dass sie mit Ihrem Essay das Thema beleuchtet hat. Mit ihrem Text hat sie demnach 425 Euro brutto verdient – die Frau ist sympathisch ehrlich.</p>
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		<title>Komplexität: Männerarbeit braucht Beharrlichkeit und viel Geduld</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jun 2025 13:20:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gestalt-Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Männerarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Positionierung]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mittlerweile leite ich als Gestalttherapeut monatlich drei Männergruppen, zwei Vätergruppen und einen Stuhlkreis samstags, der gleichermaßen Männern und Frauen offensteht. Hinzu kommen jährlich sechs Wochenendseminare, die ich in Bildungshäusern gebe, sowie sieben teils mehrtägige Männerevents bundesweit pro Jahr, bei denen ich Workshops halte und für die ich Männer interessiere und rekrutiere. Die Folge: Ich bin [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7715" aria-describedby="caption-attachment-7715" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7715" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/06/06/komplexitaet-maennerarbeit-braucht-beharrlichkeit-und-viel-geduld/024-maennergruppe/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/024-Maennergruppe.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="024 Männergruppe" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/024-Maennergruppe.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/024-Maennergruppe.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7715 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/024-Maennergruppe.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/024-Maennergruppe.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/06/024-Maennergruppe.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7715" class="wp-caption-text">Unsere Schorndorfer Männergruppe diesen Montag: Monatlich die Gemeinschaft erleben und an der eigenen Persönlichkeit feilen.</figcaption></figure>
<p>Mittlerweile <a href="http://www.der-lebensberater.net">leite ich als Gestalttherapeut monatlich</a> drei Männergruppen, zwei Vätergruppen und einen Stuhlkreis samstags, der gleichermaßen Männern und Frauen offensteht. Hinzu kommen jährlich sechs Wochenendseminare, die ich in Bildungshäusern gebe, sowie sieben teils mehrtägige Männerevents bundesweit pro Jahr, bei denen ich Workshops halte und für die ich Männer interessiere und rekrutiere.</p>
<p>Die Folge: Ich bin fast täglich am Einladen, Ausschreiben, Erklären, Überzeugen, Gewinnen, Vernetzen, Nachfassen und Fragen beantworten zu den Veranstaltungen – ehrenamtlich und während meiner täglichen bezahlten Arbeit als Journalist, PR-Berater, Teamentwickler und Therapeut, der im Einzel mit Klienten an deren Themen arbeitet. Daraus resultiert ganzjährig eine 60-Stunden-Woche mit extrem vielen Mails, Telefonaten und Zoom-Meetings.</p>
<p>Denn oft sind Männer unentschlossen, zögerlich, ängstlich und Scham-behaftet, was den Aufwand und die Einfühlsamkeit nochmals deutlich erhöht. Ein Beispiel: Für die Schorndorfer Männergruppe bekommen 150 Empfänger fünf Tage zuvor die Einladung per Mail, damit dann tatsächlich zehn oder elf im Stuhlkreis Platz nehmen. Das ist eine Quote unter zehn Prozent. Rechne ich die Männer dazu, die ich persönlich anspreche, die über Flyer, Homepages oder Pressemeldungen davon erfahren, liegt die Quote sogar weit unter einem Prozent.</p>
<p>Soviel Schweigen oder Desinteresse kosten mich emotional sehr viel Kraft. Noch zehrender sind diejenigen, die auch nicht kommen, das aber vermeintlich rechtfertigen mit Sätzen wie „ich habe es nicht geschafft“ oder „ich habe es vergessen.“ Das sagt viel mehr über deren Unvermögen, ihr eigenes Leben zu gestalten – und ihre Vermeidung. Denn ehrlicher (und wertschätzender!) wäre, zu sagen: „Weißt Du, mir fehlt der Mut, mich mit mir und meinen Ängsten und Unzulänglichkeiten auseinanderzusetzen!“</p>
<p>Denn Jammern ist viel einfacher und gesellschaftlich weiter verbreitet als zu handeln und zu verändern. Deshalb sind wir in meiner Wahrnehmung ein Volk erschöpfter Jammerlappen einerseits und militanter Anti-Demokraten andererseits geworden. Schön und vorbildlich ist beides nicht, weshalb mir heute schon bange ist um die nachfolgende Generation. Süchte, Ängste, psychische Erkrankungen und Rechtsradikalismus legen davon eindrucksvoll und erschreckend Zeugnis ab.</p>
<p>Mein Lichtblick sind die Menschen, die meinem Ruf folgen und in meinen Stuhlkreisen ihre Schatten anschauen: Ihre massiven Selbstzweifel; ihre fehlende Selbstliebe; ihren (Selbst-)Hass; ihre toxischen Beziehungen; ihre Süchte und Zwänge etc. Die sich hinterfragen lassen, dass hinter ihrer vermeintlichen Freundlichkeit in Wahrheit die Unfähigkeit zum Konflikt, also Feigheit, und ihre Harmoniesucht liegen, um nur mal zwei Beispiele zu nennen.</p>
<p>Umso schöner sind die Rückmeldungen von Menschen, die beginnen, sich zu verändern. Die bspw. in ihre Männlichkeit gehen, Verantwortung für ihr Handeln übernehmen – und die Konsequenzen tragen. Da sind Paare, die wieder miteinander in Beziehung kommen; Väter und Söhne, die sich endlich etwas zu sagen haben; Menschen, die ihre Gefallsucht beenden oder ihre Alkoholsucht u.v.m. So wird das Leben schöner und die Welt wieder zu einem liebenswerten Ort. Denn das wahre Abenteuer liegt nicht im Außen, sondern im Inneren. Als &#8222;Reiseweltmeister&#8220; sind wir Deutschen ständig auf der Flucht statt CO2-neutral und in geschützten Räumen nach innen zu schauen. Für all die Heilung, Verbundenheit und Gemeinschaft, <a href="http://www.der-lebensberater.net">die dort erlebbar ist, mache ich weiter</a> – beharrlich und geduldig. Kommst Du mit?</p>
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		<title>Buchtipp „Seelenzauber“: Geschichte der Psychotherapie im 20. Jh.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 May 2025 20:15:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gestalt-Coaching]]></category>
		<category><![CDATA[Interessante Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Positionierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Seelenzauber“ von Steve Ayan, 2024 bei dtv erschienen, beschreibt die Psychotherapie-Geschichte des 20. Jahrhunderts seit ihren Anfängen mit Sigmund Freud in Wien. Der Psychologe und Wissenschaftsjournalist geht in dem Fachbuch, das einen gelungenen Mix aus Kompendium und Roman darstellt, auf sicher 30 Akteure und einige Akteurinnen ein, die dieses Jahrhundert in dieser Disziplin maßgeblich prägten. [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2025/05/12/buchtipp-seelenzauber-geschichte-der-psychotherapie-im-20-jh/">Buchtipp „Seelenzauber“: Geschichte der Psychotherapie im 20. Jh.</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7700" aria-describedby="caption-attachment-7700" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7700" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/05/12/buchtipp-seelenzauber-geschichte-der-psychotherapie-im-20-jh/023-seelenzauber-adler-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/023-Seelenzauber-Adler-quer-rotated-e1747080585163.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="023 Seelenzauber Adler (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/023-Seelenzauber-Adler-quer-rotated-e1747080585163.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/023-Seelenzauber-Adler-quer-rotated-e1747080585163.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7700 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/023-Seelenzauber-Adler-quer-rotated-e1747080585163-300x225.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/023-Seelenzauber-Adler-quer-rotated-e1747080585163.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/023-Seelenzauber-Adler-quer-rotated-e1747080585163.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7700" class="wp-caption-text">Begründer der Individualpsychologie: Alfred Adler (1870-1937) auf einem Foto in &#8222;Seelenzauber&#8220;.</figcaption></figure>
<p>„Seelenzauber“ von Steve Ayan, 2024 bei dtv erschienen, beschreibt die Psychotherapie-Geschichte des 20. Jahrhunderts seit ihren Anfängen mit Sigmund Freud in Wien. Der Psychologe und Wissenschaftsjournalist geht in dem Fachbuch, das einen gelungenen Mix aus Kompendium und Roman darstellt, auf sicher 30 Akteure und einige Akteurinnen ein, die dieses Jahrhundert in dieser Disziplin maßgeblich prägten.</p>
<p>Dem 54-jährigen Heidelberger gelingt es auf 360 Seiten und in sechs Kapiteln wie „Das Unbewusste“, „Der Sex“ oder „Die Angst“ die verschiedenen Ansätze zu beleuchten, zeitlich einzuordnen und aufzuzeigen, wie sie auseinander hervorgingen und miteinander verwoben waren. Dass etwa Jacob Moreno (1889-1974), der als Student Impro-Theater machte und Vorlesungen bei Freud hörte, später das Psychodrama begründete.</p>
<p>Fein arbeitet der Autor heraus, wie es bei den meisten Protagonisten auch um Macht, Einfluss und Eitelkeiten ging; wie die Psychotherapie allmählich von gelangweilten höheren Töchtern in die Gesellschaft migrierte und 1926 der erste Film das Thema psychischer Deformation aufgriff. Deutlich wird auch das Ringen um wissenschaftliche Seriosität, Qualitätsstandards, Methodik, Transparenz – und Macht.</p>
<p>So beschreibt Ayan spannend die Entwicklung vom Medizinstudenten Freud, der um 1878 beim Sezieren von Gehirnen sucht, wo etwa die Angst „sitzt“, oder in Körpern „die Seele“, und so die Psychologie „erfindet“ mit der „Libido“ als Urkraft. Damit war lange klar, dass wer mitsprechen möchte, Arzt sein muss. Doch später kamen auch Juristen, Kriminologen, Pädagogen, Philosophen oder Biologen dazu, die Wesentliches beitrugen, Strömungen beeinflussten oder gar neue Denkschulen etablierten wie Rudolf Steiner mit seinen esoterischen Anthroposophen.</p>
<figure id="attachment_7701" aria-describedby="caption-attachment-7701" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7701" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/05/12/buchtipp-seelenzauber-geschichte-der-psychotherapie-im-20-jh/023-seelenzauber-perls-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/023-Seelenzauber-Perls-quer-rotated-e1747080790322.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="023 Seelenzauber Perls (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/023-Seelenzauber-Perls-quer-rotated-e1747080790322.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/023-Seelenzauber-Perls-quer-rotated-e1747080790322.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7701 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/023-Seelenzauber-Perls-quer-rotated-e1747080790322-300x225.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/023-Seelenzauber-Perls-quer-rotated-e1747080790322.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/05/023-Seelenzauber-Perls-quer-rotated-e1747080790322.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7701" class="wp-caption-text">Fritz und Lore Perls verbringen das Dritte Reich in Südafrika und begründen ab 1945 die Gestalttherapie in den USA.</figcaption></figure>
<p>Zugleich leistet der Autor, vor allem die Hauptdarsteller wie Freud, Alfred Adler (Urkraft ist die Aggression, die sich aus der Minderwertigkeit speist), Carl Gustav Jung (vier Grundgefühle), Fritz Perls (Gestalttherapie) oder Viktor Frankl (Logotherapie) biographisch in all ihren Facetten auszuleuchten, ob sie etwa Juden waren, aus armen oder reichen Verhältnissen kamen etc.</p>
<p>Ayans kritischer Blick auch auf deren charakterliche Schwächen wie Geltungssucht oder sexuelle Begierde, mit der sie auch jederzeit das Machtgefälle zu ihren Patientinnen oder Studentinnen ausnutzten, schenkt dem Buch eine hohe Glaubwürdigkeit.</p>
<p>„Seelenzauber“ wünsche ich viele Leser und vor allem Menschen, die sich danach auf den Weg machen, ihre eigene Persönlichkeit auszuleuchten – mit professioneller Hilfe oder in Selbsthilfegruppen. Denn eine Botschaft zieht sich durch das gesamte Buch: Das größte Abenteuer der Welt schlummert in Dir selbst.</p>
<p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2025/05/12/buchtipp-seelenzauber-geschichte-der-psychotherapie-im-20-jh/">Buchtipp „Seelenzauber“: Geschichte der Psychotherapie im 20. Jh.</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Schorndorf: Wie Kunst eine Stadtgesellschaft inspiriert und prägt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 2025 17:50:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einen kurzweiligen Streifzug durch die vergangenen 100 Jahre Kunst- und Zeitgeschichte der Stadt Schorndorf hat am Montag der profunde lokale Kenner Eberhard Abele unternommen. Mehr als 50 Besucher wollten im städtischen Museum hören, was der Organisator des ersten Schorndorfer Bildhauersymposiums von 1987 in gut einer Stunde zu sagen hatte. Fast schon im Galopp reihte der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7694" aria-describedby="caption-attachment-7694" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7694" data-permalink="https://der-medienberater.de/2025/04/30/schorndorf-wie-kunst-eine-stadtgesellschaft-inspiriert-und-praegt/022-eberhard-abele-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/04/022-Eberhard-Abele-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="022 Eberhard Abele (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/04/022-Eberhard-Abele-quer.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/04/022-Eberhard-Abele-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7694 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/04/022-Eberhard-Abele-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/04/022-Eberhard-Abele-quer.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2025/04/022-Eberhard-Abele-quer.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7694" class="wp-caption-text">Stieß auf hohe Resonanz: Abeles Vortrag über Kunst in Schorndorf.</figcaption></figure>
<p>Einen kurzweiligen Streifzug durch die vergangenen 100 Jahre Kunst- und Zeitgeschichte der Stadt Schorndorf hat am Montag der profunde lokale Kenner Eberhard Abele unternommen. Mehr als 50 Besucher wollten im städtischen Museum hören, was der Organisator des ersten Schorndorfer Bildhauersymposiums von 1987 in gut einer Stunde zu sagen hatte. Fast schon im Galopp reihte der Referent von der Kaiserzeit bis in die jüngste Geschichte dutzende Namen aneinander und bot damit auch weniger Kundigen eine hilfreiche Orientierung in der kommunalen Kulturgeschichte.</p>
<p>Ausgehend von Gustav Schlipf, der von 1905 bis 1919 Zeichenlehrer in Schorndorf war, zeigte Abele die lokale Verflechtung mit der Staatlichen Württembergischen Kunstschule in Stuttgart und der dortigen Bauhausszene auf. Die Schorndorfer Ina Krämer, Werner Diez oder Paul Bay, Malermeister in der Höllgasse, besuchten die Stuttgarter Gewerbeschule für Kunst.</p>
<p>So erlebten sie den Bau des Stuttgarter Bahnhofs 1922, den Hindenburgbaus 1928 oder der Weißenhofsiedlung mit, die in nur vier Monaten Bauzeit entstand. Mies van der Rohe, Le Corbusier oder Mart Stam (1899-1986), der den hinterbeinlosen Stuhl aus gebogenem Rohr designte, um „den Raum zu sprengen“ und eine scheinbar schwebende Sitzfläche zu kreieren, prägten diese Zeit. Der Schorndorfer Eisenmöbelhersteller Arnold, damals Weltmarktführer, produzierte dieses Designerstück in Großserie.</p>
<p>2010, so Abele, habe Timm Ulrichs in seiner Kunst dieses Stuhlthema aufgegriffen, etwa im „Stuhl, der sich zur Ruhe setzt“. Ein Exponat habe die Stadt erworben und stellt es seither im Rathaus im ersten Stock aus. In der NS-Zeit habe der Schwäbisch Gmünder Künstler Prof. Jakob Fährle etliche Aufträge in Schorndorf erhalten, etwa eine Stahlskulptur zum 100. Geburtstag von Gottlieb Daimler 1934, die aber 1943 für die Kriegswirtschaft wieder eingeschmolzen wurde.</p>
<p>Oder eine martialische Darstellung der „Schorndorfer Weiber“, die von 1939 bis 1965 als Akt der Befreiung inszeniert war; 1939 eine Hindenburg-Büste oder 1941 eine Gussplatte für die Palm-Gedenkstätte, die die Szene der Erschießung des Freiheitskämpfers durch französische Soldaten zeigt. Nach dem Krieg erlangte Werner Diez regionale Bedeutung, der als Wehrmachtssoldat Russen und Ukrainer mit sympathischen Gesichtszügen gezeichnet hatte und diese Bilder über Kuriere auf Heimaturlaub nach Schorndorf bringen ließ.</p>
<p>Der Porträtmaler und Glaskünstler Alfred Seidel zeigte 1945/46 in seinen Werken die Gräuel des Krieges, wenn er etwa schmerzverzerrte Schreiende darstellte. Und Werner Oberle, der 1941 mit Widerstandskämpfer Hans Scholl korrespondierte, gab ab 1947 Zeichenkurse bei der Volkshochschule und hielt Vorträge über württembergische Künstler. Sein „expressiver Realismus“, so Abele, zeichnete ihn aus, wenn er etwa Blumensträuße malte oder „starke Männer“, eines seiner Hauptthemen.</p>
<p>1955 hinterließen Wilhelm Geyer und Florian Jakowitsch ihre Handschrift in den Glasfenstern des Neubaus der Heilig Geist-Kirche. Alfred Seidel gestaltete den Turm der Kirche und Anneliese Hahn thematisierte immer wieder die „Schorndorfer Weiber“. Gottfried von Stockhausen, der in Stalingrad gekämpft hatte und 1960 das Fresko der „Weiber“ am Rathaus anbrachte, vollzog den Switch von den einst kriegerischen Frauen hin zu den Frauen um Barbara Künkelin, die im Dialog und mit Diplomatie den Konflikt im Dreißigjährigen Krieg klären. 1969 trat Karlheinz Eisele auf den Plan, der aus dem leeren Sockel des einstigen Hindenburg-Denkmals für 700 Mark Rundungen herausmeißelte, die die Städtepartnerschaft mit Tulle als dynamische Verwebung symbolisieren sollten.</p>
<p>An diesem Beispiel vertiefte Abele, dass es immer ein Kampf in der Stadt gewesen sei, Geld für Kunst bereitzustellen. 1973 habe Frieder Stöckle erstmals ausgestellt und in den 1980er-Jahren sei die Kontroverse zwischen Tradition und Kunstszene zum öffentlichen Politikum geworden. Da sei es um die inhaltliche Ausrichtung des Stadtmuseums ebenso gegangen wie um bürgerschaftliche Beteiligung durch das spätere Kulturforum oder die Durchsetzung einer Fußgängerzone.</p>
<p>1986 gründete sich das Figurentheater Phönix und 1987 fand das erste Bildhauersymposium statt. Der Referent: „Das war eine günstige Verbindung zwischen Bürgermeister Reinhard Handke und Künstler Frieder Stöckle im Kontext der Zeit von Lothar Späth als Ministerpräsident.“ Nun habe sich die „Künstlergruppe Olga 87“ gegründet und man habe wahrgenommen, dass es in der Stadt 14 Ateliers gab., die sich 1990 bei einer Ausstellung in Tulle präsentierten; zuhause Quartiersarbeit machten, in dem sie Menschen zum Dialog zusammenbrachten, und Skulpturen im öffentlichen Raum präsentierten. Stellvertretend nannte der Referent allen voran Renate Busse, Gez Zirkelbach, Ebba Kaynak oder auch Christoph Traub.</p>
<p>Kunst bleibe ein spannendes Thema in der Stadt, insbesondere im Kontext von „Kunst am Bau“. Dafür stünden die PV-Installation im neuen Burg-Gymnasium, die Wandmalereien in der Klinik, die Skulptur am Neubau der Stadtwerke oder das Zirkelbachbild in der Rainbrunnen-Grundschule, an dem jährlich die Drittklässler weitermalen. Die Kunstgalerie und die jährliche Kunstnacht im September seien zudem Leuchttürme, die das Erreichte sichtbar machten.</p>
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		<title>Palm-Stiftung ehrt mutige Journalistinnen aus Belarus und Afghanistan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2024 10:11:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Hochfest von Demokratie und Pressefreiheit war die 12. Verleihung des Johann-Philipp-Palm-Preises gestern, Sonntag, in der Schorndorfer Barbara-Künkelin-Halle im Beisein von gut 300 lokalen Repräsentanten aus Politik, Verwaltung, Kirche und Gesellschaft. Mit Standing Ovations wurden die Journalistinnen Maryna Zolatava, die seit vier Jahren in Weißrussland inhaftiert ist, und die Afghanin Zahra Nader, die im kanadischen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7665" aria-describedby="caption-attachment-7665" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7665" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/12/02/palm-stiftung-ehrt-mutige-journalistinnen-aus-belarus-und-afghanistan/019-palm-preis-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/12/019-palm-Preis-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="019 palm-Preis (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/12/019-palm-Preis-quer.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/12/019-palm-Preis-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7665 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/12/019-palm-Preis-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/12/019-palm-Preis-quer.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/12/019-palm-Preis-quer.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7665" class="wp-caption-text">Ezé rockt den Saal. Hinter ihm (v.l.) Rashid, Ananka, Nader, eine Dolmetscherin und Kishkourna.</figcaption></figure>
<p>Ein Hochfest von Demokratie und Pressefreiheit war die 12. Verleihung des Johann-Philipp-Palm-Preises gestern, Sonntag, in der Schorndorfer Barbara-Künkelin-Halle im Beisein von gut 300 lokalen Repräsentanten aus Politik, Verwaltung, Kirche und Gesellschaft. Mit Standing Ovations wurden die Journalistinnen Maryna Zolatava, die seit vier Jahren in Weißrussland inhaftiert ist, und die Afghanin Zahra Nader, die im kanadischen Exil ihrer Arbeit nachgeht und am 1. Advent anwesend war, minutenlang für ihren Mut gewürdigt.</p>
<p>Alle zwei Jahre vergibt die Palm-Stiftung den mit 20.000 Euro dotierten Journalisten-Preis. Namensgeber ist der 1766 in Schorndorf geborene Buchhändler Johann Philipp Palm, den Napoleon 1806 erschießen ließ, weil er nicht die Namen der Autoren verriet, deren Pamphlet sich gegen die französischen Besatzer richtete, das er vertrieb. Heute verdient die Familie Palm ihr Geld im Immobiliensektor als Vermieter meist denkmalgeschützter Objekte und als Bauträger mit Sitz in Schorndorf.</p>
<p>Zolatava hatte in Belarus das Online-Nachrichten-Portal tut.by gegründet, über das sich in der Spitze ein Drittel aller Weißrussen täglich informierten. Laut Reporter ohne Grenzen, rangiert das von Diktator Alexander Lukaschenko regierte Land auf Platz 167 von 180, was die Presseunfreiheit betrifft. Als 2020 die Proteste im Land zunahmen, so die Slawistin Dr. Yaroslava Ananka, die die Laudatio hielt, hätten die Geehrte und ihr Team bis zu ihrer Verhaftung mutig darüber berichtet.</p>
<p>Zolatavas Ehemann Wasil Kishkourna, der mit den beiden Kindern seither in Polen im Asyl lebt und gestern anwesend war, berichtete, dass seine Frau die Ehrung nur erahnen könne. Denn in dem kurzen, monatlichen Telefonat mit ihr und dem Brief, den er ihr monatlich schreiben dürfe, müsse er wegen Zensur und Strafe vorsichtig sein. Er sei privilegiert, denn von vielen Gefangenen wisse man teils seit zwei Jahren nichts.</p>
<p>„Jeder Tag in Haft ist dort Folter,“ sagte Kishkourna auf Deutsch und mahnte einen härteren Kurs des Westens gegen Diktatoren an: „Die heutigen westlichen Politiker, die keinen Krieg erlebt haben, verhandeln lieber 1000 Stunden als eine Minute zu schießen.“ Ananka hatte zuvor betont, nachdem die Diktatur sie totschweige: „Maryna ist furchtlos und dieser Preis geht ins kollektive Gedächtnis über, das keine Diktatur löschen kann.“</p>
<p>Dass das Auditorium und die Medien, die über die Preisverleihung berichten, wichtige Mutmacher für die unterdrückte Pressefreiheit sind, betonte auch Abdul-Ahmed Rashid. Der ZDF-Redakteur und Islamexperte mit afghanischen Wurzeln würdigte Zahra Nader, die das Online-Nachrichtenmagazin Zan Times leitet. Zan ist persisch und heißt Frau, weil das Portal den Frauen in Afghanistan eine Stimme gibt, die die Taliban unsichtbar machen wollen.</p>
<p>„Die Taliban sind eine religiöse Sekte, die mit ihren archaischen Vorstellungen das Land ruinieren,“ so Rashid. Nader, deren Portal auf Englisch und Persisch erscheint, koordiniere heute von Kanada aus ihre Mitarbeiterinnen, die unter Decknamen und ohne voneinander zu wissen, über die Missstände unter Lebensgefahr berichten. Mit den Vorsichtsmaßnahmen schützten sich die Frauen untereinander, auch unter Folter keine Namen nennen und Strukturen offenlegen zu können.</p>
<p>Im Rahmen des schweren Programms heiterte Ezékiel Wendtoin aus Burkina Faso, ein kosmopolitischer Sänger, der in Dresden lebt, das Publikum mit seinen Rhythmen und Gesängen auf, darunter der Titel „Sage Nein“ gegen Faschismus von Konstantin Wecker, mit dem er bereits auf der Bühne stand. Dass Ministerpräsident Winfried Kretschmann Schirmherr des Preises ist, unterstreicht dessen Bedeutung für Meinungs- und Pressefreiheit. In seiner Vertretung sprach Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (beide Grüne), die selbst früher Redakteurin der „Stuttgarter Zeitung“ war.</p>
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		<title>Diözesan-Tagung: Queere Christen wünschen Akzeptanz statt Duldung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Nov 2024 08:03:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Positionierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Betroffene Stille herrschte während der zweitägigen Tagung „Queere Menschen und die Kirchen“ in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Hohenheim vom 21. bis 23.  November immer dann, wenn einer der rund 100 Teilnehmer, davon 20 Referenten, darüber sprach, wie es ihm persönlich als lesbische Pfarrerin oder transsexueller Christ geht. Jede dieser Erzählungen war von Heimlichkeit, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7658" aria-describedby="caption-attachment-7658" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7658" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/11/24/dioezesan-tagung-queere-christen-wuenschen-akzeptanz-statt-duldung/018-quer-tagung-plenum/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Plenum.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="018 Quer-Tagung (Plenum)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Plenum.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Plenum.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7658 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Plenum.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Plenum.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Plenum.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7658" class="wp-caption-text">Oft beklemmende Stille im Saal: Wenn bei der Tagung queere Menschen von ihren persönlichen Erfahrungen berichten. FOTOS: FROMM</figcaption></figure>
<p>Betroffene Stille herrschte während der zweitägigen Tagung „Queere Menschen und die Kirchen“ in der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Hohenheim vom 21. bis 23.  November immer dann, wenn einer der rund 100 Teilnehmer, davon 20 Referenten, darüber sprach, wie es ihm <a href="https://www.swp.de/baden-wuerttemberg/homosexualitaet-leben-als-pfarrerin-mit-frau-72023631.html">persönlich als lesbische Pfarrerin</a> oder transsexueller Christ geht. Jede dieser Erzählungen war von Heimlichkeit, Beschämung und Angst um den Arbeitsplatz und die Zugehörigkeit zur Gemeinde geprägt.</p>
<figure id="attachment_7659" aria-describedby="caption-attachment-7659" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7659" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/11/24/dioezesan-tagung-queere-christen-wuenschen-akzeptanz-statt-duldung/018-quer-tagung-podium/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Podium.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="018 Quer-Tagung (Podium)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Podium.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Podium.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7659 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Podium.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Podium.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/11/018-Quer-Tagung-Podium.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7659" class="wp-caption-text">Die Tagung stellt Öffentlichkeit her: Betroffene und Experten teilen ihre Ein- und Ansichten und vernetzen sich.</figcaption></figure>
<p>Wie ein roter Faden zog sich dabei die Historie von der Antike bis zur Neuzeit durch die Veranstaltung, um zu verstehen, weshalb sich Kirche und Gesellschaft zunehmend für die sexuelle Orientierung von Menschen, vor allem der Männer, interessierten und diese immer mehr reglementierten, Abweichungen diskriminierten und spätestens mit dem „Schwulen-Paragrafen“ 175 von 1871 bis 1994 gesellschaftlich kriminalisierten und dämonisierten.</p>
<p>Dafür hatte die Katholische Kirche die Grundlagen geschaffen, wie etwa der Bamberger Historiker Prof. Klaus van Eickels ausführte. So habe der Apostel Paulus in seinem sogenannten „Lasterkatalog“ in 1 Kor. 6,9 oder 1 Tim. 1,10 den Versuch unternommen, die kulturellen Unterschiede zwischen Juden und Heiden, die Christen wurden, miteinander zu versöhnen. Dabei sei es nicht um die Sexualität unter gleichberechtigten Männern gegangen, sondern um Praktiken mit männlichen Kindern oder Sklaven, die eben „nicht auf Augenhöhe“ waren.</p>
<p>Kirchenvater Augustinus, der im 4. Jahrhundert das Christentum als staatstragende Religion untermauern wollte, führte demnach den Begriff der Begierde in die Theologie ein. Da sie den Menschen von seiner Ebenbildlichkeit Gottes trenne, gelte es, sie zu bekämpfen. Damit sei der Gott der Christen den Göttern der Heiden überlegen, von denen viele gemäß der Mythen sexuell aktiv gewesen seien. Nochmals verfeinert hat dann Kirchenlehrer Thomas von Aquin die Sexualmoral im 12. Jahrhundert in der Scholastik, also der Rechtfertigung des Glaubens durch die Vernunft.</p>
<p>Er lässt nur die Ehe gelten, um die Sexualität in geordnete Bahnen zu lenken, und definiert für sie drei Ziele: Fortpflanzung; Treue und Vermeidung von Unzucht, die den Menschen vom Tier unterscheide; und schließlich das Ehe-Sakrament als Zeichen der Liebe Gottes. „Die Scholastik erklärt die Homosexualität für widernatürlich, weil sie nicht der Reproduktion dient,“ so van Eickels. Eine Abwertung erlitt sie auch, weil die Bauern Erntehelfer brauchten und die Fürsten Soldaten. Als in der Industrialisierung Kinder als Helfer unwichtiger wurden, wurde die Ehe romantisiert und homosexuelle Männer wurden entmaskularisiert. Die Nationalsozialisten verschärften entsprechend nochmals das Strafrecht gegen schwule Männer und in christlich-konservativen Kreisen hielt sich das Narrativ teils bis heute und wird aktuell befeuert durch rechte Tendenzen in vielen Demokratien.</p>
<p>Parallel zu dieser Entwicklung hatte die Deutsche Bischofskonferenz 2023 ein deutlich liberaleres Arbeitsrecht eingeführt, das die Diskriminierung kirchlicher Mitarbeiter weitgehend beendet. Seither sind die religiöse oder sexuelle Orientierung nur noch auf Leitungsämter beschränkt. Die Tagung in Hohenheim aber machte in nahezu allen Referaten deutlich, dass es queeren Menschen nicht nur um ihre Duldung geht, sondern um ihre Akzeptanz als gleichberechtigte Brüder und Schwestern, die in den Gemeinden und Kirchen willkommen sind, sich zeigen dürfen und gesehen werden.</p>
<p>So war die Kampagne <a href="http://www.outinchurch.de">www.outinchurch.de</a>, mit der sich 2021 weit mehr als 100 kirchliche Mitarbeiter als schwul, lesbisch, intersexuell oder transidentitär outeten, der Auslöser für die Tagung, wie der Bildungsreferent der Akademie, Dr. Johannes Kuber, bei deren Eröffnung erzählte. Auf das Outing hätten die katholische Akademie Hohenheim und ihr evangelischen Pendant in Bad Boll mit einer ökumenischen Abendveranstaltung reagiert. Deren Zuspruch sei „so überwältigend“ gewesen, dass man sich entschlossen habe, mit weiteren Partnern wie der Landeszentrale für politische Bildung oder dem Verband Queere Vielfalt eine Tagung zum Thema zu machen.</p>
<p>Das Fazit der Tagung war vielfältig: So machten die Referate und die Teilnehmer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum deutlich, dass die „queere Community“ weder eine homogene Gruppe ist, noch durchgängig gemeinsame Ziele hat. Waren die einen „es leid, weiter um die Akzeptanz meiner Kirche zu kämpfen“, sprachen andere von „unserer prophetischen Aufgabe, uns zuzumuten und dranzubleiben.“ Auch wurde deutlich, dass oft die Kirchenleitungen zwar nicht mutig, aber verständig sind, während von Mitchristen in den Gemeinden oft offener oder verdeckter Widerstand droht.</p>
<p>Dr. Andreas Heek, Pastoraltheologe und Queer-Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz, machte in seinem Schlußwort deutlich, dass die Homophobie nicht nur ein kirchliches, sondern ein gesamtgesellschaftliches Thema sei. Deshalb lohne sich das Engagement in dieser Thematik – und die Community komme dabei voran. So diente die Veranstaltung auch der bundesweiten, ökumenischen und interdisziplinären Vernetzung von Initiativen Betroffener, von forschenden Historikern und Theologen, Archivaren, Lehrern und kirchlichen Hauptamtlichen.</p>


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		<title>Arbeiterpriester Knapp referiert: Irakische Christen brauchen unsere Solidarität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Oct 2024 14:30:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Enthüllungsjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Interessante Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Migranten]]></category>
		<category><![CDATA[Positionierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die „vergessenen Christen im Irak“ sind Andreas Knapps Herzensthema: In der Kirchengemeinde Heilig Geist hat der badische Priester, der seit 2005 in einem Plattenbau in Leipzig lebt, 50 Zuhörern tiefe Einblicke in die Kirchengeschichte und das aktuelle Vertreibungsdrama der aramäischen Christen gewährt. Der promovierte Theologe der sich 2000 der Armutsbewegung des französischen Arbeiterpriesters Charles de [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_7652" aria-describedby="caption-attachment-7652" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7652" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/10/22/arbeiterpriester-knapp-referiert-irakische-christen-brauchen-unsere-solidaritaet/017-andreas-knapp-quer/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/017-Andreas-Knapp-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" data-orig-size="640,480" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="017 Andreas Knapp (quer)" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/017-Andreas-Knapp-quer.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/017-Andreas-Knapp-quer.jpg?fit=640%2C480&amp;ssl=1" class="wp-image-7652 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/017-Andreas-Knapp-quer.jpg?resize=300%2C225&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="225" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/017-Andreas-Knapp-quer.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/017-Andreas-Knapp-quer.jpg?w=640&amp;ssl=1 640w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption id="caption-attachment-7652" class="wp-caption-text">Der Leipziger Arbeiterpriester Andreas Knapp appelliert in Schorndorf an die Solidarität europäischer Christen mit den verfolgten Syrisch-Orthodoxen.</figcaption></figure></p>
<p>Die „vergessenen Christen im Irak“ sind Andreas Knapps Herzensthema: In der Kirchengemeinde Heilig Geist hat der badische Priester, der seit 2005 in einem Plattenbau in Leipzig lebt, 50 Zuhörern tiefe Einblicke in die Kirchengeschichte und das aktuelle Vertreibungsdrama der aramäischen Christen gewährt. Der promovierte Theologe der sich 2000 der Armutsbewegung des französischen Arbeiterpriesters Charles de Foucauld anschloss, zehn Jahre am Fließband arbeitete und heute Gefängnisseelsorger ist, <a href="_wp_link_placeholder" data-wplink-edit="true">lernte irakische Migranten als seine Nachbarn kennen und interessierte sich für sie.</a></p>
<p>So erfuhr der heute 66-Jährige, dass noch vor 30 Jahren 1,4 Millionen Christen im Irak lebten, die in verschiedenen Konfessionen in 500 Kirchen beteten. Mit dem Angriff der USA und Englands 2003 auf den Irak, um Diktator Saddam Hussein zu stürzen, begann deren Verfolgung. Denn muslimische Fundamentalisten deuteten den Angriff dieser christlichen Nationen als Schlag gegen den Islam. Unter diesem Vorwand schikanierten sie die Syrisch-Orthodoxen, die hier seit 2000 Jahren leben, im eigenen Land. „Sie forderten Schutzgeld, zerstörten Kirchen, vergewaltigten Christinnen und töteten Christen,“ so Knapp, zumal diese meist akademisch gebildet oder vermögende Handwerker sind.</p>
<p>Als die „Gotteskrieger“ des IS die Christen aufforderte, zum Islam zu konvertieren oder das Land zu verlassen, zogen 120.000 Christen zu Fuß 25 Kilometer durch die Wüste auf kurdisches Gebiet. „Auch ihre Autos mussten die Menschen auf Drängen der Kurden zurücklassen, weil die Peschmerga Sprengstoffattentate von Dschihadisten befürchteten,“ erläuterte der Referent in seinem mit Fotos untermauerten Vortrag.</p>
<p>Diese bedrückenden Aufnahmen zeigten vor allem zerstörte Kirchen, Zelte in Flüchtlingscamps, erschöpfte Flüchtlinge und Kinder an Zäunen. 2015 kamen allein 10.000 Flüchtende nach Leipzig, zumal die Stadt einen hohen Leerstand in den Plattenbauten hatte. Eindrücklich schilderte Knapp, wie etwa Yusuf für 17.000 US-Dollar die viertägige Flucht in einem manipulierten Container gelang, in dem er 96 Stunden auf dem Landweg über mehrere Grenzen ohne Kontrolle und Orientierung war, eingepfercht im Dunkeln bei Wasser und Keksen bis er in Chemnitz ankam. Hier stellte er sich der Polizei und verbrachte ein Jahr in einer Asylunterkunft bis er anerkannt war und seine Familie legal nachholen konnte, die mittlerweile nach Ankara in der Türkei geflohen war.</p>
<p>Im November 2015 reiste Knapp erstmals in das nordirakische Kurdengebiet, um Yusufs Angehörige zu besuchen. Seither leistet er gleichermaßen dort wie in Leipzig seinen Mitchristen Hilfe so gut er kann. Auch hat er sich mit deren Geschichte befasst. Demnach haben drei Apostel das Christentum entlang der damaligen Handelsstraßen in die Welt getragen: Paulus in den griechisch-römischen Westen, Markus nach Nordafrika (zu den Kopten) und Thomas in den Osten bis nach Indien.</p>
<p>Missioniert hätten sie übrigens nie mit Gewalt, sondern stets durch Dialog und Bildung bei hoher Wertschätzung für die jeweilige Kultur. Dabei hätten sie stets bei den Juden angesetzt, von denen viele zum Christentum konvertiert hätten. Syrer, die griechisch konnten, bildeten die Bildungselite, die wissenschaftliche Schriften in das Arabische und Aramäische übersetzte. In der arabischen Hochkultur lebten Juden, Christen und Muslime in friedlicher Koexistenz, so Knapp. Nur hätten die Christen Steuern zahlen müssen. Verarmten sie, traten sie zum Islam über, um sich diese Abgabe zu sparen. Noch im 19. Jahrhundert seien in der arabischen Welt ein Drittel Christen gewesen. Erst um 1880 hätten sich militante Übergriffe machtgieriger Sultane gehäuft, die 1915 in einem Genozid gipfelten.</p>
<p>1948 seien mit der Gründung des Staates Israel auch 700.000 Juden aus arabischen Ländern vertrieben wurden und die religiösen Unterschiede hätten sich verhärtet. Heute lebten noch zwei Prozent Christen verschiedener Konfessionen – Katholiken, Protestaten, Orthodoxe, Kopten, Aramäer etc. – in dieser Region. In Aleppo etwa würden zu Ostern noch heute alle dieser Kirchen gemeinsam besucht, um die Verbundenheit untereinander auszudrücken. Knapp: „Ökumene ist dort ein Fremdwort, weil die Christen nie – im Gegensatz zu Deutschland oder Irland – gegeneinander gekämpft haben.“</p><p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2024/10/22/arbeiterpriester-knapp-referiert-irakische-christen-brauchen-unsere-solidaritaet/">Arbeiterpriester Knapp referiert: Irakische Christen brauchen unsere Solidarität</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Transformation: Alternative Mobility gelingt Erfolg im asiatischen Raum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leonhard Fromm]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Oct 2024 15:08:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>
		<category><![CDATA[Interessante Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Positionierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Alternative Mobility GmbH (AM) aus Ahrensburg, ein Spezialist für die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs, hat im Oktober in Seoul den internationalen Preis für Hightech und Innovation für seine bahnbrechende Lösung gewonnen: Im Wettbewerb mit 280 Bewerbern aus der ganzen Welt setzte sich das norddeutsche Unternehmen bei diesem prestigeträchtigen Event durch, das von der südkoreanischen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_7648" aria-describedby="caption-attachment-7648" style="width: 300px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.alternative-mobility.eu"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7648" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/10/17/transformation-alternative-mobility-gelingt-erfolg-im-asiatischen-raum/003-umgeruesteter-man-bus-im-linienverkehr/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/003-Umgeruesteter-MAN-Bus-im-Linienverkehr.jpg?fit=1600%2C1066&amp;ssl=1" data-orig-size="1600,1066" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="003 Umgerüsteter MAN-Bus im Linienverkehr" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/003-Umgeruesteter-MAN-Bus-im-Linienverkehr.jpg?fit=300%2C200&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/003-Umgeruesteter-MAN-Bus-im-Linienverkehr.jpg?fit=750%2C500&amp;ssl=1" class="wp-image-7648 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/003-Umgeruesteter-MAN-Bus-im-Linienverkehr.jpg?resize=300%2C200&#038;ssl=1" alt="" width="300" height="200" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/003-Umgeruesteter-MAN-Bus-im-Linienverkehr.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/003-Umgeruesteter-MAN-Bus-im-Linienverkehr.jpg?resize=1024%2C682&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/003-Umgeruesteter-MAN-Bus-im-Linienverkehr.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/003-Umgeruesteter-MAN-Bus-im-Linienverkehr.jpg?resize=1536%2C1023&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/003-Umgeruesteter-MAN-Bus-im-Linienverkehr.jpg?resize=272%2C182&amp;ssl=1 272w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/003-Umgeruesteter-MAN-Bus-im-Linienverkehr.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7648" class="wp-caption-text">30 Minuten Ladezeit reichen aus, um mit den Umrüstkits von AM eine Reichweite von 100 Kilometern zu erreichen: Nach Taiwan steht der nächste große Durchbruch in Südkorea bevor.</figcaption></figure></p>
<p><a href="http://www.alternative-mobility.eu">Die Alternative Mobility GmbH (AM) aus Ahrensburg</a>, ein Spezialist für die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs, hat im Oktober in Seoul den internationalen Preis für Hightech und Innovation für seine bahnbrechende Lösung gewonnen: Im Wettbewerb mit 280 Bewerbern aus der ganzen Welt setzte sich das norddeutsche Unternehmen bei diesem prestigeträchtigen Event durch, das von der südkoreanischen Regierung organisiert und im Rahmen einer globalen Zeremonie in Seoul Smart City gefeiert wurde. In seiner Rede betonte Seouls Oberbürgermeister und Schirmherr der Veranstaltung, Oh Se-hoon, das Engagement Südkoreas zur Erreichung der Pariser Klimaziele.</p>
<p><figure id="attachment_7647" aria-describedby="caption-attachment-7647" style="width: 249px" class="wp-caption alignleft"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7647" data-permalink="https://der-medienberater.de/2024/10/17/transformation-alternative-mobility-gelingt-erfolg-im-asiatischen-raum/005-seoul-ob-oh-se-hoon-l-mit-al/" data-orig-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/005-Seoul-OB-Oh-Se-hoon-l.-mit-Al.jpg?fit=1330%2C1600&amp;ssl=1" data-orig-size="1330,1600" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="005 Seoul OB Oh Se-hoon (l.) mit Al" data-image-description="" data-image-caption="" data-medium-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/005-Seoul-OB-Oh-Se-hoon-l.-mit-Al.jpg?fit=249%2C300&amp;ssl=1" data-large-file="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/005-Seoul-OB-Oh-Se-hoon-l.-mit-Al.jpg?fit=750%2C902&amp;ssl=1" class="wp-image-7647 size-medium" src="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/005-Seoul-OB-Oh-Se-hoon-l.-mit-Al.jpg?resize=249%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="249" height="300" srcset="https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/005-Seoul-OB-Oh-Se-hoon-l.-mit-Al.jpg?resize=249%2C300&amp;ssl=1 249w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/005-Seoul-OB-Oh-Se-hoon-l.-mit-Al.jpg?resize=851%2C1024&amp;ssl=1 851w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/005-Seoul-OB-Oh-Se-hoon-l.-mit-Al.jpg?resize=768%2C924&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/005-Seoul-OB-Oh-Se-hoon-l.-mit-Al.jpg?resize=1277%2C1536&amp;ssl=1 1277w, https://i0.wp.com/der-medienberater.de/wp-content/uploads/2024/10/005-Seoul-OB-Oh-Se-hoon-l.-mit-Al.jpg?w=1330&amp;ssl=1 1330w" sizes="auto, (max-width: 249px) 100vw, 249px" /><figcaption id="caption-attachment-7647" class="wp-caption-text">Dr. Al Damrawy (r.) mit Seouls Oberbürgermeister Oh Se-hoon bei der Preisverleihung. FOTOS: AM</figcaption></figure></p>
<p>Die Elektrifizierungsspezialisten aus Norddeutschland überzeugten mit ihrem innovativen Ansatz zur Umrüstung schwerer Diesel-Fahrzeuge auf Elektroantrieb, wobei der Fokus vor allem auf Linienbussen liegt, die in Städten weltweit eine wesentliche Rolle im öffentlichen Verkehr spielen. In Norddeutschland beweisen die Elektrobusse von AM seit Jahren als Referenzprojekte ihre Effizienz und Zuverlässigkeit im Dauereinsatz.</p>
<p>Im März 2024 gewann AM bereits einen Wettbewerb in Taiwan, wobei die Auszeichnung offiziell auf der Weltklimakonferenz in Dubai im Dezember 2023 bekannt gegeben wurde. Da Taiwan mit regulatorischen Herausforderungen bei Fahrzeugumrüstungen konfrontiert ist, nutzte AM die Gelegenheit, sein Konzept bei der Future Mobility Asia in Bangkok im Mai 2024 vorzustellen, wo das Unternehmen auf vielversprechendes Interesse aus dem Privatsektor und von zuständigen Behörden in Thailand stieß.</p>
<p>Der Ansatz von AM reduziert den Verbrauch an „Grauer Energie“, indem die Lebensdauer bestehender Fahrzeuge verlängert wird, die nach der Umrüstung noch jahrzehntelang betrieben werden können. Nur ein Batteriewechsel ist alle zehn Jahre erforderlich. Das Unternehmen liefert erprobte Umrüstkits aus der deutschen Automobilindustrie und befähigt lokale Partner, die Fahrzeuge selbstständig umzurüsten und zu warten. „Das macht unser Konzept hoch skalierbar und schafft gleichzeitig lokale Arbeitsplätze,“ sagt Dr. Al Damrawy, CEO von AM.</p>
<p>Angesichts der begrenzten deutschen Subventionen für Betreiber zur Unterstützung der Umrüstung von Bussen von Diesel auf Elektroantrieb erkannte Damrawy die Notwendigkeit, international zu expandieren, um die deutsche Technologie in Entwicklungsländer zu bringen. Das Unternehmen verfolgt dabei die Strategie „global denken, lokal handeln“ und schafft durch die Befähigung lokaler Partner eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Der Wettbewerb in Seoul war hart, doch unter der Führung von Damrawy gelang es AM, eine internationale Jury aus Mobilitäts- und Technologieexperten aus der Schweiz, dem Vereinigten Königreich, den USA, Japan, Südkorea und anderen asiatischen Ländern zu überzeugen. Nach diesem Sieg ist der CEO aktiv in Verhandlungen mit Partnern in Thailand und Italien, wobei nicht nur großangelegte Chancen verfolgt, sondern auch administrative Hürden wie die Fahrzeugzulassung bewältigt werden.</p>
<p>Die Auszeichnung führte zu einer breiten Medienberichterstattung in mehreren asiatischen Ländern, in deren Rahmen zahlreiche Interviews die innovative Herangehensweise von AM hervorhoben. Die Umrüstkits enthalten recycelte Batterien aus Lithium, Kobalt und Nickel, die unter dem Label LiFePO4 vermarktet werden. Diese Batterien sind ungiftig, haben eine Lebensdauer von rund zehn Jahren, sind hitzebeständig und unterstützen Schnellladen.</p>
<p>Die Kits benötigen nur 30 Minuten Ladezeit, um eine Reichweite von 100 Kilometern zu ermöglichen, und eine einzige Ladung reicht für bis zu 360 Kilometer. Das Ergebnis: Elektrische Busse oder Lastwagen reduzieren die Wartungskosten um 70 % im Vergleich zu Dieselfahrzeugen, erreichen eine 75 % höhere Effizienz als fossile Brennstoffe und verursachen während des Betriebs keinerlei CO2-Emissionen. AM untermauert diese Aussagen mit einem Jahrzehnt Erfahrung in diesem Bereich und Partnerschaften mit führenden deutschen Automobilzulieferern.</p>
<p>Damrawy, Deutscher mit multikulturellem Hintergrund und ehemaliger Mitarbeiter der Weltbank, bemerkt: „Diese Erfolge bestätigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, zu einem Game-Changer im Bereich der Elektrifizierung zu werden, indem wir Kunden helfen, Kosten zu sparen und gleichzeitig CO2-Emissionen zum Wohl der Bürger und der Umwelt zu reduzieren.“ Die Auszeichnungen unterstreichen die Expertise von <a href="http://www.alternative-mobility.eu">AM, deren Gesellschafter eine inhabergeführte deutsche Finanzgesellschaft ist</a>, bei der Schaffung internationaler Kooperationen und der Erweiterung ihrer globalen Reichweite.</p><p>The post <a href="https://der-medienberater.de/2024/10/17/transformation-alternative-mobility-gelingt-erfolg-im-asiatischen-raum/">Transformation: Alternative Mobility gelingt Erfolg im asiatischen Raum</a> first appeared on <a href="https://der-medienberater.de">Der Medienberater</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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