Nach dem Erfolg der Premiere im Februar 2025, als mein Seminar „Gott suchen und finden“ in Kloster Schöntal mit 15 Teilnehmern ausgebucht war, findet die Neuauflage vom 20. bis 22.02. in Kloster Schöntal statt. Wenige Plätze sind aktuell noch frei, was Lesern nun die Chance zur Teilnahme bietet. Tatsächlich geht es im Seminar um persönliche Erfahrungen mit Religion und etwaiger christlicher Erziehung und Prägung. Erfahrungsgemäß kommen aber auch viele theologische und spirituelle Fragen, z.B. zur Trinität (Vater, Sohn und hl. Geist in einer Person), zur Theodizee (wo war Gott in Auschwitz?), zur Entstehung der Bibel (die Bibel sollte man nicht wörtlich nehmen!), zur Auferstehung u.v.m.
Da ich selbst Diplom-Theologe und Gestalttherapeut bin, kann ich an der Schnittstelle von Seelsorge und Therapie wichtige Impulse geben und erfahrungsgemäß viele Mißverständnisse auflösen, z.B. über einen „strafenden Gott“, die „Kraft des Gebetes“, Wunderheilungen u.v.m. Dabei werde ich Verbindungen aufzeigen zu schamanischen Naturreligionen oder der griechischen Antike, die sich bereits mit den Tugenden befasst hat, die ein Mann (Frauen spielten damals noch eine untergeordnete Rolle) aufweisen muss, um sich der Demokratie (der Herrschaft des Volkes) würdig zu erweisen. Deshalb haben Theologie und Religion viel mit Philosophie zu tun, nämlich damit, die richtigen Fragen zu stellen, z.B. „wofür“ statt „warum“.
In meinen Seminaren, ein zweites halte ich vom 20. bis 24. April in Kloster Beuron bei den Benediktinern, geht es aber nicht nur um intellektuelles Verstehen (wollen), sondern auch um spirituelle Selbsterfahrung. Deshalb werden wir auch Schweigen im Stuhlkreis, meditative Taizé-Lieder singen (möglichst mehrstimmig) und den sakralen Raum der Barockkirchen erkunden, dessen Symbolik und Prunk sich modernen Menschen meist nicht mehr erschließt. So steht der Weihwasserkessel am Eingang jeder katholischen Kirche für das Reinigen der Juden in der Wüste von Staub und Sand, aber auch für das „Abwaschen unserer Sündhaftigkeit“ bevor wir in einer (katholischen) Kirche vor Gott treten. Und warum Martin Luther, der Begründer des Protestantismus, all diese Rituale abgeschafft hat, beantworte ich bei Interesse gerne auch. Also: Herzliche Einladung.