Pressearbeit in eigener Sache: Impulsvortrag bei Rytina und dem BVMW

von Michael Sudahl | 22.08.2026

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Der Medienberater Michael Sudahl war als Impulsreferent beim BVMW zu Gast – und sogar die Stuttgarter Zeitung hat darüber berichtet.

Anlass war der BVMW-Dialog in Fellbach, zu dem der Bundesverband der Mittelständischen Wirtschaft in die Räume der Rytina Bürosysteme geladen hatte. Die Leitfrage: Was heißt künstliche Intelligenz konkret für einen Handwerksbetrieb, ein Planungsbüro oder einen Kunststoffverarbeiter? Vier Redner näherten sich dem Thema aus vier Blickwinkeln – vom Netzwerkgedanken über den betrieblichen Praxistest bis zur Pressearbeit.

Vier Redner, vier Blickwinkel

Gastgeber und BVMW-Repräsentant Lothar Lehner machte den Auftakt. Seine These: Bei aller Digitalisierung gewinne der persönliche Austausch wieder an Bedeutung. „Ohne Vertrauen ist das alles ganz, ganz schwierig“, so Lehner.

Peter Bratsch zeigte für den Hausherrn, wo KI heute im Betrieb ansetzt: Aus einem zweidimensionalen Architekten-Grundriss macht Rytina eine plastische 3D-Planung mit Farb- und Lichtkonzept. Ein erster Versuch mit einem vier Seiten langen Prompt scheiterte – erst mit klaren Grenzen entstanden brauchbare Ansichten. Sein Rat: bei jeder Planung „noch einmal drüber schauen“.

Marco Schwarz vom Informatikwerk aus Ludwigsburg brachte es auf den Punkt: „Die Technologien entwickeln sich viel schneller als die Organisationen, die sie einsetzen.“ Rund 90 Prozent der Nutzer setzten KI bislang wie eine Suchmaschine ein. Sein Rat an die Unternehmer: eine interne Stelle schaffen, die das Thema vorantreibt, statt alles an externe Dienstleister abzugeben.

Dort sichtbar sein, wo die Maschine sucht

Den Schlusspunkt setzte Michael Sudahl, Kommunikationsberater aus Schorndorf. Seine Beobachtung: Die Substanz KI-generierter Texte liege bei rund 80 Prozent – das Niveau sinke eher, als dass es steige. Warum das für den Mittelstand zählt, machte er an einem Kundenbeispiel deutlich: einem Kunststoffverarbeiter mit hohem CO₂-Fußabdruck, der über Photovoltaik und Rezyklate gegensteuerte. Nicht das „beste Produkt“ habe man in die Presse getragen, sondern den gesellschaftlich relevanten Umweltaspekt – und sei damit in der regionalen Tageszeitung gelandet, genau dort, wo die Kunden sitzen.

Sudahls eigentlicher Punkt: KI-Systeme trainierten und suchten bevorzugt in redaktionell geprüften Medien. Wer dort stattfinde, werde auch von der Maschine gefunden. „Es muss nicht immer das Handelsblatt sein“, sagte er mit Blick auf kleinere Betriebe. Seine Frage an alle, die glauben, Pressearbeit habe ausgedient: „Wo sucht denn die Maschine?“

Auf dem Foto von links: Michael Sudahl, Lothar Lehner und Marco Schwarz. (FOTO: Max Weber)

Über den Abend berichtete die Stuttgarter Zeitung in ihrer Ausgabe vom 15./16. August 2026 (Lokalteil Fellbach) - hier als PDF zu lesen.